Fußball-Regionalliga

Pfeffer trifft doppelt: Lok Leipzig siegt 2:0 in Überzahl gegen Luckenwalde

Kapitän in Bestform: Sascha Pfeffer trifft zum 2:0 gegen Torhüter Andre Thoms.

Kapitän in Bestform: Sascha Pfeffer trifft zum 2:0 gegen Torhüter Andre Thoms.

Leipzig. Ohne einige angeschlagene Stammkräfte trat der 1. FC Lokomotive Leipzig am Freitagabend im Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde im Kampf um wichtige drei Punkte im Rennen um die Tabellenspitze an. Die Aufgabe gegen die Remis-Könige der Liga hatte es durchaus in sich, wurde jedoch mit einer letztlich souveränen Leistung in Überzahl erfolgreich mit 2:0 (0:0) gelöst. Kapitän Sascha Pfeffer steuerte die beiden Tore zum Sieg höchstpersönlich bei.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Cheftrainer Almedin Civa musste seine Startformation erneut leichten Anpassungen unterziehen, sowohl Abwehr-Ass David Urban (Bänderbeschwerden am Fuß) als auch Farid Abderrahmane (Infekt) mussten die Segel für das heutige Spiel streichen. Dafür kehrte Djamal Ziane nach überstandenem Infekt wieder in die erste Elf zurück.

Die Anfangsphase war geprägt vom blau-gelbem Streben nach Glück – jedoch ohne fündig zu werden. Die Spielweise blieb trotz personeller Umwerfungen typisch Civaesk, kontrollierter Spielaufbau mündete oft in urplötzlichen Steckpässen auf die fixen Außenläufer. Vor allem Theo Ogbidi präsentierte ein ums andere Mal seine eklatanten Tempovorteile gegenüber seinen Gegenspielern. Der finale Pass ins Zentrum blieb jedoch zu oft aus, Djamal Ziane fiel in der Mitte aufgrund von Lieferengpässen beinahe vom Fleisch.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Und was machte eigentlich der Gegner? Der konterte sich beharrlich einen zurecht, wurde nach Leipziger Ballverlusten mit ansehnlichen Steil-Klatsch-Einlagen mehrfach gefährlich, doch stets war ein blau-gelber Stelzen dazwischen, bevor es zum Abschluss kam. Bis zur 40. Minute – Riccardo Grym kam nach Behandlungspause etwas zu spät wieder ins Spiel zurück, als ein Luckenwalder Steilpass Till Plumpe halbrechts fand – der Pfosten rettete für die Hausherren.

Überzahl sorgt für klare Verhältnisse

Es dauerte bis zur 60. Spielminute, dass die 2865 Zuschauer endlich Grund zur Freude hatten. Mike Eglseder – als Rechtsverteidiger eingesetzt – schlug eine Flanke hinein, Djamal Ziane ließ durch und die Kugel fand auf dem Fuß von Sascha Pfeffer ein neues Zuhause, der schob überlegt ins lange Eck ein. Was folgte, war pures Chaos. Weil ein Luckenwalder Spieler zum Zeitpunkt des Tores noch verletzt am Boden lag, regte sich die Gäste-Bank dermaßen auf, dass der Co-Trainer Rainer Stock nicht eine, sondern gleich zwei gelbe Karten einheimste und unter höhnischem Applaus der Lok-Anhänger unrühmlich verabschiedet wurde. Sein Schützling Lucas Vierling wollte ihn wohl nur ungern allein in die Kabine schreiten lassen, denn nur zwei Minuten später sah dieser nach grobem Foulspiel an Zak-Paulo Piplica ebenfalls die Ampelkarte.

Lesen Sie auch

In Überzahl lief die Partie nun wie eine gut befeuerte Dampflok. Ober-Schaffner Sascha Pfeffer legte nach toller Solo-Vorarbeit von Osman Atilgan in der 79. Minute das 2:0 nach und erzielte mit seinem Doppelpack gleichzeitig seine Saisontore sechs und sieben.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Mit dem verdienten und hart erkämpften Heimsieg bleibt der 1.FC Lok weiterhin - auch weil sich der Berliner AK und Babelsberg im Spitzenspiel 0:0 trennten - oben mit dabei. Die kommenden Aufgaben heißen Lichtenberg und Meuselwitz, dort soll der Lauf nach Möglichkeit weitergehen, bevor Ende November die wahren Schwergewichte der Liga auf die Loksche warten.

„Da darf der Schiedsrichter durchaus einmal unterbrechen“

Lok Leipzigs Trainer Almedin Civa sagte nach der Partie: „Es war ein Geduldsspiel heute. Wir wussten von Anfang an, wie schwer das heute wird. Der Gegner ist nicht so schlecht, wie es der Tabellenstand aussagt, die müssten viel mehr Punkte auf dem Konto haben. Ich bin sehr zufrieden, mit welcher Ernsthaftigkeit wir die heutige Aufgabe angegangen sind.“

Michael Braune hatte vor allem eine Szene zu bemängeln: „Glückwunsch an Lok zu einem verdienten Sieg. In der ersten Hälfte war es noch sehr ausgeglichen, wir hatten mit dem Pfostenschuss die beste Möglichkeit. In der zweiten Hälfte liegt einer meiner Spieler mit Atemnot am Boden, als das Tor dann fiel, da darf der Schiedsrichter durchaus einmal unterbrechen. Aber am Ende muss man sagen, es war ein verdienter Sieg für Lok.“

Torschütze Sascha Pfeffer: „Wir haben uns lange schwer getan, der Gegner hat gut verteidigt. Die waren wirklich sehr gut organisiert. Dann steh ich beim 1:0 goldrichtig, aber wer letztlich die Tore macht, ist völlig egal.“

Mehr aus Sport in Sachsen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken