Handball

Kreativität gefragt: Frauen der HSG Neudorf/Döbeln starten in Saison

Elsa Faulhaber beim Torwurf. Am Samstag um 17 Uhr beginnt für die Sachsenliga-Handballerinnen von der HSG Neudorf/Döbeln die neue Saison mit einem Auswärtsspiel beim HSV Marienberg.

Elsa Faulhaber beim Torwurf. Am Samstag um 17 Uhr beginnt für die Sachsenliga-Handballerinnen von der HSG Neudorf/Döbeln die neue Saison mit einem Auswärtsspiel beim HSV Marienberg.

Döbeln. Marco Horschig, der neue Trainer der Döbelner Sachsenliga-Handballerinnen, ist vor dem Saisonstart mit dem Auswärtsspiel beim HSV Marienberg (Anwurf 17 Uhr) optimistisch. „Mir fehlen am Samstag zwar drei wichtige Spielerinnen, aber wir werden uns dort trotzdem gut verkaufen“, sagt der 46-Jährige, der früher selbst bei der HSG Neudorf/Döbeln aktiv war. „Und wir wollen in dieser Saison um Platz fünf mitspielen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Ich bin da sehr positiv.“

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Marienberg ist gleich eine schwere Aufgabe für Horschig, der das Traineramt bei der HSG im Sommer von Daniel Reddiger übernahm. Denn die HSV-Frauen wurden 2021/22 mit 12:8 Punkten immerhin Vierter der Sachsenliga, während Döbeln mit 7:13 Zählern als Neunter nur knapp dem Abstieg entging. Allerdings wurde da aufgrund der Corona-Einschränkungen auch nur die Hinrunde mit zehn Partien gespielt.

Horschig: „Haben an einer stabilen Abwehr gearbeitet“

„Wir haben bereits am 1. Juli wieder mit dem Training begonnen“, berichtet der HSG-Trainer, der trotz Sommerurlaub immer mindestens zwölf seiner insgesamt 20 Spielerinnen in der Stadtsporthalle begrüßen konnte. „Es gab immer eine recht gute Beteiligung.“ Im August nahm Neudorf/Döbeln an einem Fünfer-Turnier in Leipzig teil. „Das lief noch nicht so gut“, sagt Horschig. „Wir haben zweimal unentschieden gespielt und zweimal verloren.“

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Der neue Trainer erkannte auch recht schnell, was bei seinem Team verbessert werden kann. „Zunächst muss unsere Abwehr agieren und nicht reagieren. Wir haben gute Spielerinnen im Team, aber die Kreativität war anfangs gleich null. Und mit dem Torewerfen hatte es Döbeln in der letzten Saison auch nicht so am Hut. Mit einem Durchschnitt von 26 Toren gewinnt man eben nicht viele Spiele.“

Wobei das durchaus machbar ist, wie der letztjährige Tabellenzweite TuS Leipzig-Mockau bewiesen hat, der mit einem Torverhältnis von 256:238 und sechs Siegen ganz weit oben landete. Allerdings mit einer deutlich besseren Abwehrleistung als die HSG, die 268 Gegentore kassierte. Horschig: „Genau deswegen haben wir an einer stabilen Abwehr gearbeitet. Da war bei einigen noch viel Luft nach oben.“

Start für HSG-Frauen wurde verschoben

Beim zweiten Vorbereitungsturnier in Marienberg lief es für Neudorf/Döbeln dann schon viel besser. „Wir haben zwei Spiele gewonnen, zweimal unentschieden gespielt und sind Erster geworden.“ Also auch vor Gastgeber Marienberg. Dennoch nimmt Horschig das Samstagspiel nicht auf die leichte Schulter. „Wenn die HSV-Frauen ein Punktspiel haben, dann kommt das ganze Dorf in die Halle“, weiß der Trainer.

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Personell hat sich auch ein wenig getan bei der HSG. Drei Spielerinnen sind aus der Babypause zurückgekommen. Das sind Torhüterin Stephanie Ehrenberg und Rückraumspielerin Anne Eberhardt. Neu ist Julia Jackisch, die ebenfalls in der Babypause war und vorher für die HSG Rückmarsdorf gespielt hat. Sie ist allerdings in Döbeln aufgewachsen. Torhüterin Sarah Eichhorn wechselte von Döbeln zum TuS Mockau, Laura Burkhardt hat aus familiären Gründen aufgehört und Anja Drechsler kehrte zum SC Riesa zurück.

Eigentlich erfolgte der Sachsenliga-Saisonauftakt schon am vergangenen Wochenende und die HSG sollte auf die Damenmannschaft vom SC Hoyerswerda treffen. Doch das Spiel wurde auf Wunsch des SC, wo am Spieltag eine Hochzeit auf dem Programm stand, schon vor Wochen verlegt und findet nun erst am 27. November statt.

Sachsenpokal Ende Oktober

Doch was hat Marco Horschig, der in der Saison 2021/22 die AAC Amazonen aus Leipzig mit acht Siegen und nur einer Niederlage zum Meistertitel in der Verbandsliga West geführt hat, eigentlich zum Wechsel nach Döbeln veranlasst. „Ich wollte ein gutes Umfeld mit einem guten Vereinsleben wie in Döbeln sowie einer guten Trainingsbeteiligung. Das gab es in Leipzig kaum. Da waren in der ganzen Saison nur acht bis zehn Spielerinnen dabei und irgendwie wollte auch niemand zu den Amazonen wechseln.“

Die um zehn Minuten kürzere Fahrzeit spielte beim Wechsel von Horschig, der in Brandis (OT Beucha) zuhause ist, überhaupt keine Rolle. Als Spieler begann der 46-Jährige in der Jugend beim SSV Stötteritz und wechselte später zum SC Leizpig an die Sportschule. Weitere Stationen als aktiver Handballer waren der SC DHfK, Lok Mitte (Sachsenliga), SG LVB (Regionalliga), Neudorf/Döbeln (Sachsenliga) und TuS Mockau. Als Trainer begann Horschig bei den Männern von Lok Mitte III und übernahm 2020 das Amt bei den AAC Amazonen, mit denen er im September 2021 den Sachsenpokal gewann und in diesem Jahr als Verbandsliga-Meister in die Sachsenliga aufstieg.

Das Heimspiel gegen seine ehemalige Mannschaft steigt übrigens am 5. März 2023 ab 15 Uhr in der Döbelner Stadtsporthalle. Zu Gast in Leipzig ist das Horschig-Team schon am 15. Oktober. Dann geht es um 15.30 Uhr in der Halle der Sportoberschule los. Die AAC-Frauen haben übrigens zum Saisonauftakt am vergangenen Samstag zuhause gegen die SG Klotzsche mit 28:25 gewonnen. Lynn-Jenny Wischeropp glänzte bei den Leipzigerinnen mit zehn Feldtoren. Im Sachsenpokal geht es am 29. Oktober mit der ersten Runde los. Dann muss Neudorf/Döbeln um 16 Uhr bei der SG Klotzsche antreten.

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