Motorsport

Mit Dresdner Paul auf Podium: IDM-Saison 2022 auf der Zielgeraden angekommen

Bei der Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Sachsenring gelang Maximilian Paul der Sprung auf das Siegerpodest. Unser Foto zeigt ihn rechts auf Platz drei mit Marco Mapelli.

Bei der Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Sachsenring gelang Maximilian Paul der Sprung auf das Siegerpodest. Unser Foto zeigt ihn rechts auf Platz drei mit Marco Mapelli.

Hohenstein-Ernstthal. Noch bevor das Wochenende für den Dresdner Maximilian Paul auf seiner Heimstrecke begann, feierte der 22-Jährige bereits seinen ersten Erfolg im ADAC GT Masters. Allerdings nicht auf dem Sachsenring, sondern in der Kartarena in Mülsen. Paul hielt am Abend bei einem Indoor-Rennen im E-Kart seine ADAC GT Masters-Mitstreiter Mick Wishofer (Emil Frey Racing) und Jan Marschalkowski auf Trab, fuhr die schnellste Rundenzeit und gewann klar.

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Einen Tag später wurde es für Paul und seinen Fahrerkollegen im ersten Training ernst. Dort überzeugte das Fahrerduo und holte sich im ersten Qualifying den elften Startplatz. Im ersten Rennen wurden Maximilian Paul und der italienischen Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli allerdings nur als 19. gewertet.

Bedeutend besser lief es am Folgetag. Im zweiten Zeittraining kamen die beiden Lamborghini-Piloten zunächst als Fünftschnellste ins Ziel. Als jedoch Polesetter Jules Gounon im ZVO-Mercedes nach einer Entnahme der Spritprobe disqualifiziert wurde und so auf den letzten Startplatz musste, rutschte das Paul-Motorsport-Duo eine Startposition nach vorn.

Platz vier bildete damit eine gute Ausgangsposition für das zweite Rennen. Dort erbten Maximilian Paul und Marco Mapelli letztlich den dritten Platz in der Gesamtwertung. Mapelli war zunächst am Start bereits bis auf Rang drei vorgedrungen und schob sich, durch Reifenprobleme bei Christopher Mies, mit dem Lamborghini Huracan GT3 EVO schnell auf Platz zwei vor.

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Paul verlor anschließend Positionen an Owega, Dienst und Marciello. Dennoch gelang dem Dresdner Privatteam am Ende der erneute Podiumserfolg. Über den Sieg durften sich indes Marvin Dienst und Jan Marschalkowski (Mercedes-AMG Team ZVO) freuen, welche vor Raffaele Marciello und Daniel Juncadella (Mannfilter Team Landgraf) ins Ziel kamen.

Marciello sorgte am Wochenende auch für einen neuen inoffiziellen Rundenrekord auf dem Sachsenring. Der Schweizer war mit 1:17,878 Minuten im Zeitentraining auf vier Rädern schneller unterwegs als vergleichsweise Francesco Bagnaia auf seiner Ducati beim Motorrad Grand Prix Deutschland im Juni diesen Jahres.

Motorrad-Drama auf dem Hockenheimring

Für das Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf dem Hockenheimring hatten sich so einige Starter noch einmal viel vorgenommen. Aber es waren gerade einmal wenige Trainingsrunden absolviert, als sich in der Superbike-Klasse ein schwerer Unfall ereignete, bei dem BMW-Pilot Leon Langstädtler ums Leben kam und Gastfahrer Daniel Kirchhoff schwer verletzt wurde. Damit stand für den restlichen Freitag alles still.

Da mit BMW-Pilot Markus Reiterberger nach dessen Doppelsieg in Assen der Deutsche Meister 2022 schon vorzeitig feststand und auch Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing) ein dickes Punktepolster als Zweiter vorweisen konnte, waren am Samstag alle Augen auf das niederländische Duell zwischen Rob Hartog (Team SWPN) und Pepijn Bijsterbosch (BCC-alpha-Van Zon-BMW) gerichtet.

Der erste Lauf wurde zum Sprint der Extraklasse. Reiterberger erwischte einen perfekten Start und feierte seinen vorzeitigen Meisterschaftsgewinn mit einem weiteren Sieg. Polesetter Florian Alt, der den vierfachen Meister unbedingt noch einmal besiegen wollte, war hingegen weniger gut weggekommen. Alt passte sich an die schwierigen Streckenbedingungen an und lieferte sich mit Kamil Krzemien ein enges Duell. Doch mehr als Platz fünf war nicht drin. Auch für Hartog ging es zurück bis auf sieben.

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Der zweite Platz wurde hingegen von einem GERT56-Fahrer einkassiert. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Julian Puffe und Toni Finsterbusch sowie dem coronabedingten Wegfall von Stefan Kerschbaumer konnten die Sachsen kurzfristig Dominik Vincon verpflichten. Der Langstrecken-Pilot bescherte dem Team einen weiteren Podestplatz.

Auch Alt erfüllte sich seinen großen Wunsch und besiegte Reiterberger im allerletzten Lauf mit 1,111 Sekunden Vorsprung. Markus Reiterberger wurde Zweiter vor Luca Grünwald. Yamaha-Fahrer Rob Hartog (Team SWPN) erbte letztlich den dritten Platz in der Endwertung.

In der IDM Supersport hatte Max Enderlein (M32 Racing) aus Hohenstein-Ernstthal seinen Meistertitel bereits sicher. Die Entscheidung um den Vize und den Gesamt-Dritten war aber noch offen. Drei Supersport-Piloten standen hier zur Debatte, wovon einer – Andreas Kofler (Kawasaki Schnock Team Motorex) – sich nach seinem Ausfall im ersten Rennen selbst ins Abseits manövrierte.

Dafür rutschte Melvin van der Voort (Team SWPN) mit seinem Sieg im ersten Rennen plötzlich in die Favoritenrolle. Der junge Niederländer jagte auch im zweiten Rennen einem weiteren Sieg entgegen. Mitstreiter Luca de Vleeschauwer kam am Sonntag zweimal zu Fall und servierte damit van der Voort den Vizetitel praktisch auf dem Silbertablett. Der Niederländer wurde mit 15 Punkten Vorsprung Vizemeister. Max Enderlein hielt sich zurück und genoss seinen letzten Auftritt in der IDM Supersport 600.

In der IDM Supersport 300 hielt die Spannung ebenfalls bis zum Schluss. Zwar ging Dirk Geiger als klarer Sieger hervor, allerdings entwickelte sich von der ersten Kurve an ein harter Kampf zwischen Kawasaki und KTM. Die drei Freudenberg Racing-Piloten Leo Rammerstorfer, Walid Khan und Scott Deroue aus Bischofswerda setzten die Spitze unter Druck und schoben sich abwechselnd zwischen Geiger und Siebdrath, der Zweiter wurde.

Das zweite Rennen war eine Nervenschlacht, bei dem sich Siebdrath mit einem zweiten Platz den IDM-Titel sicherte. Der Sieg ging an Walid Khan. Teamkollege Rammerstorfer wurde hinter Geiger Vierter. Rammerstorfer verlässt im nächsten Jahr die IDM. Der junge Österreicher hat sich für 2023 einen der begehrten Plätze im Red Bull Rookies Cup ergattert.

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In der Seitenwagen-Klasse steht erst nach dem Sidecar Festival in Oschersleben am 1./2. Oktober der Deutsche Meister fest. Dann wird sich zeigen, ob der mehrfache Champion Tim Reeves und sein Beifahrer Kevin Rousseau den Rückstand von elf Punkten auf Josef Sattler und Luca Schmidt noch aufholen können.

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