Handball – Thüringenliga

Mit Einsatz und Hingabe: LSV Ziegelheim bietet Spitzenreiter lange Paroli

Gute Aktion: Lukas Zverina vom LSV Ziegelheim im Spiel gegen Sonneberg.

Gute Aktion: Lukas Zverina vom LSV Ziegelheim im Spiel gegen Sonneberg.

Ziegelheim. Zum letzten Heimspiel des Kalenderjahres 2002 empfing der LSV Ziegelheim am Samstagabend den MHV-Absteiger und ungeschlagenen Spitzenreiter aus Sonneberg in der Wieratalhalle. Nach einem nervösen Beginn kam der LSV immer besser in die Partie und konnte dem Tabellenführer alles abverlangen. Erst am Ende ging die Partie dann doch in die geregelten Bahnen und die Spielzeugstädter konnten ihren achten Saisonsieg einfahren.

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Große Aufruhr gab’s im Ziegelheimer Lager bereits vor der Partie. Denn neben dem seit einigen Wochen verletzten David Püschel meldete sich am Spieltag selbst noch Elias Schwarzenberg krankheitsbedingt und kurzfristig mit Alexander Rink auch der dritte Torhüter ab. Letzterer schaffte es dann doch noch mit Anpfiff in die Halle. Was also tun? Einer, der sonst als Co-Trainer auf der Bank sitzt, stand also vor seinem Comeback. Urgestein Torsten Urwank zog sich noch einmal das Trikot mit der Rückennummer eins über und sorgte gleichzeitig wohl für ein Novum in der Thüringenliga. Denn erstmals lief mit ihm und Max Harles ein Vater-Sohn-Gespann auf. Außerdem nahm auf der Bank noch Constatin Prautsch aus der zweiten Mannschaft Platz.

Torsten Urwank steht nach langer Zeit wieder im Ziegelheimer Tor.

Torsten Urwank steht nach langer Zeit wieder im Ziegelheimer Tor.

LSV-Trainer Patrick Jahn meinte zum Spiel: „Vor uns lag das einfachste Spiel der Saison. Wir haben von der ersten bis zur letzten Sekunde mit vollem Einsatz und totaler Hingabe gespielt. Ich bin voll zufrieden damit, was meine Jungs abgeliefert haben. Wir standen in der Abwehr so gut wie noch nie dieser Saison und der schönste Moment im ganzen Spiel war sicherlich, als Torsten Urwank einen Konterpass auf seinen Sohn warf und dieser ihn auch vollendete. Da hatte, glaube ich, die ganze Halle Gänsehaut. Trotz der Niederlage haben wir für die nächsten beiden schweren Wochen Selbstvertrauen getankt.“

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Da hatte die ganze Halle Gänsehaut“

Gleich zu Beginn der Partie konnte man Böses ahnen, denn nach nicht einmal drei Minuten führten die Gäste bereits 0:3. Erst Collin Köblitz rüttelte mit seinen Treffern seine Mannschaft wach, und als dann noch Torsten Urwank seinen Sohn auf die Reise schickte und dieser auch traf, hatte auch die Wieratalhalle Betriebstemperatur. Die Ziegelheimer kamen jetzt immer besser in die Partie und waren meist nur mit zwei Treffern im Hintertreffen. Nach einer reichlichen Viertelstunde traf Collin Köblitz gar zum 9:10 Anschlusstreffer. Er war es vor allem, der die Sonneberger Hintermannschaft immer wieder vor Probleme stellte. Jetzt war es eine spannende Partie, welche wohl keiner so wirklich erwartet hatte. Als das andere Ziegelheimer Urgestein, Steffen Moritz, fünf Minuten vor der Pause zum 13:14 Anschlusstreffer traf, hatte Torsten Urwank seinen Kasten bereits für Alexander Rink geräumt und eine gute Leistung gezeigt. Bis zur Pause zeigten dann aber noch mal die Gäste, wer der Favorit in dieser Partie war und konnten sich mit einem Vier-Tore-Lauf auf 13:18 absetzen.

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Nach dem Seitenwechsel konnten die Ziegelheimer den Rückstand zunächst konstant halten. Ronny Wunderlich zeigte sich wieder eiskalt vom Strafwurfpunkt und auch Lukas Zverina und Max Harles trugen mit ihren Treffern dazu bei. Eine Viertelstunde vor dem Ende verkürzte erneut Ronny Wunderlich mit einem Doppelpack vom Strafwurfpunkt auf 22:26. Sollte da vielleicht doch noch etwas gehen für die Hausherren? Doch die gesamte Partie hatte für die Ziegelheimer enorme Kraft gekostet und die Sonneberger spielten das Spiel bis zum Ende locker runter und hatten beim Endstand von 26:36 wohl mehr Mühe mit dem LSV gehabt, als ihnen lieb war. Erhobenen Hauptes konnten die Ziegelheimer die Platte verlassen, hatten sie doch dem großen Favoriten fast über 60 Minuten Paroli geboten.

Mit zwei Auswärtsspielen in der nächsten Woche in Mühlhausen und in 14 Tagen in Weimar endet dann das Handballjahr für den LSV.

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LSV:Urwank, Rink, Prautsch; Harles 4, Zverina 2, Köblitz 6, Moritz 1, Fritsche, Winter, Wunderlich 10/6, J. Krause, M. Krause, Biedermann 3.

Von Nico Stötzner

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