Fußball-Sachsenpokal

Nach Niesky: Der FC Grimma reist bis an die polnische Grenze

Ein Kopfballduell zwischen dem Freitaler Oliver Genausch (links) und den beiden Grimmaern Robin Brand sowie Toni Ziffert (rechts). Diese Oberliga-Partie endete vor zwei Wochen mit einem 1:1.

Ein Kopfballduell zwischen dem Freitaler Oliver Genausch (links) und den beiden Grimmaern Robin Brand sowie Toni Ziffert (rechts). Diese Oberliga-Partie endete vor zwei Wochen mit einem 1:1.

Grimma. Nach dem letztwöchigen 1:0 (1:0)-Derbysieg über den Tabellenführer FC Eilenburg legt der FC Grimma in der Oberliga erst einmal eine Pause ein. Der Grund dafür ist ganz einfach, denn für das Wochenende hat der Sächsische Fußballverband seinen Pokalwettbewerb terminiert. Dort sind die Muldestädter nach einem 4:1 (1:0)-Erfolg beim Landesklassisten TSV Germania Chemnitz ebenfalls noch mit von der Partie.

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Die Schützlinge von Trainer Steffen Ziffert sollen am Samstag beim Sachsenliga-Absteiger FV Eintracht Niesky ihrer Favoritenrolle gerecht werden. „Wir möchten natürlich im Pokal weit kommen, um vielleicht einen großen Gegner in Grimma begrüßen zu können“, so der Grimmaer Coach. „Demzufolge nehmen wir das Spiel in Niesky sehr ernst und haben natürlich den klaren Anspruch die nächste Runde zu erreichen.“

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Der Anstoß in der Nieskyer Jahnsportstätte erfolgt am Samstag um 14 Uhr. Nach sechs Spielzeiten in der Sachsenliga musste der FV Eintracht Niesky zuletzt den bitteren Weg zurück in die Landesklasse antreten. Sportlich hatten die Oberlausitzer zwar den Klassenerhalt realisiert, doch nachdem der FC International Leipzig aufgrund einer 0:11-Packung beim Regionalliga-Aufsteiger FC Rot-Weiß Erfurt aus der Oberliga abstieg, mussten die Ostsachsen auch eine Klasse runter.

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„Für uns war das ein äußerst bitterer Abstieg, weil man unserer Mannschaft durchaus die Sachsenliga-Qualität attestieren kann“, sagt Trainer Enrico Kuntke, der das Team im Frühjahr diesen Jahres von Paul Seifert übernahm. Dabei ist der Coach der Ostsachsen im Grimmaer Lager kein Unbekannter. Schließlich war er in der Oberliga-Saison 2019/20 als Torwarttrainer beim FC.

Nun nimmt der FV Eintracht in der Landesklasse einen neuen Anlauf, wobei das Ziel durch den Vorstand ganz klar definiert ist. Platz eins bis fünf soll es sein – eine Einschätzung, die für Kuntke absolut realistisch erscheint. „Die Mannschaft ist zusammen geblieben und entwickelt sich stetig“, so das Nieskyer Trainer, der mit seinem aktuell zur Verfügung stehenden Personal nicht unzufrieden ist.

„Von allein wird es nicht gehen“

„Sicherlich hätte uns der eine oder andere erfahrene Spieler gut zu Gesicht gestanden, doch unsere Philosophie ist es, talentierte Spieler aus der Region zu holen und weiterhin auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Damit kann ich mich voll identifizieren.“ Recht zufrieden ist Kuntke auch über den Saisonstart – mit acht Punkten aus vier Spielen ist man in der Oberlausitz bisher gut unterwegs.

Hinzu kommen aus Nieskyer Sicht die zwei bisherigen Pokalspiele, in denen sich die Elf zusätzliches Selbstvertrauen geholt hat. Löste man die Erstrunden-Aufgabe beim Hartmannsdorfer SV Empor beim 4:0-Sieg recht sicher, kam die Mannschaft anschließend in Oelsnitz nach zwei Rückständen eindrucksvoll zurück und verließ am Ende des Tages den Platz mit 3:2 als Sieger.

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Kuntke: „Wir sind natürlich gut über Grimma informiert, wollen selbstbewusst auftreten und den Zuschauern ein spannendes Spiel bieten.“ Dieses möchte man im Lager der Muldestädter natürlich verhindern und schon früh die Favoritenstellung in diesem Pokalspiel geltend machen.

Aus den zwei letzten beiden schweren Oberliga-Begegnungen hat die Mannschaft von Trainer Steffen Ziffert vier Punkte geholt und nicht zuletzt mit dem Heimsieg gegen den Spitzenreiter ein deutliches Achtungszeichen gesetzt. „Freital und Eilenburg sind absolute Oberliga-Spitzenmannschaften, wo es mich natürlich sehr freut, dass wir in diesen beiden Partien punkten konnten.“

Selbstverständlich möchte man nun in Niesky den positiven Trend fortsetzen, doch wird dies nur gelingen, wenn Grimma auch in Ostsachsen über die komplette Spielzeit sein Leistungspotenzial ausschöpft. „Von allein wird es nicht gehen, das haben die Oberliga-Begegnungen daheim gegen Neugersdorf und in Dachwig gezeigt. Auch wenn wir jetzt gegen Eilenburg gewonnen haben, eine gewisse Selbstzufriedenheit darf gar nicht erst aufkommen“, so Ziffert.

„Erfolge erzeugen zusätzliches Selbstvertrauen“

„Grundsätzlich erwarte ich von meinen Jungs, dass wir uns gegen eine LandesklasseVertretung durchsetzen.“ Auch wenn den Muldestädtern am Wochenende der eine oder andere Akteur nicht zur Verfügung stehen wird, kann man das Ziel des FC-Trainers nur unterstreichen.

So wurde innerhalb der Trainingswoche wiederum konzentriert und fokussiert gearbeitet, so dass man gut vorbereitet nach Ostsachsen fährt. „Der eine oder andere Spieler, der in der Oberliga bisher nicht auf seine Einsatzminuten kam, wird am Wochenende seine Chance erhalten“, plant der erfahrene Grimmaer Trainer, der nur zu gut weiß, dass Pokalspiele manchmal ihre eigenen Gesetze haben.

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„Jedes gewonnene Pflichtspiel setzt im Team weitere Potenzen frei. Und Erfolge erzeugen zusätzliches Selbstvertrauen“, meint Ziffert. „Ein Sieg in Niesky wäre hinsichtlich der Meisterschaft von großer Bedeutung, zumal wir dort mit dem Heimspiel gegen den VfB Krieschow einen weiteren Oberliga-Staffelfavoriten vor der Nase haben.“

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