Nachwuchsfußball

Nach Spielabbruch: Urteil pro Bennewitz, Chemie Leipzig geht in Berufung

In den letzten Minuten wurde die Partie abgebrochen und die Spieler haben den Rasen verlassen.

In den letzten Minuten wurde die Partie abgebrochen und die Spieler haben den Rasen verlassen.

Leipzig. Dieses abgebrochene Fußballspiel hatte vor zwei Monaten für Aufsehen gesorgt: Am 14. Mai spielten in der Landesklasse Nord die B-Junioren der BSG Chemie Leipzig beim SV Blau-Weiß Bennewitz. Das Spiel wurde in den letzten Minuten durch das Leipziger Trainerteam um Sven Schlüchtermann abgebrochen, indem der Trainer das Spielfeld betrat und seine Elf vom Platz holte.

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Als Grund nannte der Chemiecoach eine rassistische Äußerung eines Bennewitzer Spielers in Richtung eines Chemikers. Auch Rücksprachen des Schiedsrichters mit Spielern und Verantwortlichen beider Vereine führten nicht zum regulären Spielabschluss. Die Bennewitzer dementierten im Anschluss eine rassistische Äußerung, es stand Aussage gegen Aussage.

Inzwischen hat das Jugendsportgerichts des Sächsischen Fußball-Verbandes das Spiel 2:0 für Bennewitz gewertet. Der Spieler des Heimteams wurde aufgrund fehlender Zeugen vom „Vorwurf der rassistischen Beleidigung vollumfänglich freigesprochen“, ist im Urteil zu lesen.

Chemie-Trainer Schlüchtermann wird wegen des von ihm herbeigeführten Spielabbruchs für acht Wochen gesperrt und mit einem Innenraumverbot belegt. Sperre und Innenraumverbot werden aber zur Bewährung ausgesetzt. 150 Euro Strafe ergingen an Chemie und 55 Euro für Bennewitz, da der Verein kein Ordnerbuch vorlegen konnte. Die Verwaltungskosten in Höhe von 550 Euro trägt zu 75 Prozent die BSG und zu 25 Prozent Blau-Weiß Bennewitz.

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Gegen das Urteil hat Chemie nun Einspruch eingelegt. Die Grün-Weißen landeten am Saisonende auf Tabellenplatz drei. Bennewitz auf Rang vier.

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