Fußball in Nordsachsen

Naundorf bezwingt Kreispokalverteidiger Blau-Weiß Wermsdorf

Der Naundorfer Lino Held (rechts) – hier im Spiel gegen Rackwitz im Duell mit Alexander Heinicke – stand auch beim Pokalerfolg über Naundorf im Team von Chefcoach Max Huth.

Der Naundorfer Lino Held (rechts) – hier im Spiel gegen Rackwitz im Duell mit Alexander Heinicke – stand auch beim Pokalerfolg über Naundorf im Team von Chefcoach Max Huth.

Naundorf/Wermsdorf. Geliebäugelt hatte Max Huth, der neue Trainer des Nordsachsenligisten SV Naundorf, wohl schon mit dem Weiterkommen im Kreispokal. Dass das am Samstag mit einem 3:1-Heimerfolg über den dreifachen Cupsieger FSV Blau-Weiß Wermsdorf dann auch klappte, war sicher eine der Überraschungen in der zweiten Pokalrunde. „Gegen Wermsdorf sind wir eher der Underdog“, hatte Huth im Vorfeld der Partie gesagt. Aber auch: „Was die Spieler angeht, kann ich aus dem Vollen schöpfen.“

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Blau-Weiß dagegen trat in Naundorf ohne Freistoßspezialist und Abwehrstratege Denny Beckedahl an – der privat verhindert war – und kassierte schon früh die ersten beiden Gegentore. Maximilian Sven Kaiser (13.) und Maurice Rohr (16.) brachten die Gastgeber vor 82 Zuschauern schnell mit 2:0 in Führung. Dann dauerte es allerdings fast eine Stunde, bis die Fans den nächsten Treffer sahen. Pascal Ziegler brachte die Wermsdorfer in der 69. Minute wieder auf 1:2 heran an die Huth-Kicker, doch Steven Thierbach machte mit dem 3:1 acht Minuten später den Sack zu für Naundorf.

„Das musste mal passieren“

Jörg Büchner, der Mannschaftsverantwortliche der Hubertusburger, meinte nach dem Spiel: „Das Fehlen von Denny hat sich in unserer Abwehr schon bemerkbar gemacht. Wir hätten zur Pause auch 0:4 hinten liegen können. In der ersten 60 Minuten war es ein Komplettversagen des gesamten Teams.“ Dann wechselte FSV-Coach Dierk Kupfer in der 63. Minute Florian Grieser für Tom Köppe ein. „Danach haben wir endlich Zugriff auf das Spiel bekommen“, berichtete Büchner.

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Nur sechs Minuten später fiel der Anschlusstreffer, doch die Chancen zum 2:2-Ausgleich konnten die Wermsdorfer dann nicht nutzen. „Es ist immer schwierig in Naundorf. Der SV ist sehr heimstark und im Achtelfinale 2020/21 haben wir dort auch nur knapp mit 2:1 gewonnen“, erinnerte sich Büchner an den 6. Juni 2021, als Pascal Weidner in der 89. Minute der Siegtreffer für den FSV gelang. Und FSV-Pressechef André Kamm meinte zum Ausscheiden seiner Blau-Weißen: „Das musste mal passieren nach drei Pokalsiegen. Wir haben viele Spiele nur knapp gewonnen.“

Max Huth war jedenfalls vollauf zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft und sagte: „Wir haben forsch angefangen und die Wermsdorfer Defensive war nicht stabil, weil Beckedahl gefehlt hat. In den ersten 25 Minuten haben wir Superfußball gespielt. Danach hatten wir ein wenig Probleme mit den langen Bällen der Gäste, die auch recht robust gespielt haben. Nach dem Anschlusstreffer hätte das Spiel noch kippen können, aber nach einem schönen Konter haben wir dann doch noch das 3:1 erzielt.“

„Ein rabenschwarzer Tag!“

Auch Nordsachsenliga-Aufsteiger SV Mügeln/Ablaß musste in der zweiten Runde die Segel streichen. Das Team von Trainer Peter Dechert unterlag beim Kreisligisten Dommitzscher SV Grün/Weiß nach Elfmeterschießen mit 3:5. Nick Hagen hatte die Gastgeber schon nach 16 Minuten mit 1:0 in Führung gebracht, doch Tim Lupatsch konnte in der 57. Minute den Ausgleich erzielen. Nach einer torlosen Verlängerung fiel dann die Entscheidung vom Elfmeterpunkt.

„Ausgerechnet zwei unserer sichersten Schützen haben ihren Elfer nicht im Tor unterbringen können“, sagte Dechert. „Aber wir sind auch total unterbesetzt angetreten, denn im Punktspiel gegen Beilrode hatten wir vier verletzte Spieler und einem davon droht sogar das Karriere-Aus. Die Schiedsrichterleistung in dieser Partie war unter aller Sau.“ Auch sein Sohn, Torjäger Ben Dechert, konnte in Dommitzsch aufgrund einer Verletzung nicht spielen. Und Stürmerkollege Paul Erdmann ist ebenfalls anschlagen und war nicht dabei.

Dechert: „Wir sind mit zwei Altherren-Spielern zum Pokalspiel gefahren und mussten einen davon nach einer weiteren Verletzung auch einsetzen. Ein rabenschwarzer Tag! Nach dem 1:0 für Dommitzsch haben wir uns dann auch noch dem Niveau der Gastgeber angepasst.“ Der Mügelner Vereinspräsident Arne Schütze, der eigentlich auch schon sein Laufbahnende als Torwart vermeldet hatte, saß im Pokalspiel auch als Auswechsel-Keeper auf der Bank, was die Personalprobleme des Teams offenbarte. Die beiden Elfmeter für den SV Mügeln/Ablaß verwandelten übrigens Gregor Mayerhofer und Robby Golzsch.

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SV Naundorf: Neubert; N. Held, Stumpp, Thierbach (81. Huth), Kapr (88. Winkler), Haynitzsch, Rohr, Hoffmann (70. Bela), L. Held (75. Ehrmann), Barth und Kaiser.

FSV Blau-Weiß Wermsdorf: Robyn Staude; Kupfer, D. Weidner, Keller, Ziegler, Köppe (63. Grieser), Kuhl, Radeck, P. Weidner, Hoffmann und Körner (74 Thomas).

SV Mügeln/Ablaß: Schuster; Schwager (68. Wacke), Lupatsch, Becker, Schindler, Arendt, Fischer, Mayerhofer, Winkler (90. Höhnel), Topp und Golzsch.

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