Kanuslalom-EM

Leipziger Paddler Franz Anton holt Team-Gold und wird Fünfter im Einzel

Das deutsche Gold-Trio im C1, von links: Franz Anton, Sideris Tasiadis und Timo Trummer.

Das deutsche Gold-Trio im C1, von links: Franz Anton, Sideris Tasiadis und Timo Trummer.

Liptovsky-Mikulas. Eines war klar: Die bei den Olympischen Spielen in Tokio mit vier Einzelmedaillen gestartete Erfolgs- und Glückssträhne ist für die deutschen Kanuslalom-Asse nicht so einfach fortzusetzen. Bei den Europameisterschaften in der Slowakei, dem ersten Aufeinandertreffen der Weltelite im nacholympischen Jahr, gab es für die DKV-Elite dennoch einen kompletten Medaillensatz. Das einzige Edelmetall in einer olympischen Disziplin holte am gestrigen Abschlusstag Sideris Tasiadis (Augsburg), der im Einercanadier Silber holte. Der Leipziger Franz Anton war mit seinem fünften Platz keineswegs unzufrieden. Im Halbfinale hatte er als bester Deutscher noch auf Rang drei gelegen.

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Beim Mannschafts-Gold am Freitag gehörten neben dem Schwaben Tasiadis zwei Leipziger zum Team: Franz Anton und sein Stützpunktkollege und Trainingspartner Timo Trummer (Zeitz). Anton meinte: „Die Slowaken haben wir eine kleine Ewigkeit lang bei internationalen Meisterschaften nicht geschlagen. Dass uns das auf ihrer Heimstrecke gelungen ist, macht uns schon ein wenig stolz.“ Das DKV-Trio sei sehr eng zusammen geblieben – dies bezeichneten die drei Paddler als Schlüssel zum Erfolg. „Wenn uns das bei der WM ebenfalls gelingt, werden wir garantiert wieder weit vorn landen“, so Landespolizist Anton. Die WM findet Ende Juli in Augsburg statt, darauf ist die Vorbereitung der Nationalmannschaft ausgerichtet.

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Der Kurs in der Slowakei gehört nicht gerade zu Antons Lieblingsstrecken. „Ich habe daher auch alle acht Trainingseinheiten gebraucht, um mich mit dem Wasser anzufreunden. Es ist mitunter sehr flach und nicht so richtig wild, außerdem fließt und schiebt es sehr wechselhaft.“ Dennoch könne er sich im Wettkampf immer wieder steigern – dies gelang dem 32-Jährigen auch diesmal. „Mein Halbfinallauf war sehr gut. Das Problem ist immer, einem guten Lauf einen noch besseren folgen zu lassen. Das ist mir auch diesmal nicht ganz gelungen, ich habe die Linie nicht ganz getroffen.“

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Noch viel zu tun haben bis zur WM Kajak-Olympiasiegerin Ricarda Funk und die Leipzigerin Andrea Herzog, Tokio-Dritte im C1. Beide verpassten das Finale, Andrea Herzog hatte diesmal ihre liebe Mühe und Not mit verpassten Toren und jeweils 50 Strafsekunden. Sie sagte: „Ich war zwar diese Woche erkältet und musste drei Trainingseinheiten weglassen. Fit war ich nicht, aber daran lag es nicht. Ich hatte im unteren Abschnitt technische Probleme.“ Happy war ihre LKC-Kollegin Nele Bayn, die bei ihrer EM-Premiere auf Anhieb ins Finale paddelte, dort auf Rang neun landete und damit das WM-Ticket für Augsburg löste.

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