Emotionale Sportler-Ehrung

Martin Schulz: Erster Para-Athlet erhält Sachsens Sportkrone

Triathlet Martin Schulz (r.) und Judoka Lennart Slamberger wurden für ihre Erfolge im Jahr 2021 geehrt.

Triathlet Martin Schulz (r.) und Judoka Lennart Slamberger wurden für ihre Erfolge im Jahr 2021 geehrt.

Leipzig. Die Überraschung ist gelungen. Martin Schulz war sich zwar dessen bewusst, dass die letzte Ehrung fürs Sportjahr 2021 noch aussteht – die sächsische Sportkrone für den Athleten des Jahres im Freistaat. Doch am Freitag beim Sommerfest des Olympiastützpunktes (OSP) hatte der zweifache Paralympicssieger im Triathlon absolut nicht mit diesem Titel gerechnet. Landessportbund-Vize Klaus Mau überraschte den 32-Jährigen tatsächlich mit der Trophäe aus Meissner Porzellan.

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Zuletzt war immer wieder spekuliert worden, ob Bob-Star Francesco Friedrich womöglich den Doppelsieg schafft. Denn der Pirnaer war erstmals sowohl im Einzel als auch mit seinem Team nominiert. Doch mit Martin Schulz setzte sich bei der Umfrage unter Journalisten und Sportfans letztlich tatsächlich der erfolgreichste Einzelsportler des Vorjahres durch. „Für mich ist der Sieg noch eine zusätzliche Motivation, in zwei Jahren in Paris das Triple anzugehen. Dann ist Olympia hoffentlich wieder so stimmungsvoll wie vor Corona“, sagt der in Oschatz geborene DHfK-Triathlet, der in diesem Herbst mit dem Weltcup in der Türkei und der WM in Abu Dhabi noch zwei Höhepunkte vor Augen hat.

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Martin Schulz ist übrigens der erste paralympische Athlet, der in Sachsen zum Sportler des Jahres gewählt wurde. Bei den Frauen hatte dies 1996 die viel zu früh verstorbene Leipziger Paraschwimmerin Kay Espenhayn geschafft. In diesem Jahr setzte sich bei den Frauen Rodlerin Julia Taubitz durch.

„Sag mir, wie soll das gehen?“

Eine Kategorie neben den Männern war bis Freitag auch noch offen: Auch der Sieg bei den Nachwuchssportlern ging nach Leipzig: Lennart Slamberger vom Judoclub wurde noch einmal für seine überraschende Silbermedaille bei den U21-Weltmeisterschaften des Vorjahres geehrt. Auch dem 21-Jährigen gibt die Sportkrone zusätzlichen Rückenwind für die nächsten Aufgaben. Denn in genau zwei Wochen startet der Halbleichtgewichtler in Taschkent erstmals bei den Weltmeisterschaften der Elite. Da das WM-Camp am Samstag in Kienbaum beginnt, passte es zeitlich perfekt mit der Ehrung.

Der spätere Abend stand im Zeichen eines großen Abschiedes. Annekatrin Thiele, Olympiasiegerin und viermalige Olympiateilnehmerin, wurde von Stadt, Verein und OSP offiziell in den Ruder-Ruhestand geschickt. Ein Andreas-Gabalier-Song („Hulapalu“) wurde auf AKT umgedichtet. Darin heißt es zu Recht: „DHfK ohne Anne kann ich nicht sehen. Sag mir, wie soll das gehen?“

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