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Fußball

Marathon am grünen Tisch: Kreisoberliga-Finale mit Problemen

Der Macherner Rene Bernhardt (am Ball) setzt sich gegen Sandy Schädlich durch.

Der Macherner Rene Bernhardt (am Ball) setzt sich gegen Sandy Schädlich durch.

Döbeln. Es hat also doch nicht geklappt mit dem vollen Programms am letzten Spieltag der Fußball-Kreisoberligasaison 2021/2022, auch wenn zwei weitere Begegnungen wegen personeller Schwierigkeiten abgesagt wurden. Staffelleiter Jens Bretschneider zählt gerade nach, wie viele es im abgelaufenen Spieljahr insgesamt eigentlich gewesen sind und die Herren vom Sportgericht kommen gar nicht mehr weg von ihrem grünen Tisch.

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Zum Serienabschluss verpasste der in dieser Beziehung bis dato verhaltensunauffällige Döbelner SC die ausgiebige Frühsommertour in die schöne Elster-Region zum TuS Pegau, zudem musste der seit etlichen Wochen mit heftigen Kader-Problemen ringende SV Klinga-Ammelshain das Nachbarschafts-Duell gegen den SV Naunhof sausen lassen und vermasselte damit dem Lokalrivalen die Generalprobe für das Pokalfinale am Samstag in Groitzsch.

Kaum Derby-Flair bei Ostrau gegen Hartha

Der dortige Kontrahent wird Meister und Landesklasse-Aufsteiger BSV Einheit Frohburg sein, an dem der Kelch einer Spielabsage diesmal vorüberging. Chemie Böhlen zeigte Charakter und machte dem Champion ungeachtet der roten Laterne sowie dem drohendem Ausstieg aus dem Spielbetrieb seine Aufwartung. Selbst mit dem alles andere als überraschenden 6:0-Endergebnis war lange Zeit nicht unbedingt zu rechnen, deutlich wurde es nämlich erst ab Mitte der zweiten Halbzeit. Die beiden Doppelpacker Matthias Wiese und Toni Frank sowie die beiden längst erwachsen gewordenen Youngster Domenic Zein und Domenik Kuhnitzsch machten in einer wohltuend fairen Partie das halbe Dutzend perfekt. Immerhin 172 Zuschauer ließen es sich nicht nehmen, trotz der brütenden Hitze ins Werner-Seelenbinder-Stadion zu pilgern.

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Abschied von der Kreisoberliga nahm am Samstag ebenfalls der SV Blau-Weiß Deutzen, der in der kommenden Saison (un)freiwillig eine Etage tiefer an den Start geht. Die sich anbahnende Spielgemeinschaft mit Neukieritzsch schließt aufgrund der Regularien ein weiteres Mitmischen in der 8. Leistungsklasse von vornherein aus. Der beim SV Tresenwald Machern mit lediglich elf Kickern angereiste „Absteiger“ hielt ordentlich dagegen und besaß durchaus einige verheißungsvolle Möglichkeiten, der erste Auswärtssieg war dennoch Utopie. Zumal man nach der gelb-roten Karte für Lars Heine fast eine halbe Stunde in Unterzahl bestreiten musste. Die Einheimischen nutzten ihre Chancen erheblich besser und schossen einen 3:0-Erfolg heraus. Vor ein paar mehr Besuchern als im Sportpark üblich trugen sich Marcel Menzel, Thomas Pfütze und Torsten Mikusch in die Liste der Schützen ein.

So richtige Derby-Stimmung kam beim Aufeinandertreffen des SV Ostrau mit dem BC Hartha nicht auf, das Wetter und der gelutschte Drops waren daran nicht unschuldig. Hüben wie drüben fehlten mehrere Stammkräfte, der Sachsenring lockte, die Urlaubszeit hat begonnen, da kam vieles zusammen, beim SVO hatte deshalb sogar Trainer Mathias Donath das Trikot mit auf die Bank genommen. Der 1:0-Sieg der Gäste, in deren Reihen Kapitän Christian Arnold den Platz verletzungsbedingt früh verlassen musste, war hinten heraus nicht ganz unverdient. In einem fairen Match ohne Karten tastete sich der BC allmählich an den goldenen Treffer heran, spät fiel er. Kevin Moratzky tanzte SVO-Keeper Tino Gastberg aus und schob das Leder ins Netz, nachdem der eingewechselte Tobias Reim die Kugel in die gewünschte Richtung geköpft und Felix Rupf das Streitobjekt in die gefährliche Zone befördert hatte.

Kaulich schnappt sich Platz eins im Ranking

Und war war sonst noch so los in der abgespeckten 21. Runde? Der Roßweiner SV riss sich beim SV Blau-Weiß Bennewitz in einem emotional geführten Duell (Sorte offener Schlagabtausch) ein 4:3 und damit die Silbermedaille unter den Nagel. Dabei war Goalgetter Martin Schwibs leer ausgegangen.

Warum das erwähnenswert ist? Ganz einfach, weil die Torjägerkanone dadurch auf den allerletzten Drücker nach Parthenstein wanderte. Steven Kaulich steuerte vier Treffer zum 7:1 seines TSV Großsteinberg beim Nachbarn SC Partheland bei und schnappte dem mehrmaligen Landesklasse-Schützenkönig die Krone vor der Nase weg.

Beinahe auf den letzten Pfiff büßte der VfB Leisnig eine Abschlussplatzierung in der oberen Hälfte des Klassements ein, das 2:2 gegen den TSV Burkartshain nach zweimaligem Vorsprung reichte dafür nicht aus.

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Von Heiko Henschel

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