Oberliga

Letztes Saisonspiel beim Absteiger: FC Grimma fährt nach Arnstadt

FC-Trainer Steffen Ziffert (in schwarz) freut sich am 4. Juni mit Robin Brand (Nr. 9) über den 3:1-Sieg gegen Neugersdorf und den sicheren Verbleib in der Oberliga.

FC-Trainer Steffen Ziffert (in schwarz) freut sich am 4. Juni mit Robin Brand (Nr. 9) über den 3:1-Sieg gegen Neugersdorf und den sicheren Verbleib in der Oberliga.

Grimma. Letzten Samstag um 15.50 Uhr: Der FC Grimma gewinnt sein letztes Oberliga-Heimspiel der Saison 2021/22 gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf mit 3:1 (0:1). Direkt nach dem Abpfiff schauen die Verantwortlichen sofort auf ihre Handys. Dann plötzlich überschäumender Jubel, als die Ergebnisse der Konkurrenz sichtbar wurden.

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Arnstadt seit Wochen abgestiegen

Sowohl der FC International Leipzig (1:4-Niederlage in Krieschow) als auch der FSV Wacker 90 Nordhausen (3:3-Unentschieden in Bischofswerda) konnten ihre zeitgleich ausgetragenen Begegnungen nicht gewinnen, sodass die Muldestädter bereits zwei Spieltage vor Saisonende den Oberliga-Klassenerhalt perfekt machen konnten.

Da spielt es auch keine Rolle mehr, dass die Grimmaer am letzten Spieltag zum Zuschauen verdammt sind. Die Mannschaft von Trainer Steffen Ziffert kann ab sofort nicht mehr von den Nichtabstiegsplätzen verdrängt werden. „Unser Ziel war es, nach dem Spiel in Arnstadt gerettet zu sein“, erklärte der FC-Coach. „Dass dies jetzt bereits eine Woche früher eintrat, ist natürlich umso schöner. Kompliment an meine Mannschaft, die in den vergangenen Wochen hervorragend gearbeitet und sich dafür mit dem vorzeitigen Klassenerhalt belohnt hat.“

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Trotz allen Feierlichkeiten – eine Begegnung haben die Muldestädter noch zu bestreiten. Dafür geht die Reise am Wochenende zum SV 09 Arnstadt, der nach nur einer Oberliga-Spielzeit nun wieder bitteren Weg zurück in die Thüringenliga antreten muss. „Ziel ist es für uns natürlich, die Saison positiv abzuschließen. Der letzte Eindruck ist immer der Bleibende, daher wollen wir auch zum Abschluss in Arnstadt punkten“, so Ziffert.

Der Anstoß im Arnstädter Sportforum „Am Obertunk“ erfolgt am Sonntag um 14 Uhr. Auch wenn der SV 09 Arnstadt bereits seit Wochen als Absteiger in die Thüringenliga feststeht, zieht Trainer Martin Hauswald ein positives Fazit. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, in dieser Spielklasse mitzuwirken, diese Erfahrungen kann uns keiner mehr nehmen.“ Natürlich hätte er mit seinem Team als Aufsteiger gern die Klasse gehalten, doch hält mit den Gründen für den direkten Wiederabstieg nicht hinter dem Berg.

„Der Großteil der Mannschaft bleibt zusammen“

„Für viele Spieler war die Oberliga Neuland, sodass wir ein bisschen gebraucht haben, um uns in der neuen Spielklasse zurechtzufinden“, resümiert Hauswald. „In der Rückrunde haben wir uns deutlich stabilisiert, doch haben wir es leider nur allzu selten geschafft, diese positiven Eindrücke auch auf dem Punktekonto geltend zu machen. Letztlich haben wir uns zu wenig belohnt – die Ergebnisse fehlten halt.“

Dennoch ist der Arnstädter Coach begeistert, wie seine Truppe in den letzten Wochen aufgetreten ist – auch als der Abstieg eigentlich schon feststand. „Die Mannschaft besitzt einen tollen Charakter“, so Hauswald. „Sie lässt sich nicht hängen, trainiert fleißig und gibt bis zum Ende Gas. In Krieschow kommen wir nach einem 0:2-Rückstand zurück und spielen unentschieden, daheim gegen Erfurt machen wir ein richtig gutes Spiel, was wir nicht zwingend verlieren müssen. Das alles sind Indikatoren, die verdeutlichen, dass es in der Mannschaft absolut stimmt.“

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Dass sich die Thüringer mit einem Erfolgserlebnis in ihrem letzten Heimspiel verabschieden wollen, versteht sich von selbst. „Wir wollen die zuletzt gezeigten guten Leistungen am Sonntag natürlich gegen Grimma bestätigen“, gibt Hauswald das Ziel für das Wochenende klar vor. Ähnliches hat man auch am letzten Spieltag vor, wenn die Arnstädter bei der SG Union Sandersdorf vorstellig sind.

„Trotz des Oberliga-Abstiegs geht unser Projekt auch in der Thüringenliga weiter“, so Hauswald. „Der Großteil der Mannschaft bleibt zusammen, sodass ich mich freue, auch in der kommenden Saison an dieser spannenden Geschichte weiter teilhaben zu dürfen.“

„Ein positiver Abschluss wäre schon erstrebenswert“

Die Grimmaer haben ihrerseits harte, strapaziöse und nervenaufreibende Wochen hinter sich. Der Druck war immens. Jedes Wochenende waren die Muldestädter in der Pflicht, zählbares auf ihrem Punktekonto zu verbuchen. Mittlerweile sind die Ziffert-Schützlinge seit sieben Spielen in Folge ohne Niederlage (vier Siege, drei Unentschieden). Diese Serie war ausschlaggebend für den Klassenerhalt.

„Der Druck ist nun glücklicherweise weg. Daher fiel uns allen nach dem Spiel gegen Neugersdorf ein gewaltiger Stein vom Herzen“, blickt Trainer Steffen Ziffert auf das vergangene Wochenende zurück. Nichtsdestotrotz erwartet er von seinem Team, auch am Sonntag in Thüringen noch einmal alles abzurufen. „Arnstadt steht als Absteiger fest. Daher kann unser Gegner ebenfalls völlig befreit aufspielen.“

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Personell sieht es im Lager der Muldestädter weiter ganz gut aus. Ob man mit weiteren Punkten an die Mulde zurückkehren wird, liegt daher ganz alleine an der Truppe. „Ein positiver Abschluss wäre schon erstrebenswert“, so Ziffert. „Und dafür werden wir noch einmal 90 Minuten Gas geben.“

Von Tom Rietzschel

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