Motorsport

Podiumsplatz in der IDM: Top-Sonntag für Toni Finsterbusch

Kräftemessen zwischen Toni Finsterbusch und Markus Reiterberger. Am Ende entschied Reiterberger das Duell für sich.

Kräftemessen zwischen Toni Finsterbusch und Markus Reiterberger. Am Ende entschied Reiterberger das Duell für sich.

Krostitz. Sechsundzwanzig Punkte aus Oschersleben konnte Toni Finsterbusch beim letzten Rennwochenende Ende Mai mit nach Hause nehmen und reiste zufrieden zum nächsten Lauf der IDM Superbike ins tschechische Most. Dort musste sich der Krostitzer von Beginn an gegen hochkarätige Konkurrenz aus der World Superbike durchsetzen, denn neben den IDM-Mitstreitern Markus Reiterberger und Florian Alt, die derzeit an der Spitze den Ton angeben, wartete das Kawasaki Weber-Motos Team und HRP Honda Holzhauer Racing Promotion in Tschechien mit zwei starken Ersatzfahrern auf: Leon Haslam und Leandro Mercado.

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Ex-Superbike Vizeweltmeister Haslam springt für den verletzten Bastien Mackels bei Webers-Motos ein. Mercado, der sonst in der Superbike-WM für das MIE Racing Honda Team Einsätze bestreitet, ersetzt bei HRP Stammfahrer Luca Grünwald. Doch bereits im ersten Qualifying verwies Finsterbusch die beiden prominenten Gaststarter im Regen um jeweils einen Platz nach hinten. Nach der verregneten ersten Session trocknete es schließlich auf, so dass der Gert56-Pilot um seine gute Platzierung vom Vormittag bangen musste. Das Teilnehmerfeld legte noch einmal einen Zahn zu und Toni Finsterbusch rutschte in die dritte Startreihe ab.

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„Im ersten Freien Training waren wir schon ganz gut bei der Musik dabei, ebenso im ersten Quali, wo es zwar noch feucht war, dennoch lag ich nur ein Zehntel hinter dem Erstplatzierten, das war echt stark. Im Trockenen habe ich mich allerdings schwergetan, eine schnelle Runde herauszuholen“, resümierte Finsterbusch nach dem zweiten Zeitentraining. „Platz 7 ist okay für das Rennen. Ich muss versuchen, einen guten Start hinzubekommen und dass ich die Leistung auf den Boden bekomme und nicht so viel Wheelie habe.“

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Nach einem Wechselbad der Wetterlagen begann der Rennsonntag anschließend unter besten Bedingungen, sonnige sommerliche Temperaturen machten die Entscheidung deutlich leichter, mit welchem Setup man das erste Rennen bestreiten möchte. Beim Start kam Finsterbusch gut vom Fleck und sorgte im Rennverlauf mit Mohr, Leonov und Haslam für Action. Das Quartett lieferte sich einen engen Kampf, verlor dadurch jedoch den Anschluss zur Spitze. Haslam eroberte schließlich in der letzten Runde den vierten Platz und schob Finsterbusch auf Position 5.

„Es war heute einfach ein Top-Sonntag“

Durch die Reverse Grid-Regelung kletterte Finsterbusch auf den zweiten Startplatz für das Rennen am Nachmittag. Dort zeigte der 29-Jährige eine grandiose Vorstellung. Der BMW-Pilot kam zunächst an vierter Stelle liegend durch die erste Schikane und drängelte sich an Teamkollege Julian Puffe vorbei. Wenig später setzte er sich direkt hinter Haslam, der direkt nach dem Start die Führung übernahm. In der vierten Runde bremste sich Finsterbusch an der Schikane an dem Briten vorbei und lag sehr zur Freude seiner Crew auf Platz 1. Dann meldete sich Reiterberger zurück im Spiel. Der Bayer setzte Finsterbusch unter Druck, doch dieser gab nicht so schnell klein bei und hielt den dreifachen IDM-Champion gehörig in Schach. Am Ende konnte Reiterberger zwar das Duell für sich entscheiden, musste jedoch einiges aufbieten, um Finsterbusch im Endspurt von seinem Heck abzuschütteln.

Über das Resultat war Finsterbusch im Anschluss sichtlich erstaunt. „Dass ich Zweiter werde, daran hätte heute Morgen wahrscheinlich keiner gedacht, vor allem, dass ich das Tempo von „Reiti“ so mitgehen konnte“, so Finsterbusch im Anschluss. „Das Qualifying ist nie meine Stärke und in Oschersleben und am Lausitzring war Florian Alt schon um einiges stärker als ich und Markus ist im Moment auch schwer zu schlagen. Es war heute einfach ein Top-Sonntag“, freute er sich über den gelungenen Abschluss in Most.

Mit einem Punkt Rückstand liegt Finsterbusch derzeit auf Platz 3 in der Gesamtwertung hinter Reiterberger und Alt und erwartet nun mit Spannung das nächste Wochenende der IDM in Schleiz vom 22. bis zum 24. Juli. Die IDM gilt als Highlight im Terminkalender auf dem Schleizer Dreieck, Besucher sind willkommen.

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Wochenendtickets können per Mail unter tickets.msc.schleizer.dreieck@gmail.com erworben werden, Tageskarten sind vor Ort ab 25 Euro erhältlich.

Von Doreen Müller-Uhlig

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