Regionalliga Nordost

Lok Leipzig kassiert erste Saisonpleite: „Waren heute einfach nicht auf dem Platz“

Lok Leipzigs Luca Sirch konnte es nicht fassen.

Lok Leipzigs Luca Sirch konnte es nicht fassen.

Greifswald. Nach gutem Saisonstart hat der 1. FC Lokomotive Leipzig im hohen Norden beim ehrgeizigen und neu formierten Aufsteiger in Greifswald den ersten herben Dämpfer kassiert. 1:3 (1:3) hieß es am Sonntag nach 90 Minuten. Die Reisestrapazen konnte und wollte Coach Almedin Civa im Vorfeld der Partie nicht als Ausrede gelten lassen, bereits am Samstag war die Leipziger Entourage angereist und somit taufrisch. Leider sorgte der Gegner zusätzlich für eine unverhoffte kalte Dusche, stellte die Weichen frühzeitig auf Sieg und bescherte der Loksche eine unangenehme Rückreise.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Zum Personal: Eric Voufack und Sascha Pfeffer meldeten sich rechtzeitig fit und spielbereit. Maik Salewski und Zak-Paulo Piplica mussten die eingespielte Startelf zunächst verlassen. Ansonsten vertraute Civa dem personellen Grundgerüst, das für den sehr ansprechenden Saisonstart gesorgt hatte.

Bis dato torlose Gastgeber treffen früh

Dass der Greifswalder FC ein Aufsteiger mit hoher Qualität ist, war bereits früh ersichtlich. Die Mannen von Trainer Roland Kroos hatten bis dato noch kein einziges Tor erzielt und lediglich einen kargen Punkt auf der Habenseite. Doch die Spielanlage stimmte trotz ausbleibender Ergebnisse auch in den ersten drei Spielen. Den dabei angestauten Torhunger stillten die Hausherren dann am Sonntag vor einer erstaunlichen Kulisse von 2418 Zuschauern bereits sehr früh und ohne Vorwarnung. Nach einem Eckstoß ging die Leipziger Defensive nicht entschlossen genug zu Werke, Abu-Bakarr Kargbo versenkte den ersten Wirkungstreffer im Kasten von Isa Dogan.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der 1. FC Lok musste nun Steine klopfen, fand im Nachgang auch ganz ordentlich in das Spiel. Der Ausgleich durch Kapitän Pfeffer ließ nicht lange auf sich warten. In gewohnter Manier dribbelte der bärtige Freigeist in Minute zehn am Strafraumrand entlang und gewährte dem Greifswalder Keeper Matti Kamenz mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance.

Der Treffer hatte allerdings nicht den erhofften Effekt auf die Gäste, man agierte defensiv weiter zu fahrig und unkonzentriert. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung fand die Kugel den feinen Fuß von Tom Weilandt, der nicht lange zögerte und per Fernschuss ins linke untere Eck die erneute Führung erzielte. Ein Vorbote des sich nun anbahnenden Ungemachs. Nach nicht einmal 25 Minuten war die Partie beim Endstand von 3:1 aus Sicht der Hausherren angelangt. Erneut stand Kargbo nach einer Flanke goldrichtig und schnürte den Doppelpack.

Nächste Chance gegen den BFC

Die Loksche fand offensiv einfach nicht genügend Lösungen, wurde nur selten richtig gefährlich. In der zweiten Hälfte agierte man insgesamt zu ideenlos. Lasche Zweikampfführung und defensive Unzulänglichkeiten bestrafte Greifswald humorlos und fuhr verdientermaßen den ersten Saisonsieg ein.

Lesen Sie auch

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Mannen von Almedin Civa mussten so erstmals in der noch jungen Saison am bitteren Kelch des Misserfolgs nippen – geschmeckt haben wird es ihnen nicht. Nun ist Zeit, die richtigen Schlüsse aus der Partie zu ziehen. Die Chance zur Wiedergutmachung gibt es erst in 14 Tagen. Nach dem Sachsenpokal-Spiel bei Borea Dresden ist am 9. September der BFC Dynamo im Bruno-Plache-Stadion zu Gast. Die Aufgabe gegen den taumelnden Boxer aus Berlin wird allerdings sicher nicht einfacher.

Stimmen zum Spiel:

Almedin Civa (Trainer 1. FC Lok): "Wir waren heute einfach nicht auf dem Platz. Das war nicht das, was ich mir vorstelle. Offensiv waren wir teilweise anwesend, aber defensiv nicht, haben als Mannschaft schlecht verteidigt. Der Gegner hat es auch sehr gut gemacht und verdient gewonnen, von uns war es allerdings das schlechteste Spiel bisher."

Roland Kroos (Trainer Greifswald): "Riesen-Kompliment an die Mannschaft und mein Trainerteam! Wir haben schon gute Spiele gemacht bisher, aber einfach nicht gepunktet. Wie wir mit dem aufkommenden Druck umgegangen sind, ist bemerkenswert. Das war 90 Prozent von dem, wie wir uns das spielerisch vorstellen, und wir sind auf einem sehr guten Weg. Wenn wir so weitermachen, können wir noch viele Punkte holen."

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen