3. Volleyball-Liga

Motto der L.E. Volleys: Mit Familiengefühl zurück in Liga zwei

Antoni Despotovic im Angriff für die L.E. Volleys – sein Vater Darko spielte einst für die Leipziger.

Antoni Despotovic im Angriff für die L.E. Volleys – sein Vater Darko spielte einst für die Leipziger.

Leipzig. Für ganz oben reicht es aktuell noch nicht bei den L.E. Volleys. Die Blau-Weißen unterlagen am Sonntag im zweiten Teil des Doppelspieltags dem Tabellenführer VC Eltmann in eigener Halle 0:3 (22:25, 14:25, 14:25). Mit einer Partie weniger als der Spitzenreiter rangieren die Jungs von Trainer Jan Pretscheck weiter auf Rang zwei, nun mit sechs Punkten Rückstand.

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„Yannick ist wirklich sehr fleißig“

Dennoch macht der bisherige Saisonverlauf den Leipzigern Mut, dass es nach dem Abstieg aus der 2. Liga direkt mit dem Wiederaufstieg klappen könnte. Vor dem Eltmann-Match waren die Volleys trotz eines XXL-Umbruchs nämlich maximal erfolgreich und hatten ihre ersten vier Saisonspiele ohne Punktverlust gewonnen – darunter auch den ersten Teil des Doppelspieltags am Sonnabend gegen DJK München souverän 3:0 (25:14, 27:25, 25:16).

Der Erfolg ist umso höher einzuordnen, weil die Leipziger neben ihren Langzeitverletzten in der vergangenen Woche auch noch mehrere Corona-Fälle hätten. Dazu gehörte auch Pretscheck, der am Doppelspieltag von Teammanager Axel Roscher an der Seitenlinie vertreten wurde. Man hätte die beiden Partien auch gerne verlegt, erklärte Roscher, doch es waren letztlich nicht genug Corona-Ausfälle und die restlichen Verletzten zählen dabei nicht. Unter diesen Umständen machte es die Rumpftruppe zumindest gegen München richtig gut und wurde hinterher auch entsprechend von den rund 200 Zuschauern in der Brüderhalle abgefeiert.

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Die Stimmung ist auch deswegen so gut bei den Volleys, weil sich derzeit wieder ein größeres Gemeinschaftsgefühl im Verein eingestellt. Das hängt besonders damit zusammen, dass Roscher und Pretscheck bei der Kaderzusammenstellung im Sommer darauf achteten, ehemalige Spieler mit einzubinden. Diese sollen sich zum Einen wieder rund um den Klub engagieren, etwa bei der Organisation von Events. Und zum Anderen sollen sie in Form der nächsten Generation aktiv am Projekt Wiederaufstieg mitarbeiten. Und so stehen mit Yannick Siebeck, Antoni Despotovic und Derik Freese gleich zwei Söhne und ein Bruder ehemaliger Volleys-Größen im aktuellen Kader.

Am stärksten von ihnen habe bisher Siebeck performt, so Roscher, auch weil Despotovic derzeit wegen seiner Ausbildung in Chemnitz nicht regelmäßig zum Training kommen kann. „Yannick ist wirklich sehr fleißig und hat sein Umfeld nun komplett auf leistungsorientierten Volleyball eingestellt“, lobt der Teammanager.

„Wir haben eine geile Truppe“

Tatsächlich hat der Sohn von Mark Siebeck, der bis 2002 beim VV Leipzig aktiv und 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking schmetterte, erst vor fünf Jahren mit dem Volleyball angefangen - auch wenn er natürlich mit Papa schon vorher das ein oder andere Mal gepritscht und gebaggert hat. Über die Nachwuchsteams der Volleys stieg der 19-Jährige in diesem Sommer zur ersten Mannschaft auf.

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Dort läuft es für den 2,02-Meter-Mann. „Wir haben eine geile Truppe, in der jeder Bock hat zu zocken“, erklärt Siebeck den Erfolg. Der Vater hält sich derweil mit Kommentaren zurück. „Aber er wird schon stolz sein“, so der Außenangreifer, dessen Mama Doreen beim HCL erfolgreich Handball spielte und der aktuell eine Ausbildung bei den Wasserwerken absolviert. Das nächste Mal Grund stolz zu sein bietet sich den Eltern am nächsten Sonntag, wenn die Volleys ab 16 Uhr in Zirndorf antreten - und vielleicht erst recht im Frühjahr 2023, falls das Projekt Wiederaufstieg erfolgreich sein sollte.

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