Fußball – Oberliga Süd

Offensive ohne Tempo und Ideen: FC Grimma bleibt gegen Bautzen sieglos

Die Fußballer vom FC Grimma kommen zuhause gegen Tabellenschlusslicht Budissa Bautzen nur zu einem 0:0. Trotz des energischen Einsatzes von Leonhard Wolf (vorn) gegen den Bautzener Kay Weska.

Die Fußballer vom FC Grimma kommen zuhause gegen Tabellenschlusslicht Budissa Bautzen nur zu einem 0:0. Trotz des energischen Einsatzes von Leonhard Wolf (vorn) gegen den Bautzener Kay Weska.

Grimma. Der FC Grimma kommt in der Oberliga weiterhin nicht vom Fleck. Im Heimspiel gegen Schlusslicht Budissa Bautzen kamen die Muldestädter nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und verpassten es erneut, den Vorsprung zur abstiegsgefährdeten Tabellenregion auszubauen. Dabei hatten die Grimmaer hinsichtlich ihrer Vorstellung die drei Punkte auch nicht verdient, da man im Offensivspiel ohne jegliches Tempo und ohne Ideen agierte und dadurch im letzten Drittel die zwingend notwendige Durchschlagskraft vermissen ließ. "Wenn man zu Hause gegen den Tabellenletzten nicht gewinnt, muss man klipp und klar registrieren, dass wir uns im Abstiegskampf befinden", so ein sichtlich enttäuschter Trainer Steffen Ziffert. "Nach acht sieglosen Spielen in Folge sollte dies heute auch der allerletzte Spieler begriffen haben. Wenn nicht, wird er mit mir Probleme bekommen."

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Angesichts der Tabellenkonstellation entwickelte sich von Anfang an eine sehr zweikampfintensive Partie. Bautzen präsentierte sich nicht wie ein Tabellenschlusslicht, auch wenn den Oberlausitzern wichtige Akteure nicht zur Verfügung standen. So hatten die Gäste nach einer Flanke von Julien Hentsch auch die erste klare Chance, doch sprang die Kugel nach einem Schuss von Lukas Hanisch von der Querlatte ins Spielfeld zurück (13. min).

Die Budissen waren das aktivere Team

Die Gastgeber hatten zunächst einige Probleme, ins Spiel zu finden, doch nach gut einer Viertelstunde konnten auch die Muldestädter erste Torannäherungen verbuchen. Doch zwei Mal erwies sich Ondřej Čap im Budissa-Gehäuse als unüberwindbares Hindernis, als er zunächst gegen Nikita Bondarenko geschickt den Winkel verkürzte (16. min) und kurz darauf nach einem Freistoß von Sebastian Albert das Torwart-Eck rechtzeitig dichtmachte (18. min). Wenig später zeigte sich Čap erneut auf dem Posten, als er den Schuss des gut in Szene gesetzten Felix Beiersdorf reaktionsschnell parierte (23. min). Jedoch agierten die Gastgeber mit viel zu wenig Tempo und offenbarten im Passspiel viel zu viele Mängel. Eine richtig zwingende Möglichkeit hatten die Platzherren nur noch, als Christoph Jackisch eine Flanke von Lucas Bartsch völlig freistehend neben den Kasten köpfte (31. min).

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Die Oberlausitzer blieben bis zum Pausenpfiff das aktivere Team, da die Muldestädter im Vorwärtsgang einfach viel zu viele Ballverluste produzierten. Sehr gut von Kay Weska in Szene gesetzt, lief Tom Hagemann auf halblinks allein in Richtung Evers-Gehäuse zu, doch schlenzte die Bautzner „Lebensversicherung“ das Spielgerät über den Querbalken (35. min). „Wir müssen uns für unseren ordentlichen Auftritt und aufgrund der Chancenvorteile vor der Pause einfach belohnen“, ärgerte sich Bautzens Trainer Stefan Richter im Nachgang.

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Auch nach dem Wechsel sollte sich an der kampfintensiven Partie nichts ändern. Der FC Grimma erarbeitete sich zwar eine leichte Feldüberlegenheit, doch aufgrund sehr großer Reserven im letzten Drittel wurde man nur ganz selten zwingend. Zwar hatte man im Grimmaer Lager bei einem abgefälschten Schuss von Beiersdorf den Torschrei auf den Lippen, doch senkte sich die Kugel leider nur auf das Netz (56. min).

Von den Gästen war nach dem Wechsel nur noch wenig zu sehen. So hatte FC-Grimma-Keeper Evers im zweiten Durchgang nichts zu tun, doch machten es seine Mitspieler vor dem gegnerischen Tor leider auch nicht besser. Zwingende Torgelegenheit erarbeiteten sich die Gastgeber nach dem Wechsel kaum – zu wenig, wenn man gegen das Schlusslicht in der heimischen Arena zum Erfolg kommen will. Nach einem Jackisch-Eckball stieg Toni Ziffert am höchsten, doch meisterte Čap den Kopfball-Aufsetzer mit Bravour (73. min).

Jetzt sollten die Alarmglocken läuten

So endete die Partie am Ende des Tages leistungsgerecht torlos – für die Gastgeber insgesamt viel zu wenig. "Wenn Torhüter Jan Evers als Einziger seine Aufgabe erfüllt hat, sagt dies alles über die Leistung meiner Mannschaft aus. Das einzige Positive ist, dass wir zu Null gespielt haben", so ein sichtlich angefressener Trainer Steffen Ziffert. Zwei Punkte sind's aktuell bis zum ersten Abstiegsplatz, so dass allerspätestens nach diesem Spiel die Alarmglocken läuten sollten. "Wenn wir so auftreten wie heute, wird es sehr schwer, die Klasse zu halten. Die Frage der Qualität stellt sich nach so einer Partie natürlich. Demzufolge sollte sich in so einem wichtigen Spiel jeder Einzelne deutlich hinterfragen", fand der Grimmaer Coach nach diesem Kick klare Worte. Fakt ist, dass dieser Zähler beiden Teams aktuell nicht weiterhilft. Der FC Grimma rutscht weiter in Richtung Abstiegszone, Budissa Bautzen bleibt weiterhin Schlusslicht der Oberliga.

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Grimma: Evers – Bartsch, Ronneburg (ab 67. Burkhardt), T. Ziffert, Brand – Albert, Wolf (58. Tröger) – Jackisch, Beiersdorf, Funken – Bondarenko; Trainer: St. Ziffert; Schiedsrichter: Stolz (Pritzwalk); Zuschauer: 87 im Husaren-Sportpark zu Grimma

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