Bundesliga

Offiziell bestätigt! RB Leipzig holt Max Eberl als Geschäftsführer Sport

Max Eberl ist zurück im Profi-Fußball.

Max Eberl ist zurück im Profi-Fußball.

Leipzig. Was lange währt... Nach knapp anderthalb Jahren ohne Sportdirektor, diversen selbst gesetzten und dann verstrichenen Fristen, macht RB Leipzig nun Nägel mit Köpfen. Max Eberl übernimmt den Job, den sich zuletzt Christopher Vivell, Florian Scholz und Oliver Mintzlaff geteilt hatten. Das bestätigte der Bundesligist am Montagnachmittag und ließ damit den Worten von Mintzlaff dann doch recht schnell Taten folgen. Der Vorstandschef hatte am Samstag vor der Partie bei Borussia Mönchengladbach (0:3) mitgeteilt, man befindet sich in den Verhandlungen auf der Zielgeraden und erwarte ein Ergebnis in den kommenden Tagen. Nun war es bereits am Montag soweit.

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Leipziger Geduld mit ausschlaggebend

Eberl und RB – das war seit Wochen DAS Thema in den Medien. Auch weil der 48-Jährige Ende Januar wegen mentaler Erschöpfung bei seinem bisherigen Arbeitgeber Gladbach zurückgetreten war. Sein dort eigentlich bis 2026 datierter Vertrag ruhte seitdem. Eberl nahm sich eine Auszeit, erholte sich in der Schweiz, reiste. „Ich bin dankbar für die für mich notwendige Zeit der Erholung und fühle mich wieder bereit und voller Kraft, im Fußball arbeiten zu wollen“, so Eberl am Montag.

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Spannend: Eberl bedankte sich in seinem Statement auch für die Leipziger Geduld. „Nach seiner Pressekonferenz im Januar dieses Jahres habe ich mich bei Max gemeldet und ihm alles Gute gewünscht. Auch anschließend habe ich immer mal wieder versucht, Kontakt aufzunehmen, aber Max hat mir gesagt, dass er Ruhe und Zeit für sich braucht und kein Interesse an Fußball hat, wir uns aber im Sommer treffen können. Ich habe den Kontakt deshalb nie abreißen lassen und mich im Sommer mit ihm getroffen“, erklärte Oliver Mintzaff zur Anbahnung des Transfers.

Nicht nur Sportdirektor

Genau diese Beharrlichkeit überzeugte Eberl, der in diesem Zusammenhang von Wertschätzung sprach. Der Club habe seine Pause bis zur WM respektiert. Das habe ihm klargemacht, „dass ich genau diese Aufgabe übernehmen möchte“. Seinen neuen Job in Leipzig soll er am 15. Dezember antreten, rechtzeitig vor Öffnung des nächsten Transferfensters am 1. Januar. „Es herrscht hier ein riesiges Potenzial – im gesamten Club und der gesamten Region“, so Eberl.

Ganz wichtig: Eberl kommt nicht als bloßer Sportdirektor. Er erhält den Posten des Geschäftsführeres Sport, eine Position, die es so bisher am Cottaweg nicht gab. Wie lange sein neues Arbeitspapier gilt, war zunächst unklar. RB sprach in seiner Vereinsmitteilung von einem langfristigen Vertrag.

Duo Eberl-Rose wieder vereint

Das Engagement des gebürtigen Niederbayern lässt sich RB etwas kosten. Medienberichten zufolge einigte sich Mintzlaff mit der Borussia auf eine Ablöse von 2,5 Millionen Euro, die sich erfolgsabhängig erhöhen kann.

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2019 holte Max Eberl Marco Rose als Trainer zu Borussia Mönchengaldbach.

2019 holte Max Eberl Marco Rose als Trainer zu Borussia Mönchengaldbach.

In Leipzig treffen sich damit auch zwei wieder, die bereits in Gladbach zusammengearbeitet haben und die eine echte Freundschaft verbindet: Eberl und der neue RB-Coach Marco Rose. „Ich freue mich, dass er wieder da ist“, hatte Letzterer schon am Wochenende gesagt und damit die offizielle Bekanntgabe quasi vorweggenommen. Eberl habe „fast schon im Alleingang Großartiges“ für die Borussia geleistet, so Rose. Tatsächlich waren es 23 Jahre, die Eberl als Profi, Jugendfunktionär, Manager und Sport-Geschäftsführer am Niederrhein verbrachte.

Eberl kritisierte RB in der Vergangenheit mehrfach

Spannend übrigens: In der Vergangenheit gehörte Eberl durchaus zu den RB-kritischen Stimmen der Bundesliga. So äußerte er sich vor dem Aufstieg der Sachsen 2016 in einem Interview mit dem Focus, sagte: „Was mich an RB stört, ist dieses Geschiebe von Spielern von Salzburg nach Leipzig und von Leipzig nach Salzburg. Das hat für mich einen faden Beigeschmack, weil sie im Grunde zwei Kader haben.“

Ein Jahr später schob er gegenüber der Welt nach: „RB Leipzig braucht scheinbar kein Geld einzunehmen. Das zeigt ja schon ein einfacher Blick auf das Transferdefizit der letzten vier Jahre: RB gab, wie man hören konnte, etwa 150 Millionen Euro für Spieler aus und nahm im Gegenzug kaum etwas ein. Wir können es uns nicht leisten, ein 75-Millionen-Euro-Angebot abzulehnen, wie übrigens ganz viele andere Vereine in der Bundesliga auch nicht. Leipzig scheinbar schon.“

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