Fußball-Regionalliga Nordost

Ohne Ziane gegen TeBe: Lok Leipzig muss sich vorn etwas einfallen lassen

Djamal Ziane kann dem 1. FC Lok am Samstag nicht helfen.

Djamal Ziane kann dem 1. FC Lok am Samstag nicht helfen.

Leipzig. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Tennis Borussia Berlin könnte der 1. FC Lokomotive Leipzig aus dem bereits guten einen sehr guten Saisonstart in der Regionalliga Nordost machen. Damit das gegen einen angeschlagenen Gegner klappt, muss Bruder Leichtfuß verjagt und das ein oder andere Personalpuzzle gelöst werden.

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„Eine sehr eklige Liga“

Almedin Civa wiederholt sich nur ungern, in diesem Fall aber völlig gerechtfertigt. Selbstzufriedenheit darf keinen Platz in den Köpfen seiner Jungs einnehmen. Statt dessen gilt: Volle Konzentration auf einen Gegner, der an den ersten beiden Spieltagen zweimal böse verarztet wurde und einen etwaigen Fruststau nur zu gern in Probstheida auflösen möchte. „Es ist nun einmal eine sehr eklige Liga, wir müssen immer auf der Hut sein, zocken können sie alle“, so der Coach. Linus Zimmer, seines Zeichens dynamischer Außenverteidiger, der vor seinem dritten Startelfeinsatz steht, schlägt in dieselbe Kerbe: „Wir müssen dieses Spiel mit der gleichen Einstellung angehen, wie die ersten beiden Partien. Unterschätzen werden wir als Mannschaft den Gegner nicht – im Gegenteil! Wir wissen, dass die Berliner eine Reaktion zeigen müssen und wollen. Darauf sind wir vorbereitet.“

Entschlossene Worte, die ein wohliges Gefühl im Körper des Trainers auslösen dürften. Der erfahrene Veteran weiß, welche Kräfte gerade angeschlagene Gegner bisweilen entwickeln können: „Natürlich haben sie zweimal verloren, aber wir kennen das doch alle – die kommen dann hierher und alles fängt wieder bei Null an. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, unheimlich Druck aufbauen, damit die nicht ins Spiel kommen.“

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Ziane muss erst einmal zugucken

Zu diesen Hausaufgaben gehört bei Civa das kontinuierliche Einschleifen und Verfeinern von taktischen Varianten. Man möchte weniger ausrechenbar sein: „Als ich hier angefangen habe, war das noch anders, da haben wir immer ausschließlich kurz mit dem Ball durch die Mitte gespielt. Teil der Entwicklung mit dem Spielerkern, den wir halten konnten, ist es, auch anders spielen zu können.“ Gemeint sich zum Beispiel das Spiel über die Außen und das Schlagen von hohen Bällen, wie bereits in den ersten beiden Spielen erfolgreich praktiziert. „Wir sind sehr stark in der Balleroberung und dann schnell im Umschalten über die Außen. Da haben wir Jungs, die richtig in die Tiefe marschieren können. Und wir wissen alle, welch tollen Zielspieler wir in der Mitte haben.“

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Der heißt Djamal Ziane. Der 30-Jährige muss seine beeindruckende Frühform vorerst auf der Tribüne zu konservieren versuchen. Beim Spiel gegen Viktoria Berlin bekam er kurz vor dem Abpfiff einen bösen Tritt auf den großen Zeh, die Kapsel wurde in Mitleidenschaft gezogen. Unter der Woche war aufgrund großer Schmerzen kein Training denkbar. Für das Spiel am Samstag muss sich der Trainer wohl etwas einfallen lassen, die offensive Statik verändern. Doch kein Problem für Almedin „MacGyver“ Civa: „Ich habe so viele Ideen und so viele starke Offensivspieler.“

Piplica ist zurück

Streichhölzer, Klebeband und Büroklammern sind also vorhanden, jetzt wird gebastelt. Eine Idee könnte sein, den jungen Antonio Verinac positionsgetreu ins kalte Wasser zu werfen – der erste Startelfeinsatz für den talentierten Burschen könnte laut Civa aber noch zu früh kommen. „Er ist sehr jung und wirkte in letzter Zeit etwas müde. Am liebsten würde der Junge acht Stunden täglich trainieren und immer spielen, aber das geht nicht. Er muss langsam aufgebaut werden, neunzig Minuten hat er noch nicht in den Beinen.“ Eine andere Idee wäre, den stark aufspielenden Osman Atilgan ins Zentrum zu ziehen. Rr strahlt derzeit jede Menge Torgefahr aus. Seinen Platz auf der linken Außenbahn könnten dann sowohl Bogdan Rangelov als auch Neuling Tobias Dombrowa einnehmen.

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Währenddessen ist Mittelfeldmotor Zak-Paulo Piplica wieder fit und bereit für allerlei Schandtaten. Der Trainer frohlockt: „Pipi ist sowas von wertvoll für uns, er schließt alle Lücken, ist läuferisch sehr stark und hat viele Ballkontakte. Man merkt immer erst, was er drauf hat, wenn er uns fehlt.“

Der Verein erwartet am Samstag etwa 3.000 Zuschauer, je nach Wetter. Jetzt müssen Worten nur noch Taten folgen, damit der Saisonstart veredelt werden kann.

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