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Fußball

Offensiv-Spektakel in Leipzigs Amateurbereich: Fans feiern 6:6, 7:4 und 8:3

Die Ergebnisse in der Stadtliga klettern in die Höhe – auch MoGoNo und die SG Olympia waren fleißig.

Die Ergebnisse in der Stadtliga klettern in die Höhe – auch MoGoNo und die SG Olympia waren fleißig.

Leipzig. 5:5, 7:4, 6:6, 8:3 – was sich liest wie die Ergebnisse der zurzeit ausgetragenen Herren-Eishockey-Weltmeisterschaft, sind die aktuellen Matches des Leipziger Amateurfußballs. Ob das 5:5 zwischen den Stadtligisten der SG Taucha II. und Großpösna, dem 6:6 in der Stadtklasse zwischen Böhlitz-Ehrenberg und Räpitz oder die 7:4-Pleite MoGoNos bei den BSG-Chemie-Amateuren: Der Gang zum Sportplatz lohnte sich zuletzt für Schaulustige.

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„Schlechtes Abwehrverhalten, so kann man das sagen“, nennt Michael Reinke den für ihn naheliegendsten Grund für das halbe Dutzend Treffer beider Teams. Der Coach von Böhlitz Ehrenberg ist Trainer durch und durch, liebt Ordnung auf dem Feld. „Ich hätte lieber Kompaktheit“, gibt Reinke zu. Nach dem 6:6 vergangenen Mittwoch stellte er daher von einer Dreier- auf Viererkette um, wechselte von drei auf einen Stürmer und opferte den Offensivdrang zugunsten von drei Punkten: 2:1 wurde die SG Olympia II. geschlagen.

Für Michael Pfennig liegen die Gründe für MoGoNos wie von Motten durchlöcherte Abwehrkette auf der Hand. „Da langt die Kraft nicht mehr. Chemie war dynamischer, wir stehenden Fußes platt“, bedauert der Trainer der Gohliser. Trotz einer 1:3-Führung kassierten Pfennigs Schützlinge ganze sechs Gegentore in der zweiten Hälfte. Dass gegen Saisonende die Meisterschaft quasi entschieden und der Wettbewerb um die berühmt berüchtigte goldene Ananas ausgerufen wurde, fördert die Konzentration der Hobbykicker nicht sonderlich. „Das ist bloß noch Geplänkel, es nimmt nicht jeder so ernst mehr“, überlegt Pfennig und stellt klar: „Mich stört das schon. Wenn man Fußballer ist, will man immer gewinnen. Da hätte ich auch zum Halma oder Schach gehen können.“

„Für die Fans ist das gut, für die Trainer weniger.“

Gewinnen werden die Stötteritzer und ihr Cheftrainer Olaf Schöler – am grünen Tisch. Ihr Heimspiel gegen Lok Engelsdorf wurde abgesagt, da die Gäste nicht antraten. Corona- und verletzungsbedingte Ausfälle ließen Loks Kader schrumpfen und machten eine Teilnahme nicht möglich. „Wir hätten lieber auf dem Platz gewonnen“, sagt Schöler und blickt bereits auf die Auswärtspartie bei Großpösna, bei der möglichst kein Zehn-Tore-Fest stattfinden soll. „Wir wären enttäuscht über fünf Gegentore“, erklärt der SSV-Übungsleiter, der glaubt: „Am Saisonende kommt vielleicht mehr der Freizeitcharakter raus. Für die Fans ist das gut, für die Trainer weniger.“

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Stichwort Freizeitcharakter: Unangefochten an der Spitze der Torspektakel thront das Duell zwischen Liebertwolkwitz‚ Zweitvertretung und der Spielgemeinschaft Turbine II./Lok Leipzig III – 23:1 lautete das Endergebnis und ist selbst für einen Eishockey-Vergleich ungeeignet.

Von Anton Kämpf

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