Turnen

Mit Gummibärchen im Gepäck: Trainer von Blau-Gelb Bad Düben reisen nach Namibia

Bis heute stehen die Bad Dübener Turnerinnen mit ihren namibischen Turnfreundinnen via WhatsApp in Verbindung.

Bis heute stehen die Bad Dübener Turnerinnen mit ihren namibischen Turnfreundinnen via WhatsApp in Verbindung.

Bad Düben. In den Vereinsräumlichkeiten des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben wird schon wieder sortiert und gesichtet. Gymnastikanzüge, Magnesia, Riemchen, T-Shirts, Schweißbänder und Haribo-Gummibärchen. Ja, richtig gelesen. Gummibärchen! Denn dort, wo die Gummibärchen und die anderen Spenden hin sollen, sind sie bei den Kindern und Jugendlichen eine echte Rarität, die sie sich nicht leisten können. Für neun Tage geht es Mitte Oktober für fünf Trainer zum Gymnastik-Club nach Swakopmund in Namibia.

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Gummibärchen und Schweißbänder

Bereits im Februar war eine fünfköpfige Delegation mit Trainern und Turnerinnen aus Bad Düben an der ostafrikanischen Küste und hatte jede Menge Spenden im Gepäck. „Wir haben damals nicht alles wegbekommen. Deswegen diese zweite Reise, die von allen privat finanziert wird. Beim ersten Besuch hatten sich die Kinder Gummibärchen und Schweißbänder aus Deutschland gewünscht. Den Wunsch wollen wir ihnen jetzt gerne auch mit erfüllen. Dazu haben wir alle unsere Turnerinnen und Turner aufgerufen, Schweißbänder und Gummibärchen zu spendieren. Das Feedback war riesengroß. Jetzt gehen diese Spenden nach Afrika“, sagte Wencke Stein vom TV90-Vorstand.

Wie kommen die Bad Dübener eigentlich zu Swakopmund? Die kurstädter Geräteakrobaten wurden durch den ehemaligen DDR-Nationalturner Bernd Jäger auf den afrikanischen Turnverein aufmerksam. Jäger half 2019 vier Wochen in Swakopmund als Trainer aus und berichtete anschließend auf www.gymmedia.de über seine Erlebnisse. Der mehrmalige DDR-Meister im Turnen und Erfinder des Jägersaltos berichtete unter anderem, dass die Sportler dort kaum in Besitz von korrekter Turnkleidung sind. Außerdem fehle es an allem möglichen. "Das haben wir gelesen und entschieden zu helfen. Es ist unser erstes Hilfsprojekt dieser Art", so Stein weiter. Schnell kamen Spenden zusammen. Der Sächsische Turn-Verband spendierte eine Kiste Magnesia, Andre Kniesche vom Bad Dübener Rewe-Supermarkt rief seine Kunden auf, den Flaschenpfand für das Projekt zu spendieren und Albrecht Reichel von Reichelriemchen stellte 30 Paar Riemchen für das Reck- und Stufenbarrenturnen zur Verfügung. Außerdem kamen viele Sach- und Geldspenden beim Turnverein an.

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„Bad Dübener haben uns bisher sehr geholfen“

Jetzt freuen sich die Blau-Gelben auf ein Wiedersehen in Namibia. Neben täglichen Turnhallebesuchen soll es auch einen Einblick in Land und Leute geben. So sind verschiedene Ausflüge in die Dünen und Naturreservate geplant.

In Namibia freut man sich derweil auf das erneute Kommen. „Wir freuen uns, dass wir uns endlich wiedersehen können. Die Bad Dübener haben uns bisher sehr geholfen. Bei ihrem ersten Besuch hatte sie so viele Spenden dabei. Zudem hatten sie im Vorfeld ein großes Ringegerüst im Container zu uns geschickt“, sagt Dione Dichtl vom Gymnastic-Club Swakopmund.

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