Fußball

Mügeln/Ablaß fehlt Mittelfeldmotor: Aufsteiger gastiert beim Schlusslicht

Der Mügelner Manuel Becker (links) ist seit vielen Jahren der verlässliche Mittelfeldmotor seines Teams. Ausgerechnet jetzt hat er sich am Knie verletzt und fällt erst einmal aus.

Der Mügelner Manuel Becker (links) ist seit vielen Jahren der verlässliche Mittelfeldmotor seines Teams. Ausgerechnet jetzt hat er sich am Knie verletzt und fällt erst einmal aus.

Rackwitz/Mügeln. Für den TSV Rackwitz ist die Heimpartie am Samstag gegen den starken Nordsachsenliga-Aufsteiger SV Mügeln/Ablaß fast schon ein Schicksalsspiel. Nach sechs Spieltagen hat der TSV als Tabellenletzter null Punkte auf dem Konto und erst vier Treffer erzielt – bei 23 Gegentoren. „Natürlich wollen wir in Rackwitz drei Punkte holen“, sagt der Mügelner Vereinschef Arne Schütze. „Unser Heimauftritt gegen Belgern war ja ziemlich enttäuschend.“

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Zuletzt unterlag Mügeln/Ablaß gegen die Rolandstädter mit 1:3, nachdem eine Woche zuvor die Oschatzer beim SV eine 0:2-Niederlage kassiert hatten. „Wir hoffen, dass die Rackwitzer Serie nicht ausgerechnet gegen uns reißt“, meint Schütze, dessen erste Männermannschaft allerdings ohne Mittelfeldmotor Manuel Becker zum TSV fährt. „Er hat sich im Training am Knie verletzt. Der MRT-Befund steht noch aus. Nun müssen unsere anderen Spieler zeigen, was sie können.“

Der Mügelner Vereinschef und Reserve-Torwart Arne Schütze muss mit SV-Chefcoach Peter Dechert das Mittelfeld seiner Mannschaft neu ordnen.

Der Mügelner Vereinschef und Reserve-Torwart Arne Schütze muss mit SV-Chefcoach Peter Dechert das Mittelfeld seiner Mannschaft neu ordnen.

Das letzte Spiel gegen Rackwitz liegt übrigens schon sechseinhalb Jahre zurück. Am 19. März 2016 gewann Mügeln zuhause mit 2:1, nachdem der SV das Hinspiel beim TSV am 12. September 2015 mit 6:3 gewonnen hatte. Vielleicht ein gutes Omen für die Samstagpartie.

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Süptitz ist Favorit

In Sachen Spielabbruch in Bad Düben gibt es nicht viele Neuigkeiten, aber eine zeitnahe Klärung ist in Sicht. „Das Sportgericht hat die Vereine um Stellungnahmen gebeten, die innerhalb von fünf bis sieben Tagen eingehen sollten“, berichtet Volkmar Beier, der Spielausschussvorsitzende des Nordsächsischen Fußballverbandes (NFV). „Wenn die Aussagen von Bad Düben und den Gästen vom SV Zwochau vorliegen, wird entschieden, wie weiter verfahren wird.“

Die Partie war von Schiedsrichter Holger Degenhardt in der zweiten Halbzeit beim Stand von 4:0 für die Gastgeber abgebrochen worden. Beier: „Nach Angaben von Degenhardt ist während einer Spielunterbrechung ein Zuschauer aufs Feld gelaufen und hat den Schiedsrichter bedrängt.“ Aufgrund der Bekleidung wird beim NFV derzeit angenommen, dass es sich um einen Anhänger der Zwochauer gehandelt hat.

Der FV Bad Düben steht also erst einmal weiter bei fünf Punkten und reist am Samstag als Tabellenzwölfter zum SV Süptitz, der mit 13 Zählern Rang drei belegt. In der dortigen Sportarena kassierte der FV am 5. September 2021 eine 5:1-Klatsche, konnte sich aber am 26. März diesen Jahres zuhause mit 5:0 revanchieren. Die Süptitzer, die letzte Woche mit dem 1:0-Sieg beim TSV Schildau drei Punkte holten, sind auf eigenem Platz der Favorit.

Wermsdorf in Zwochau gefordert

Am Sonntag wartet auf die Nordsachsenliga-Fans dann ein echter Kracher. Um 15 Uhr gastiert der FSV Beilrode 09 auf der Rudolf-Gehrhardt-Sportanlage der SG Zschortau. Es ist die Revanche für die 0:3-Niederlage in der zweiten Runde des Kreispokals am 3. September. „Wir waren damals chancenlos“, erinnert sich Alexander Prior, der bei der SG für den Herrenbereich verantwortlich ist. „Allerdings war die Leistung des Schiedsrichters damals auch eine Katastrophe.“

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Unterschätzen werden die Zschortauer, die mit 13 Punkten auf Tabellenplatz vier stehen, die Gäste auf jeden Fall nicht. Prior: „Beilrode war einer der stärksten Gegner, die wir in dieser Saison hatten. Der FSV wird sicher am Ende im oberen Tabellendrittel stehen.“ Der letzte Nordsachsenliga-Vergleich zwischen den beiden Teams endete am 13. April 2019 in Beilrode mit einem torlosen Unentschieden, nachdem Zschortau das Hinspiel Ende September 2018 mit 3:0 gewonnen hatte.

Der Tabellenerste FSV Blau-Weiß Wermsdorf (22 Punkte) ist am Sonntag ab 15 Uhr beim SV Zwochau gefordert. Die Gastgeber haben in dieser Saison erst einen Zähler geholt und sind Vorletzter. Alles andere als ein Auswärtserfolg der Hubertusburger wäre eine Riesenüberraschung, zumal der FSV die drei letzten Vergleiche alle gewonnen hat.

Zuletzt hieß es am 15. August 2020 5:2 für Gastgeber Wermsdorf, der mit Pascal Ziegler den aktuell erfolgreichsten Stürmer der Nordsachsenliga in seinen Reihen hat. Ziegler hat mit neun Toren fast ein Drittel aller Treffer des Spitzenreiters erzielt, der bei 30 eigenen Erfolgen nur vier Gegentore kassiert hat. Seine beide Verfolger Tobias Gohla (Zschortau) und Tom Schwarzenberg (Süptitz) haben allerdings am Wochenende auch beste Möglichkeiten, ihren sieben Treffern weitere hinzuzufügen.

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