Tennis

LSC und TLZ: Zweimal Ostliga-Titelchancen für Leipziger Tennis-Cracks

Die LSC-Männer um Tim Wittig (l.) und Toni Pflug (2.v.l.) wollen nach dem Regionalliga-Aufstieg nun auch den Ostliga-Titel holen

Die LSC-Männer um Tim Wittig (l.) und Toni Pflug (2.v.l.) wollen nach dem Regionalliga-Aufstieg nun auch den Ostliga-Titel holen

Leipzig. Wenn er könnte, würde sich Tim Wittig am Sonntag gern klonen, um nichts zu verpassen. Der Tennisspieler „TW“ möchte ab 11 Uhr mit dem Leipziger SC 1901 im Heim-Endspiel gegen Berlin-Friedrichshagen den Ostliga-Titel der Altersklasse 30 erringen. Als Vizepräsident des TLZ Espenhain möchte „TW“ zur gleichen Zeit live dabei sein, wenn seine Jungs in Eisenach gegen den ebenfalls verlustpunktfreien Kontrahenten aus Ruhla die Weichen in Richtung Ostliga-Gold und Regionalliga-Aufstieg bei den Aktiven stellen.

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„Die ganze Woche über bin ich der Ansprechpartner vornehmlich für unsere ausländischen Jungs beim TLZ. Ich halte mit ihnen Kontakt, während sie auf der ITF-Tour um Weltranglistenpunkte spielen, wir klären, wie und ob sie pünktlich zum Punktspiel anreisen können. Am Wochenende fragen die natürlich, wo ich stecke“, sagt der 30-Jährige, der sich am Ende für die aktive Variante des Lebens entscheidet und beim LSC aufschlagen wird. Seine Espenhainer kommen in Thüringen auch ohne den jungen Arzt zurecht – und haben Verständnis für den aktiven Tennisspieler Tim Wittig.

Im TLZ Espenhain steckt Sachsen drin

Der sagt über das auch im Ligabetrieb aufstrebende Tennisleistungszentrum vor den Toren der Stadt: „Wir versuchen, dass in jedem Match vier Leipziger auf dem Platz stehen und zwei Gaststarter.“ Im TLZ Espenhain steckt also viel mehr Sachsen drin, als die Meldeliste vermuten lässt. Denn wenn der Weißrusse Aliaksandr Bulitski oder der noch immer spielstarke Trainer Jonas Trinker aus Österreich auf dem Platz stehen, handelt es sich ebenso um Leipziger wie bei Tristan Nitschke oder Marius Zweigart. Hinzu kommen dann zwei Gastspieler aus Lettland, Italien oder Polen. „Wir wollen kein Kunstprodukt sein“, unterstreicht Tim Wittig. Es gibt Vereine, die allein sechs Gastspieler in die Liga schicken. Und die schnell mal wieder verschwinden, wenn das Wohl und Wehe von einem Mäzen abhängt.

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Derweil hat der LSC einen Schönheitsfehler aus dem vergangenen Jahr schon korrigiert, als die Schleußiger das entscheidende Doppel gegen Dresden-Mitte nicht gewannen und den Aufstieg mit dem knappsten aller Ergebnisse (4:5) verpassten. Nun sind sie bereits vor dem Endspiel aufgestiegen, weil sie in der zweigleisigen Ostliga „nur“ bestes Team aus Sachsen und Thüringen werden mussten. „Das nimmt uns den Druck für Sonntag. Trotzdem ist klar: Jetzt wollen wir auch den Titel. Dass wir im Finale ein Heimspiel zugelost bekamen, ist umso schöner“, sagt Kapitän Toni Pflug, der in den nächsten Tagen in den Klub der jungen LSC-Väter aufrücken wird.

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Alle hoffen, das Baby möge sich noch bis Sonntagabend Zeit lassen. Wahrscheinlich können die Männer von der Pistorisstraße in Bestbesetzung antreten, wenngleich sich der lädierte Rücken von Tore Waldhausen bei den Sachsenmeisterschaften wieder mal schmerzhaft meldete. Doch für ein Einzel am Sonntag sollte es reichen. Aufgrund ihrer durchweg klaren 9:0- und 8:1-Siege geht die verschworene LSC-Truppe, die ohne Gaststarter auskommt, als Favorit ins Endspiel. „Diesmal wird es garantiert schwerer. Wir freuen uns auf Sonntag und haben die Werbetrommel gerührt, damit möglichst viele Zuschauer kommen“, sagt Toni Pflug.

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