Fußball-Regionalliga

Polizei bleibt hart: BSG Chemie muss unter der Woche gegen den BFC ran

Die BSG Chemie ist im Alfred-Kunze-Sportpark zu Hause.

Die BSG Chemie ist im Alfred-Kunze-Sportpark zu Hause.

Leipzig. Es steht fest: Das Heimspiel der BSG Chemie gegen den BFC findet am kommenden Dienstag (29. November) statt. Die Verlegung vom ursprünglichen Termin am Sonnabend bleibt bestehen, die Polizeidirektion Leipzig stimmte anderen Vorschlägen der BSG nicht zu. Kleines Trostpflaster für die Grün-Weißen: Der übernächste Gegner Halberstadt spielt mit und stimmte seinerseits einer Verlegung des Freitagabendspiels am 2. Dezember auf den Sonntag (4. Dezember) zu.

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Skoruppa: „Wir müssen irgendwie durchkommen“

„Wir haben alles versucht, Alternativen an einem Wochenende zu finden, müssen aber den Vorgaben und den komplexen Konsequenzen Rechnung tragen“, teilt der Verein auf seiner Homepage mit. Vorstandssprecher Dirk Skoruppa ergänzt: „Wir haben wirklich alle Möglichkeiten durchgespielt und versucht, diese zu diskutieren, aber es wurde alles abgelehnt“. Am Sonnabend sieht sich die Leipziger Polizei aufgrund einer angemeldeten Demo am gleichen Tag nicht in der Lage, beide Ereignisse gleichzeitig abzusichern, obwohl in Sachsen zeitgleich kein anderes höherklassiges Fußballspiel stattfindet und die Partie auch nicht als Hochsicherheitsspiel angesehen wird. Chemie wurde kalt erwischt und erklärte, die Begegnung so kurzfristig nicht umorganisieren zu können. Inzwischen hat man sich den Tatsachen gestellt.

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„Wir müssen die Arschbacken zusammenkneifen und mit vollstem Einsatz versuchen, die Lücken, die durch den kurzfristigen Wochenspieltag bei den vielen helfenden Ehrenamtlern entstehen, irgendwie auszugleichen“, so Skoruppa. „Wir müssen irgendwie durchkommen“. Verständnis haben indes weder er noch seine Kollegen aus dem Vorstand: „Das Ehrenamt vor jeder Kamera in den höchsten Tönen loben und im gleichen Atemzug voraussetzen, dass an einem Wochentag Spieler, Fanordner:innen und Spieltagshelfer:innen um 15 Uhr ihre Arbeitsstätte verlassen und Personal im Catering weit nach Mitternacht die Stände zuschließt – das passt für uns einfach nicht zusammen. Dass wichtige Einnahmen durch den kurzfristig diktierten Wochenspieltag in Größenordnung verloren gehen, interessiert offensichtlich auch wenig“.

BSG startet besondere Aktion

Die entstehenden Einnahmeverluste durch die zu erwartende Zuschauerminderung – alleine 500 Berliner hatten Karten erworben – bleiben an Chemie hängen. Um das Engagement der Ehrenamtlichen und der anderen unentbehrlichen Helfer eines Spielbetriebes zu würdigen, hat sich die BSG Chemie zu einer besonderen Aktion entschlossen. „In diesen Stunden verlassen 1000 Freikarten unsere Geschäftsstelle. Sie sind unterwegs an Mitarbeiter:innen von Kitas, Pflegeeinrichtungen, freiwilligen Feuerwehren, dem DRK, Stiftungen und anderen gemeinnützigen Vereinen. Sollten wir eine Einrichtung vergessen haben, schreibt uns bitte an verein@chemie-leipzig.de “, erläutert Skoruppa. „Wenn wir schon müssen, dann spielen wir das Spiel gemeinsam mit denen, die unsere Gesellschaft und auch unseren Verein tragen. Das ist unser dickes Dankeschön an alle Menschen, die leider nicht so oft im Fokus stehen!“

Bei den Halberstädtern, die kurzfristig einer Verlegung der Partie am Folgewochenende zustimmten, bedanken sich die Chemiker ausdrücklich. Wenigstens müssen die Amateure nicht zweimal innerhalb von drei Tagen ran.

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