Fußball-Regionalliga

Leipziger bereit für Hertha II: Der 1. FC Lokomotive hat keine Bremsen

Im Vollsprint und ohne Bremsen: Unter diesem Motto will der 1. FC Lok Leipzig um Osman Atilgan in dieser Saison auftrumpfen.

Im Vollsprint und ohne Bremsen: Unter diesem Motto will der 1. FC Lok Leipzig um Osman Atilgan in dieser Saison auftrumpfen.

Leipzig. Das Probstheidaer Party-Wochenende steht vor der Tür. Bei Sonne, tiefen Bässen, Bier und Bratwurst dürfen die Fans ab Samstag ihrer blau-gelben Leidenschaft ganz ungeniert frönen. Fußball gespielt wird zum Abschluss am Sonntag auch noch – Lok erwartet mit der Hertha aus Berlin (Sonntag, 13 Uhr) einen ganz kniffligen Gegner, der das Zeug zum Spielverderber hat.

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Endlich wieder Fußball! So eine Sommerpause kann einem schon den letzten Nerv rauben. Man kann gar nicht genug Maloche im Kleingarten verrichten und lange versprochene Wochenendausflüge mit der besseren Hälfte abarbeiten, um die tristeste Zeit des Jahres im Leben eines ballverliebten Lok-Jüngers hinreichend zu überbrücken. Inmitten der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum des Bruno-Plache-Stadions erwartet die Truppe von Cheftrainer Almedin Civa zum Auftakt die Hertha aus Berlin.

„Will eher noch einmal dritte Liga spielen – am liebsten mit Lok“

Gespielt wird in einem, dem festlichen Anlass entsprechenden, eigens angefertigten Sondertrikot. Es soll an die bewegte Geschichte der Leipziger Heimspielstätte erinnern und stand nur in auf 100 Exemplare begrenzter Zahl zum Verkauf – selbstverständlich war das Kontingent binnen kürzester Zeit vergriffen. Eine kleine Chance, an die begehrten Sammlerstücke zu kommen, besteht trotzdem noch, die getragenen Trikots vom Spieltag werden im Anschluss käuflich zu erwerben sein.

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Damit hat sich die Marketing-Abteilung der Loksche eigentlich schon eine saftige Gehaltserhöhung verdient – doch damit nicht genug. Es wird in der kommenden Saison sogar noch eine neue Tormusik geben – möge sie reichhaltig Gehör finden. Gewählt wurde der Malle-Hit „Der Zug hat keine Bremse“, mehr Symbolkraft geht nicht. Auch im Spielerlager finden derartige Intonationen durchaus Anklang, in der Kabine werden vorherrschend Schlager und Partyhits konsumiert. Eine Ausnahme von der Regel bildet hier Lok-Kapitän Sascha Pfeffer. Der Mann hat Frau und Kinder, seine strammen Waden zeigen ein zwei Altersringe mehr als beim Rest der blutjungen Mannschaft.

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Ganz der Musterprofi gesteht er: „Früher habe ich so etwas auch gerne gehört. Wenn heute allerdings die Musik in der Kabine angeht, bin ich immer schon mit der Regeneration fürs nächste Spiel beschäftigt.“ Gedanken an seine sportliche Zukunft verschwendet der Alterspräsident nicht, der Fokus liegt einzig und allein auf der anstehenden Spielzeit: „Ich freue mich immer wieder, wenn eine Saison losgeht. Natürlich kommt mit der Hertha direkt ein ganz ekliger Gegner, das zweitbeste Rückrundenteam des vergangenen Jahres. Ans Aufhören denke ich nicht, ich will eher noch einmal dritte Liga spielen – am liebsten mit Lok.“

„Das sind alles super Kicker“

Personell kann der Trainer fast aus dem Vollen schöpfen, ein Grundgerüst hat Civa bereits im Kopf. Unter der Woche dann doch noch eine kleinere Schrecksekunde, als der gerade erst von seiner schweren Knöchelverletzung genesene Zak-Paulo Piplica bei einem Blockversuch mit eben jenem Fuß umknickte. Der Schmerz zog in die Achillessehne, ein MRT war nötig. Doch Glück im Unglück, ein sichtlich gelöster Piplica schritt am Freitagvormittag mit froher Kunde vom Doktor aufs Vereinsgelände – doch nicht so ernst, wie befürchtet. Ein Einsatz am Sonntag ist wohl dennoch fraglich, Vorsicht ist hier Mutter der Porzellankiste.

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Auch der junge Koreaner Eunsoo Gong wird – Stand heute – nicht mit von der Partie sein können, es gibt noch bürokratische Hürden bei seiner Spielgenehmigung zu überwinden. Ein oder zwei Ausfälle sind ohnehin kein Problem für den Trainer, die Mannschaft ist breit aufgestellt, der Kader gibt Civa eine Vielzahl taktischer Optionen: „Wir haben ja keine zweite Garnitur, das sind alles super Kicker. Wir können unser Spiel immer innerhalb unseres Systems durchziehen, egal welche Spieler die Positionen bekleiden. Der Gegner muss sich dann je nach Personal auch auf uns einstellen.“

Bleibt zu hoffen, dass sich die Mannschaft und der Coach die Euphorie und das gewisse Kribbeln auch über die kommenden 90 Minuten gegen Hertha bewahren kann, damit der blau-gelbe Zug ohne Zwischenhalte und Notbremsungen in eine hoffentlich erfolgreiche Spielzeit starten kann.

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