Triathlon

Martin Schulz trotzt Kälte: SC-DHfK-Athlet zum zehnten Mal Europameister

Der Leipziger Martin Schulz errang am Samstag im polnischen Olsztyn seinen schon zehnten Europameistertitel im Paratriathlon.

Der Leipziger Martin Schulz errang am Samstag im polnischen Olsztyn seinen schon zehnten Europameistertitel im Paratriathlon.

Olsztyn. Eine Triathlon-EM Ende Mai in Polen – da kann das Wasser schon mal 15 Grad "warm" sein und sich die Luft nach Schauern auf 7 Grad abkühlen. Genauso war's am Samstagmorgen kurz nach 8 Uhr in Olsztyn, als Martin Schulz vom SC DHfK Leipzig bereit war für seinen zehnten Paratriathlon-Europameistertitel. Trotz der Möglichkeit des wärmenden Neoprenanzugs verzichteten die Organisatoren für die Para-Startklassen aufs Schwimmen und setzten kurzerhand einen Duathlon an. Dies hinderte den Leipziger nicht daran, erneut eine Top-Leistung abzuliefern. Nach 2,5 km Laufen, 14 km auf dem Rad und einem weiteren 5-km-Lauf errang der 32-Jährige mit einer Minute Vorsprung tatsächlich seinen zehnten EM-Titel.

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Neun Monate nach seinem Hitze-Triumph bei den Paralympics in Tokio zeigte Martin Schulz, dass er auch käteressistent ist. "Das war natürlich ohne Schwimmen ein ganz anderer Wettkampf", sagte der gebürtige Oschatzer , der die Entscheidung der Jury auch als guter Schwimmer begrüßte: "Die Hände und Füße sind hier beim Schwimmen permanent eingefroren – da hilft auch kein Neopren."

„Da hilft auch kein Neopren“

Martin Schulz zeigte auch ohne den Auftat im kühlen Nass seine Vielseitigkeit. Er war weder der schnellste Läufer noch der schnellste Radsportler des Tages, lieferte aber in allen drei Teildisziplinen eine Spitzenzeit und konnte somit am Ende einen deutlichen Vorsprung herauslaufen. Die beiden Briten hinter ihm – der am Fuß gehandicapte George Peasgood hatte den am Arm gehandicapten Sachsen schon in Tokio stark gefordert – waren jeweils nur im Laufen oder Radfahren absolute Spitze.

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Martin Schulz fand, dass die Zeit nach seinem Paralympics-Triumph und dem neunten EM-Gold kurz darauf im September wie im Flug vergangen ist. "Ich hatte aber kein mentales Tief und konnte mich gleich wieder motivieren. Vor allem der vierte Platz der WM im November war für mich Ansporn, wieder Gas zu geben." Drei Trainingslager absolvierte der Leipziger in diesem Jahr, nach dem Höhentraining in Italien ging es noch zwei Mal nach Mallorca. "Zuletzt hatte ich eine Laufform wie noch nie in meinem Leben. Das hat sich nun in Polen ausgezahlt."

In den kommenden Wochen stehen neben Weltcups auch seine ersten beiden Triathlon-Mitteldistanzen unter anderem in Dresden an – dies werden ganz neue Herausforderungen für Martin Schulz. Zunächst freut er sich gemeinsam mit seiner Freundin aufs Elton-John-Konzert am Sonntag in Leipzig, nachdem beide schon vor einer Woche bei Rammstein live dabei sein durften.

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