Kanuslalom

Leipziger Paddlerin Nele Bayn erlebt ihre EM-Feuertaufe in der Slowakei

Das Leipziger Team bei der Kanuslalom-EM in der Slowakei – von links: Timo Trummer, Nele Bayn, Trainer Felix Michel, Andrea Herzog, Franz Anton.

Das Leipziger Team bei der Kanuslalom-EM in der Slowakei – von links: Timo Trummer, Nele Bayn, Trainer Felix Michel, Andrea Herzog, Franz Anton.

Leipzig. Sie entstammt einer äußerst sportlichen Familie. Ihre Brüder mussten die hoffnungsvoll gestartete Kanuslalom-Karriere beenden, weil ihr Paradeboot Zweiercanadier (C2) nach 2016 aus dem olympischen Programm und internationalen Rennkalender gestrichen wurde. Zur gleichen Zeit wurde die Top-Disziplin von Nele Bayn, der C1, massiv aufgewertet. An diesem Freitag erlebt die 22-Jährige vom Leipziger Kanuclub in Liptovskyy-Mikulas (Slowakei) ihre EM-Feuertaufe.

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Der aus der Nähe von Meißen stammenden Sportsoldatin tut es noch heute leid, dass der C2 für den C1 der Damen geopfert wurde, statt beides zu fördern. „Der Zweier war eine sehr interessante Kategorie. Das Zusammenspiel zwischen Vorder- und Hintermann sowie der Teamspirit waren etwas ganz Besonderes, was es jetzt ins unserer Sportart so nicht mehr gibt.“

Täglicher Vergleich mit den Besten

Nele Bayn steigerte sich zuletzt beständig von Jahr zu Jahr, schaffte über die Juniorinnen und U23 bereits im Vorjahr den Anschluss ans internationale Frauen-Feld und sammelte Erfahrung bei drei Weltcups. Nun möchte sie ihren ersten EM-Start nutzen, um im Idealfall sogar schon den Leistungsnachweis für die Heim-WM Ende Juli in Augsburg zu schaffen. Dafür nutzte sie in den vergangenen Tagen alle acht Trainingseinheiten, um sich mit der schweren Strecke in der Slowakei vertraut zu machen.

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Mit zwei ihrer drei Geschwister wohnt Nele in Leipzig in einer WG. Bis Olympia 2024 will sie sich voll auf den Sport konzentrieren und den Rückstand auf die Elite um die Olympiadritte Andrea Herzog verkürzen – und erst danach ein Studium beginnen. Apropos Andrea Herzog: Seit dieser Saison trainiert Nele Bayn mit Leipzigs Slalom-Aushängeschild sowie mit dem zweifachen Weltmeister Franz Anton in einer Gruppe und hat damit den täglichen Vergleich mit den Besten.

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Über Coach Felix Michel sagt sie: „Das Training macht Spaß, er legt viel Wert auf Technik, lässt sich immer etwas Neues einfallen und ist offen für Vorschläge von unserer Seite, lässt immer mit sich reden.“ Bei ihrer EM-Premiere an diesem Freitag geht es zuerst um den Halbfinaleinzug, danach um eine Medaille im Mannschaftsrennen. Auch wenn dieser Wettbewerb nicht olympisch ist: Es geht dann doch mal um den viel beschworenen und mitunter vermissten Teamspirit in einer Einzelsportart.

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