Football

Leipziger patzen am Schluss: Geduld der Panthers schlägt Euphorie der Kings

Der neue Kings-Quaterback Gabriel Cunningham scheute auch eigene Läufe nicht und zog die Fans im „Bruno“ direkt in seinen Bann.

Der neue Kings-Quaterback Gabriel Cunningham scheute auch eigene Läufe nicht und zog die Fans im „Bruno“ direkt in seinen Bann.

Leipzig. Nach einigen dicken Patzern in den vergangenen Wochen waren die Leipzig Kings an diesem Sonntag wieder deutlich besser aufgelegt – doch für einen Sieg sollte es am Ende nicht reichen. Mit einem Kraftakt in der Schlussphase haben die Wroclaw Panthers die Kings-Footballer 37:41 geschlagen. Am Ende des dramatischen Spiels hatten die Gäste den längeren Atem, um ein starkes Kings-Team zu besiegen.

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Das Spiel beginnt bereits schwungvoll: Leipzig verliert den Ball und die Panthers gehen direkt in Führung. Doch die Kings haben ja einen neuen Quarterback, Gabriel Cunningham. Und der hat richtig Lust sein erster Spiel. Erst zeigt er, wie schnell er selbst als Ballträger ist, dann präsentiert er einige hochpräzise Pässe. Leipzig erobert die Führung zurück, auf den Rängen beste Stimmung.

Das Match findet auf Augenhöhe statt. Doch nach und nach – wohl wegen der allzu guten Aussichten – schleichen sich einige Nachlässigkeiten bei den Spielern ein. Hier ein fallengelassener Ball, dort eine Strafe wegen Haltens. Die Kings leisten sich vermeidbare Unkonzentriertheiten und individuelle Fehler, sodass die Panthers vorbeiziehen. 18: 28 heißt es aus Kings-Sicht zur Halbzeit. Das Spiel ist völlig offen.

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Leipzig startet gut in die zweite Hälfte. Der flinke Cunningham behält die Ruhe, entweicht dem Druck der Panthers, zeigt starke Läufe und Leipzig schließt auf. Offenkundig haben die Kings ein gutes Händchen gehabt. Der neue Spielmacher spielt selbstbewusst, findet seine Receiver mit langen Pässen. Seinen Körper schont er nicht vor Gegnerkontakt. Ein Debüt, das Lust auf mehr macht.

„Wir hatten es heute in der Hand“

Kurz vor Ende des dritten Viertels geht Leipzig erneut in Führung. Zum ersten Mal am Nachmittag sitzt auch der Extrapunkt. Alles ist angerichtet für ein spannenden Schlussabschnitt. Hält die Konzentration? Reichen der Kräfte der Kings? In der O-Line gibt es praktisch kaum Auswechsler und damit Ruhepausen.

Es geht um den Sieg. Paul Meißner fängt eine Interception, das ganze Stadion ist elektrisiert. Quarterback Miller kämpft um jeden Zentimeter, findet Anthony Dablé-Wolf. Touchdown, neun Punkte Vorsprung, das Stadion bebt, jeder Kings-Akteur ist jetzt in der optimalen Spannung, alles scheint möglich. Die Defense besorgt den nächsten Turnover.

Wroclaw ist allerdings noch nicht geschlagen. Dreieinhalb Minuten vor Ende bringt Quarterback Jarman seine Panther auf drei Punkte heran. Und anderthalb Minuten vor Ende bekommen die Panthers erneut den Ball. Touchdown Panthers, Extrapunkt. Im Stadion wird es still. Kollektive Enttäuschung. „Wir hatten es heute in der Hand. Wir waren kurz vor dem Ende einmal entscheidend nicht auf dem Posten. Immer wieder verlieren wir knapp gegen Wroclaw“, so Coach Fred Armstrong.

Von Julius Schilling

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