Fußball

Pflichtspielstart für den Bornaer SV: „Längst noch nicht zufrieden“

Marco Gruhne, Trainer des Bornaer SV, und seine Jungs empfangen am Sonnabend den Landesliga-Aufsteiger BSC Rapid Chemnitz.

Marco Gruhne, Trainer des Bornaer SV, und seine Jungs empfangen am Sonnabend den Landesliga-Aufsteiger BSC Rapid Chemnitz.

Borna. Auch für die Fußballer des Bornaer SV steht an diesem Wochenende der Pflichtspielstart in die Saison 2022/2023 auf dem Programm. Zunächst wird auf der zweiten Hochzeit getanzt, in der 1. Runde des Landespokalwettbewerbs empfangen die in der Landesklasse Nord angesiedelten BSV-Männer den Landesliga-Aufsteiger BSC Rapid Chemnitz. Anstoß im Rudolf-Harbig-Stadion ist am Sonnabend um 15 Uhr.

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Die torreichen Ergebnisse der Wyhrastädter in den Vorbereitungsspielen haben Fortschritte und Reserven gleichermaßen offen gelegt, Trainer Marco Gruhne bringt die Diskrepanz zwischen Angriffswucht und Abwehrmankos auf den Punkt: „Was wir bisher offensiv gezeigt haben, war schon in Ordnung. Mit der Defensivarbeit bin ich allerdings längst noch nicht zufrieden, das waren definitiv zu viele Gegentreffer. Wobei uns halt aktuell vor allem im hinteren Mannschaftsteil erhebliche Verletzungssorgen plagen.“ Der Coach nennt Namen wie Jens Wagner, Rodger Baetge, Yannik Richter, Oliver Aurig – alles Leute, die eben nicht einfach im Handumdrehen zu ersetzen sind. Obendrein hat sich Nico Winkler zuletzt gegen Flöha eine schwere Knieverletzung zugezogen, ein im ersten Moment befürchteter Kreuzbandriss hat sich jedoch zum Glück nicht bestätigt.

Neue Spieler auf Betriebstemperatur

Wobei es in personeller Hinsicht natürlich auch positive Nachrichten zu vermelden gibt. Die beiden ehemaligen Sermuther Max Salomon und Justin Brandl waren zum Beispiel schnell auf Betriebstemperatur, zeichneten sich in den Tests als Torschützen aus. Zudem steht ein hoffentlich gut erholter Kevin Kutzner nach seinem Urlaub ab sofort wieder zur Verfügung.

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Die Aufgabe gegen die Chemnitzer ist schließlich äußerst anspruchsvoll, das Team aus dem Stadtteil Kappel beendete das vergangene Spieljahr in der Landesklasse West als ungeschlagene Torfabrik und schaffte verdientermaßen den Sprung auf die oberste sächsische Ebene. Geprobt haben die Grün-Weißen im Juli gegen Ex-Staffel-Kontrahenten und mussten dabei zwei knappe Niederlagen einstecken. Bei Lok Zwickau – gegen die Borna zwei Tage danach mit 1:5 den Kürzeren zog – gab es ein 2:3, in Meerane ein 3:4.

„Richtige Herausforderung“

Gegen den kommenden Pokalgegner hat der BSV auch bereits die eine oder andere Testpartie absolviert, wie sich Coach Gruhne erinnert: „Eine kompakte Truppe, das wird eine richtige Herausforderung. Doch wir werden uns nicht verstecken, alles in die Waagschale werfen, streben ein Duell auf Augenhöhe an. Obwohl wir mit Sicherheit nicht verpflichtet sind, auf Teufel komm raus in den Sturmmodus zu schalten. Mal schauen, was letztlich dabei herausspringt. Ein Weiterkommen wäre super, denn im Vorjahr gab es tolle Erlebnisse. Der Elfmeterkrimi in Meißen unter Flutlicht, das Derby gegen Markkleeberg – das waren zweifellos geile Dinger. Wobei ich dem späteren Einsteigen der Schwergewichte weiterhin nichts Gutes abgewinnen kann. Das sind Profis, die machen die ganze Woche nichts anderes, als Fußball zu spielen, die könnten ohne Probleme von Beginn an dabei sein. In anderen Verbänden funktioniert es doch auch. Trotz allem sehe ich die Begegnung noch als Teil der Vorbereitung an.“

Marco Gruhne wird bis zum Anpfiff noch damit beschäftigt sein, einen schlagkräftigen Kader zusammenzubasteln. Welcher vorn nicht lediglich dem lieben Gott vertrauen möchte und sich hinten nicht wie ein Schweizer Käse präsentieren will. Falls beide Wünsche in Erfüllung gehen sollten, dürfte für die Schwarz-Gelben selbst gegen einen mittlerweile höherklassigen Konkurrenten etwas zu holen sein.

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