Handball-Bundesliga

Ohne Innenblock nach Stuttgart: SC DHfK Leipzig vor schwerer Prüfung

Maciej Gebala (l.) und Marko Mamic (r.) sind das Herz der DHfK-Abwehr – in Stuttgart wird es ohne die beiden gehen müssen.

Maciej Gebala (l.) und Marko Mamic (r.) sind das Herz der DHfK-Abwehr – in Stuttgart wird es ohne die beiden gehen müssen.

Leipzig. Mit ihrem kompletten Kader sind die Handballer des SC DHfK Leipzig in dieser Saison noch nicht angetreten. Spätestens seit der Diagnose von Marko Mamic nach seinem Sturz im Spiel gegen Hamm ist klar, dass sich daran auch nichts mehr ändern wird. Der Kroate hat sich das Kreuzband gerissen, wird in dieser Spielzeit keine Partie mehr bestreiten. Doch die Leipziger sind Ausfälle inzwischen gewöhnt, vom Leid geprüft. In den ersten Duellen fehlte Spielmacher Luca Witzke, dann musste Lovro Jotic unters Messer, auch Mamic hatte schon Beschwerden und seit Wochen fehlt Kreisläufer Maciej Gebala. Einzelne Ausfälle konnten die Grün-Weißen zuletzt immer irgendwie kompensieren – doch am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen den TVB Stuttgart (18 Uhr/Sky) wird es richtig eng, denn weder Gebala noch Mamic stehen für den Innenblock bereit. Das Herz der Abwehr wird damit fehlen.

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„In Stuttgart wird es darauf ankommen, wie die Mannschaft den Ausfall von Marko wegsteckt“, bringt es Cheftrainer Rúnar Sigtryggsson im Gespräch mit der LVZ auf den Punkt. Für den Block müsse man sich nun etwas einfallen lassen. „Da stehen Simon Ernst, Oskar Sunnefeldt und Mika Sajenev in der Verantwortung“, erklärt der 50-Jährige weiter. Vor allem Kapitän Simon Ernst hatte in der vergangenen Saison seinen Wert in der Leipziger Abwehr immer wieder unter Beweis gestellt, kann zupacken und seine Nebenmänner koordinieren. Auch Sunnefeldt ist zuletzt immer wieder eingesprungen, wird sich der Rolle annehmen müssen. Bleibt der 19-jährige Sajenev. Mit über zwei Metern Körpergröße und mindestens soviel Spannweite bringt der Jüngste im Kader optimale Voraussetzungen mit. Dennoch stellt sein Coach fest: „Für einen so jungen Spieler ist das eigentlich zu viel Verantwortung, aber wenn er möchte, dann muss er es jetzt zeigen – sonst ist die Chancen vielleicht vorbei.“

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Doch es gibt auch Lichtblicke vor dem Duell am Sonntag, denn mit Viggo Kristjansson hat der Coach einen Spieler in seinen Reihen, der die Schwaben bestens kennt. Und auch der Sohn des neuen DHfK-Übungsleiter, Andri Mar Rúnarsson, spielte bis zum Sommer für den TVB. „Wir werden sehr gut vorbereitet sein“, verspricht Sigtryggsson, der den Kontrahenten gründlich studiert hat: „Die Mannschaft des TVB Stuttgart zeigt sich seit dem Trainerwechsel sehr verändert. Die Stuttgarter treten ganz anders auf, als noch zu Saisonbeginn und ihre Abwehr ist deutlich kompakter geworden. Auch der Spielfluss im Angriff hat sich verbessert.“

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Doch auch die Leipziger sind seit dem eigenen Trainerwechsel ein wenig im Aufwind, konnten in zwei Spielen zwei Siege einfahren. „Ich möchte von meiner Mannschaft sehen, dass wir das fortsetzen, was uns in den letzten beiden Spielen ausgezeichnet hat, nämlich eine leidenschaftliche Abwehrarbeit und schnelleres Spiel nach vorn, um einfache Tore zu erzielen“, bricht es der Coach herunter.

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