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Sporthaushalt

Neue Hallen, aber mit Verzögerung: Leipzig stellt „Sportprogramm 2024“ vor

Nur ein Großprojekt von vielen: Heiko Rosenthal, Burkhard Jung, Martin Gräfe und Stephan Schütz (v.l.) beim Spatenstich für die Schwimmhalle Otto-Runki-Platz.

Nur ein Großprojekt von vielen: Heiko Rosenthal, Burkhard Jung, Martin Gräfe und Stephan Schütz (v.l.) beim Spatenstich für die Schwimmhalle Otto-Runki-Platz.

Leipzig.Ein bisschen auf die eigene Schulter klopfen, das musste sein. „Wir können schon ein bisschen stolz auf uns sein, wie wir die Aufgaben der vergangenen zwei Jahre gemeistert haben“, sagte Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) zu Beginn des Pressegesprächs, auf dem das “Sportprogramm 2024“ der Stadt Leipzig vorgestellt wurde. Die Jahre 2020 und 2021 waren auch im Sport stark geprägt von der Corona-Pandemie. Hallen und Anlagen waren monatelang geschlossen, Veranstaltungen fielen reiheweise aus und Vereine verloren teilweise Hunderte Mitglieder oder mussten sich gänzlich auflösen.

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Doch das Gröbste sei wohl überstanden, wie Sportamtsleiterin Katja Büchel erklärte. Dank Maßnahmen wie der fortgesetzten entgeltfreien Nutzung von Anlagen für den Kinder- und Jugendsport oder einer städtischen Förderung an die Vereine für jedes Mitglied von 20 Euro konnten die Folgen der Pandemie einigermaßen abgefedert werden. Die Mitgliederzahlen der Sportvereine stiegen im Vorjahr auch wieder deutlich im Vergleich zu 2020 und lagen bei rund 95.000. Weniger erfolgreich waren dagegen die Leistungssportler aus der Messestadt, die in diesem Zeitraum nur zwei Medaillen holten: Triathlet Martin Schulz mit Gold bei den Paralympics sowie Kanutin Andrea Herzog, die in Tokio Bronze holte. „Da hatten wir uns schon etwas mehr erhofft“, gab Büchel zu.

Großprojekt: Neue Schwimmhalle am Otto-Runki-Platz

Und so ging der Blick auch schnell Richtung Zukunft, für die die Stadt viel vorhat. Zu den größten Projekten gehört der Neubau einer Schwimmhalle am Otto-Runki-Platz bis 2024, außerdem stehen eine Sporthalle für Böhlitz-Ehrenberg und der Ausbau der Sporthalle Leplaystraße an. In etwas weiterer Ferne liegen der Bau einer Schwimmhalle im Süden der Stadt und einer Multifunktionshalle am Sportforum sowie der Umbau der Fechthalle in der Arena. Bereits fertig gestellt wurden der Bike- und Skatepark Grünau und die Sanierung des Belags in der Radrennbahn. Davon schwärmte Rosenthal in höchsten Tönen: „Wer mal in der Gegend ist, sollte sich unbedingt die sanierte Rennbahn ansehen.“

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Allerdings lief auch nicht alles glatt und es gab Verzögerungen, etwa bei der Sporthalle Böhlitz-Ehrenberg und auch bei der Schwimmhalle am Otto-Runki-Platz, bei denen die Stadt schon viel weiter sein wollte. Dazu zieht sich auch der Ausbau des Leipziger Radwegenetzes in die Länge, obwohl Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ihn zur Chefsache erklärt hatte. Doch hier stünden oftmals Naturschutzinteressen, wie etwa im Auenwald, einem raschen Voranschreiten entgegen, erklärte Rosenthal: „Dort gibt es FFH-Gebiete, was die Sache sehr kompliziert macht.“ Dazu kommen die derzeitigen Kostensteigerungen für Baumaterial, was einige Neuplanungen nötig machte. Außerdem fiel durch die Corona-Pandemie häufig Personal in der Verwaltung aus, dadurch wurden wiederum teilweise Fristen für die Förderung vom Land überschritten. Überhaupt sieht der Sportbürgermeister auch den Freistaat noch mehr in der Pflicht: „Allein als Stadt können wir die komplexen Aufgaben für den Sport der Zukunft nicht bewältigen.“

Von Christian Dittmar

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