Fußball-Sachsenpokal

Leipziger Stadtderby bringt Emotionen hervor: „So zu verlieren, ist wirklich bitter“

Ben Keßler (r.) ist nach seinem Fehlschuss mit den Nerven am Ende – die Lok-Spieler feiern derweil den Derby-Sieg.

Ben Keßler (r.) ist nach seinem Fehlschuss mit den Nerven am Ende – die Lok-Spieler feiern derweil den Derby-Sieg.

Leipzig. Wie groß die Enttäuschung ist auf einer Skala von eins bis zehn beantwortete Chemies Dennis Mast mit der Höchstpunktzahl: "Zehn. Das ist doch logisch nach dem Spielverlauf!" Noch einen drauf setzte Teamkollege Florian Brügmann. "Elf", so die trockene Antwort des Rechtsverteidigers, die aber natürlich nachvollziehbar ist. Chemie hatte im Stadtderby gegen Lok Leipzig stark gespielt, noch stärker gekämpft, stand aber nach dem Elfmeterschießen mit leeren Händen da: "Was soll man nach so einem Spiel sagen – so zu verlieren ist wirklich bitter."

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Anders natürlich die Reaktionen im Lok-Lager. Auch die Blau-Gelben hatten ein großartiges Spiel und einen großartigen Kampf geliefert, aber eben das Glück auf ihrer Seite. Entsprechend erleichtert fielen die Einschätzungen der überglücklichen Spieler aus. Geburtstagskind Eric Voufack, der von der kompletten Kurve gefeiert wurde, machte sich mit seinem verwandelten Elfmeter selbst das beste Geschenk: „Ein Derby ist immer emotional, wir hatten heute super Fans im Rücken. Die haben uns den Glauben an den Sieg gegeben. Klar war es ein zähes Spiel aber jeder hat für Jeden heute gekämpft.“ Ähnlich sah es Torwart Isa Dogan, für den es eine besondere Premiere war. „Ich habe im Herrenbereich noch nie ein Elfmeterschießen auf dem Platz erlebt. Im Jugendbereich gab es ein paar – aber gewonnen habe ich davon nie eins. Dass es gerade heute geklappt hat, ist natürlich super“, so Dogan.

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„Geile Fußballatmosphäre“ bei Lok Leipzig gegen BSG Chemie

Die beiden Trainer lobten Spiel und Einsatzbereitschaft ihres Teams und die „geile Fußballatmosphäre“ (Miro Jagatic), aber stellten auch heraus, dass Elfmeterschießen „immer ein bisschen ein Glücksspiel“ (Almedin Civa) ist. Während Civa naturgemäß gut gelaunt auf den Ausgang dieses Glücksspiels schaute, haderte Jagatic etwas mit einigen vergebenen Möglichkeiten. „Auch wenn ich das jetzt vielleicht durch die Chemie-Brille sehe: In der Verlängerung wirkte Lok auch körperlich fertig. Da hätten wir vielleicht noch energischer draufgehen müssen“, so der Chemie-Coach, der sich schon auf das nächste Derby in drei Wochen freut: „Wir werden dort nicht hinfahren, um Heizdecken zu verkaufen, sondern wollen was mitnehmen.“

Von Georg Meyer und Rainer Kelch

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