Fußball-Regionalliga

Pausenrückstand gedreht: Lok Leipzig gewinnt 3:1 in Halberstadt

Chancen über Chancen hat der 1. FC Lok in Halberstadt, hier versucht sich Djamal Ziane (r.).

Chancen über Chancen hat der 1. FC Lok in Halberstadt, hier versucht sich Djamal Ziane (r.).

Halberstadt/Leipzig. Im Der 1. FC Lok kann noch gewinnen. Im Friedensstadion zu Halberstadt beendete der Leipziger Fußball-Regionalligist seine kleine Durststrecke und gewann beim VfB Germania aufgrund der Steigerung nach der Pause verdient 3:1 (0:1). Die Lok-Treffer zum ersten Auswärtssieg steuerten Djamal Ziane (60.), Sascha Pfeffer (63.) und Theo Ogbidi (69.) binnen zehn Minuten bei.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Das Team von Cheftrainer Almedin Civa war nicht zur Verkostung feiner Wurstwaren nach Halberstadt gereist – deutlich schmackhafter sollten die drei Punkte sein, zumal der Lokalrivale Chemie und kommende Gegner im Landespokal tags zuvor beeindruckend vorgelegt hatte. Civa nahm zwei Änderungen an seiner Startelf gegenüber dem letzten Spiel gegen den BFC Dynamo vor. Eric Voufack rückte für den verletzten Linus Zimmer in die Mannschaft, vorne durfte Wirbelwind Tobias Dombrowa beginnen.

In der Viererkette bekam David Urban wieder den Vorzug vor Mike Eglseder, Leon Heynke durfte seine Vielseitigkeit erneut auf der Doppel-Sechs unter Beweis stellen. Gegen die Truppe von Trainer Manuel Rost, die mit nur einem Punkt im Tabellenkeller feststeckt, sollte der erste Auswärtssieg eingefahren werden. Balsam für das Selbstvertrauen wäre wünschenswert vor dem Pokal-Hit am Sonntag (16 Uhr) in Leutzsch.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lok begann vor 544 Zuschauern furios, nach 15 Minuten hätte man sich bereits mehrfach für die hohe Schlagzahl belohnen müssen. Germania-Torhüter Cichos, das Aluminium und eigenes Unvermögen legten jedoch Vetos ein. Dann der Schock – die Hausherren realisierten urplötzlich, dass es auch grüne Wiese jenseits der eigenen Hälfte gibt und schlugen eiskalt zu. Urban kassierte den Tunnel von Stefan Korsch, der schlug noch ein paar Haken und schlenzte die Kugel in Minute 18 zielsicher in den Kasten von Niclas Müller. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt, in der Folge suchten die Leipziger trotz eigener Spielkontrolle vergeblich nach Inspiration und Durchschlagskraft.

Aufgabe gelöst

Zur Pause musste Almedin Civa einen Wechsel auf der Torhüterposition vornehmen. Für Niclas Müller ging es angeschlagen nicht weiter, Isa Dogan musste nach seiner Zahn-OP (Fäden frisch gezogen) früher als gedacht die Fäustlinge überstülpen. Schmerzhaft wurde es letztlich nur noch für Halberstadt, die Anzahl der Leipziger Torchancen trieb jedem Statistiker die Schweißperlen auf die Stirn. Mit einem blitzschnellen Doppelschlag drehte die Loksche durch die Leitwölfe Ziane und Pfeffer die Partie, bevor der eingewechselte Ogbidi (69.) per Abstauber den Endstand besorgte.

Die Pflichtaufgabe in der Fremde wurde letztlich souverän gelöst, die gerade im zweiten Durchgang gezeigte Mentalität und Aggressivität dürfte für Wohlbehagen beim anspruchsvollen Almedin Civa gesorgt haben. In der Tabelle zog den die Blau-Gelben wieder an der BSG Chemie vorbei, die Generalprobe für das anstehende Stadtderby im Pokal darf für beide Teams als Erfolg gewertet werden.

Lok: Müller (46. Dogan) – Salewski, Voufack, Sirch, Urban – Piplica, Heynke – Dombrowa (84. Weigel), Pfeffer (84. Grym), Atilgan – Ziane

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen