Fußball 3. Liga

Knackpunkt Abwehr: Defensive entscheidet über Erfolg des Halleschen FC

Zweikampf zwischen Niklas Kreuzer (links) und Kyrylo Melichenko im Punktspiel des Halleschen FC gegen Dynamo Dresden im August 2022.

Zweikampf zwischen Niklas Kreuzer (links) und Kyrylo Melichenko im Punktspiel des Halleschen FC gegen Dynamo Dresden im August 2022.

Halle. Leistungsträger verloren, weniger Alternativen: Dem personellen Umbruch musste der Hallesche FC in der Startphase der neuen Saison Tribut zollen. Die stark verjüngte Mannschaft holte aus den ersten neun Partien der 3. Liga nur magere acht Punkte und steht als Sechzehnter nur dank der um zwei Treffer besseren Tordifferenz gegenüber dem SC Verl auf dem letzten Nichtabstiegsplatz. "Mit dem Punktestand sind wir nicht zufrieden. Es wäre mehr möglich gewesen. Wir haben uns durch unnötige Platzverweise selbst geschwächt und zu viele Gegentore nach individuellen Fehlern kassiert", sagte Trainer Andre Meyer.

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Bereits 17 Mal zappelte der Ball im Netz des halleschen Gehäuses. Mehr Gegentore (18) kassierte nur der auf dem vorletzten Platz rangierende Aufsteiger aus Bayreuth. Einzig beim 2:0 gegen Oldenburg stand hinten die Null, obwohl der HFC mit U20-Auswahlkeeper Felix Gebhardt einen sehr talentierten Schlussmann zwischen den Pfosten hat. Mit bereits zwei Platzverweisen und einer Ampelkarte liegen die Hallenser in der Fair-Play-Tabelle auf dem letzten Platz.

„Ein Tor müsse mal für drei Punkte reichen“

Auch Jonas Nietfeld musste bereits einmal vorzeitig unter die Dusche. Der Kapitän steht exemplarisch für den bisherigen Saisonverlauf der Rot-Weißen. Der Abwehrchef kam schwer aus den Startlöchern, traf beim 0:2 gegen Dresden ins eigene Tor und sah in Freiburg wegen einer Notbremse bereits nach fünf Minuten die Rote Karte.

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Doch danach zeigte die Formkurve des Routiniers nach oben, nicht nur wegen seiner Treffer beim 5:1 gegen Verl und dem 2:2-Ausgleich bei Viktoria Köln. „Die Saison ist bisher noch nicht nach Wunsch gelaufen. Wir hatten uns mehr als nur zwei Siege ausgerechnet. Aber es war auch nicht alles schlecht“, meinte Nietfeld. Der Schlüssel zum Erfolg liege in der Defensive. Es müsse auch mal ein Tor für drei Punkte reichen.

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Doch nicht nur auf die Abwehr legt Meyer in der Trainingsarbeit wert. Die positiven Ansätze im Spiel nach vorn führen noch zu selten zu gefährlichen Abschlüssen. Zu oft hapert es am letzten Pass oder an der Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. „Ich sehe Woche für Woche eine positive Entwicklung. Wir haben in fast allen Partien auf Augenhöhe agiert, brauchen uns vor niemanden verstecken“, sagte der Trainer.

Der von ihm beobachtete Aufwärtstrend muss sich jedoch auch in Ergebnissen niederschlagen. Der HFC wartet immer noch auf den ersten Auswärtssieg in dieser Saison. Die nächste Chance dazu haben die Saalestädter am Samstag beim MSV Duisburg, bei dem der ehemalige HFC-Trainer Torsten Ziegner als Coach auf der Bank sitzt.

Von dpa Carsten Roloff

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