Motorsport

P9 Challenge: Döbelner Nick Koitsch erfolgreich auf Lausitzring unterwegs

Beim Rennen auf dem Lausitzring am vergangenen Wochenende war Nick Koitsch der jüngste Teilnehmer.

Beim Rennen auf dem Lausitzring am vergangenen Wochenende war Nick Koitsch der jüngste Teilnehmer.

Döbeln. Am vergangenen Wochenende ging Nick Koitsch auf dem Lausitzring mit seinem Estonia 25 in der Formel-Mondial im HAIGO ADAC Historic-Cup auf Zeitenjagd. Lange musste Koitsch Junior um seinen Saisonauftakt bangen, denn an dem kleinen privat finanzierten Team gingen die Kostenexplosionen auf dem deutschen Markt nicht spurlos vorüber. Die gestiegenen Unterhaltungskosten für zwei Rennautos, der Sprit für die schnellen Formelwagen und die Transportfahrzeuge sowie die höheren Ausgaben im Privatleben machten es zunächst schwer, die diesjährige Saison überhaupt zu planen.

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Und das, obwohl Nick Koitsch eine gute Chance gekommen sah, die Rennsporthistorie seiner Familie fortzuführen. Der Auszubildende zum Werkzeugmacher setzte bereits beim Debüt in der Rennserie der Historischen Automobilrennsport-Interessen-Gemeinschaft Ostdeutschlands im vergangenen Jahr mit Platz fünf in Oschersleben ein erstes Achtungszeichen und trat damit in die Fußstapfen von Jörg und Bruder Toni Koitsch, die seit Jahren zu den Leistungsträgern in der Formel-Mondial gehören.

Jüngster Teilnehmer

Als jüngster Teilnehmer im Feld ließ Nick Koitsch so auch am vergangenen Wochenende bereits beim Qualifying viele erfahrenen Fahrer hinter sich und wurde Vierter im Auto seines Bruders Toni, der sich aus beruflichen Gründen aus dem aktiven Rennsport zurückgezogen hat.

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„Ich bin zum ersten Mal auf dieser Strecke mit diesem Auto gefahren. Es war eine große Umstellung. Ich war mit dem identischen Setup unterwegs wie mein Bruder, der schon seit weit über 20 Jahren Motorsport betreibt. Nach dem ersten Training dachte ich, dass die Auto-Fahrer-Kombination überhaupt nicht passt. Das Auto ließ keine Fehler zu“, zweifelte der 18-Jährige anfangs an seiner Aufgabe.

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„Entweder ging das Auto um die Kurve ohne zu rutschen - dann war ich jedoch zu langsam – oder ich war zu schnell unterwegs und es rutschte. Es gab zudem viele Kleinigkeiten, an die ich mich gewöhnen musste wie Schaltung, Kupplung, Sitzhöhe und natürlich gehen einem viele Gedanken durch den Kopf, wenn man noch nie im Regen gefahren ist. Man will nichts kaputt machen und trotzdem schnell sein“, beschrieb der Rennfahrerspross seine Gefühlslage, als es im Zeittraining zu regnen begann.

Doch der ehrgeizige Nachwuchsrennfahrer machte seine Sache gut und fand Gefallen an den besonderen Streckenbedingungen. „Toni und Jörg liebten beide das Regenwetter und die nasse Fahrbahn. Bei mir sollte es nicht anders sein. Es muss wohl einfach in der Familie liegen. Ich stieg mit einem breiten Grinsen aus dem Auto und war mehr als glücklich über den vierten Startplatz“, erklärte Nick Koitsch begeistert.

Motorhaube löst sich

Beim ersten Rennen blieb es zunächst nur bewölkt. Nick Koitsch lag nach dem Start auf gutem Kurs, musste dann jedoch auf Platz vier liegend die Box ansteuern, da sich die Motorhaube gelöst hatte. Dadurch fiel Koitsch weit zurück, kam aber dennoch als Achter ins Ziel.

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Endlich wieder Benzin verbrennen und Vollgas geben, hieß es am vergangenen Wochenende für Nick Koitsch (vorn in Führung) im Rahmen der P9 Challenge auf dem Lausitzring.

Endlich wieder Benzin verbrennen und Vollgas geben, hieß es am vergangenen Wochenende für Nick Koitsch (vorn in Führung) im Rahmen der P9 Challenge auf dem Lausitzring.

Kurz vor dem Start des zweiten Rennens begann es erneut zu regnen, sodass die Teilnehmer schnell entscheiden mussten, ob sich der Einsatz von Regenreifen lohnt. Der Estonia 25-Pilot entschied sich für eine normale Bereifung und lag damit richtig. Durch einen Fehlstart wurde Koitsch zu Beginn jedoch erst einmal ganz nach hinten durchgereicht und musste sich von dort nach vorn arbeiten.

Am Ende verhinderte die Defekt-Hexe eine bessere Platzierung für den Döbelner. „An meinem Schalthebel war ein wichtiges Teil weggebrochen und ich konnte nur noch im fünften Gang fahren. Zum Glück gelang es mir, trotzdem Platz fünf zu retten“, erklärte Koitsch. „Für mich war es trotz der kleinen Zwischenfälle ein positives Wochenende, denn ich habe wieder sehr viel gelernt und bin nun erneut ein Stück weiter.“

Von Doreen Müller-Uhlig

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