Die Finals in Berlin

Leipziger Asse holen am Samstag sieben Medaillen in vier Sportarten

Peter Kretschmer (SC DHfK/oben) setzt sich im Fotofinish gegen seinen Leipziger Trainingskollegen Nico Pickert (LDKC Bochum) durch.

Peter Kretschmer (SC DHfK/oben) setzt sich im Fotofinish gegen seinen Leipziger Trainingskollegen Nico Pickert (LDKC Bochum) durch.

Berlin. “Das ist ein tolles Gefühl, Deutschlands schnellster Sprinter und Deutscher Meister zu sein“, sagte DHfK-Rennkanute Peter Kretschmer, nachdem er über 160 Meter auf der Spree im Zentrum der Hauptstadt erstmals triumphiert hatte. Nach Silber 2019 und Bronze 2021 machte der 30-Jährige nun seinen Medaillensatz in den K.o.-Sprintrennen komplett. „Kretsche“, der in der ersten Runde den mehrfachen Olympiasieger Sebastian Brendel ausgeschaltet hatte, musste aufs Zielfoto warten, ehe sein Hundertstel-Triumph gegen seinen Leipziger Trainingskollegen Nico Pickert (Bochum) feststand. Beide haben ihre Form seit April kontinuierlich verbessert und sich zu Recht für die WM in Kanada sowie die EM in München qualifiziert. Wenig später sicherte sich DHfK-Ruderin Annekatrin Thiele im letzten Rennen ihrer erfolgreichen Karriere Bronze.

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Doppel-Gold im Schwimmbecken

Die Leipziger SSG-Schwimmer fischten ihre Medaillen Nummer zwei, drei und vier aus dem Berliner Becken – es waren sogar zwei goldene Plaketten dabei. Favorit David Thomasberger feierte über 200 m Schmetterling einen Start-Ziel-Sieg, haderte aber ein wenig mit seiner Siegerzeit. „Ich wäre nach den guten Trainingsleistungen gern eine Sekunde schneller gewesen“, kommentierte er die 1:57,17 Minuten, die er im Alleingang erzielte.

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Wenige Minuten später glänzte Timo Sorgius über 200 m Freistil mit einer Top-Leistung. Der Shootingstar des Vorjahres verteidigte seinen Titel auf den letzten Metern hauchdünn durch großen Kampf und einen schnellen Anschlag. Nach mehreren Krankheitsausfällen in dieser Saison hat sich der 18-Jährige zurück gekämpft. Er steigerte sich auf 1:48,31 Minuten und ist nun sogar ein Staffelkandidat für die EM im August in Rom. Über 200 m Brust holte Titelverteidiger Yannis Willim diesmal Bronze.

Kein Glanztag der Leichtathleten

2019 gab es Staffelgold für die Sprintstaffel des SC DHfK, 2020 lief Deniz Almas über 100 Meer alles in Grund und Boden, 2021 triumphierte Marvin Schulte: Doch diesmal waren die Leipziger Sprinter ein Schatten ihrer selbst. Über 100 Meter kam nur der für Wolfsburg startende Almas gerade noch als Achter in den Endlauf, auf den er letztlich verzichtete. Beim Titelverteidiger Schulte (Platz zehn) fehlten in 10,49 Sekunden nach dem Almas-Verzicht nur wenige Tausendstel fürs Finale. Immerhin setzte sich über die Hürden mit Martin Vogel (LAC Chemnitz) ein Leipziger Stützpunkt-Athlet durch, nachdem Trainingskollege Gregor Traber im Semifinale wegen Fehlstarts disqualifiziert wurde. Im Triathlon kamen Bianca Bogen und Caroline Pohle auf die Plätze 9 und 15.

Turnerin Jessica Schlegel erneut Sechste

Im Turnen freute sich Jessica Schlegel nach ihrem sechsten Platz im Mehrkampf über dieselbe Platzierung im Sprung. TuG-Kollegin Joline Saupe wurde in der Rhythmischen Sportgymnastik mit den Keulen Siebte und mit dem Ball Achte. Den achten Platz sicher hat FCL-Degenfechter Christoph Michalski – diesen kann er am Sonntag im Viertelfinale noch verbessern. Auch drei Leipziger Läuferinnen und Läufer stehen am Sonntag im Olympiastadion im Finale. Drei Bronzemedaillen gab es am ersten Tag der Judo-DM in Stuttgart für Helene Foede, Emil Hennebach und Richard Fiedler vom JCL. Judo ist aber nicht Teil der Finals und wird daher auch nicht im Fernsehen gezeigt.

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