Regionalliga Nordost

Premiere in Greifswald: Kein Erholungsurlaub für Lok Leipzig an der Ostsee

Reist mit seinen Jungs an die Ostsee: Lok-Coach Almedin Civa.

Reist mit seinen Jungs an die Ostsee: Lok-Coach Almedin Civa.

Leipzig. Beim Gastspiel am kommenden Sonntag an der Ostseeküste erwartet den 1. FC Lok Leipzig mit dem Greifswalder FC ein spannender Gegner. Der Aufsteiger spielt nämlich partout nicht so, wie ein Aufsteiger eben spielen sollte. Man sollte also auf der Hut sein vor einem Wolf im Schafspelz, der die stundenlange Heimreise ganz schnell in einen schweigsamen Horrortrip verwandeln könnte.

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Lok reist bereits am Samstag an

Das Aufeinandertreffen am Sonntag (Anpfiff 13 Uhr) ist das allererste dieser beiden Klubs. Die MS Probstheida sticht also - unter erfahrener Leitung des Steuermanns Almedin Civa und seinem treuen ersten Maat Sascha Pfeffer – zur Jungfernfahrt nach Greifswald in See. Wenn Kompass und Sextant unter der Woche hinreichend ausgerichtet wurden, sollte es möglich sein, beim Aufsteiger Werthaltiges in Form von Punkten zu plündern. Wie Geschäftsführer Alexander Voigt im hauseigenen Podcast formulierte, wäre „ein Punkt auswärts schon das Minimalziel.“

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Angesichts der guten Form, in der sich die Loksche gegenwärtig befindet, ist dies durchaus eine realistische Maßgabe und, solange der Greifswalder Trainer Roland Kroos nicht kurzfristig eine Spielgenehmigung für seine beiden Söhne ergaunert hat, auch umsetzbar. Die Mannschaft wird angesichts der weiten Reise bereits am Samstag an der Küste eintrudeln und sich eine gemütliche Hafenspelunke anmieten. Angesichts knapper Dukaten-Bestände ein echtes Problem für so manchen Regionalligisten. Voigt hofft trotz der etwas ungewöhnlichen Begleitumstände auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen: „Wir haben mit den Greifswaldern gesprochen, sie erwarten an die 1000 Zuschauer. Das wird eine schöne Auswärtsfahrt in ein schönes, schnuckeliges Stadion – für jeden Groundhopper eine Reise wert. Vielleicht macht sich auch noch der ein oder andere Ostsee-Urlauber kurzfristig auf den Weg nach Greifswald.“

Voufack und Pfeffer fit

Die Leipziger müssen dennoch vorsichtig sein. Ganz ohne Gegenwehr wird sich das Volksstadion zu Greifswald nicht entern lassen. Der Tabellenstand ist trügerisch, der Aufsteiger zeigte in den ersten Spielen durchaus ansprechende Leistungen, zumal mit dem Berliner AK, Chemnitz und Jena gleich absolute Topteams der Liga bespielt werden mussten. Im Sommer holte man unter anderem mit Tom Weilandt, Jannik Bandowski und Abu Bakarr Kargbo viel Erfahrung und Qualität an die Ostsee. Noch haben die Greifswalder Bordkanonen Ladehemmung, das Torekonto steckt tief im Dispo, doch es wird nicht mehr lange dauern, bis die Integration der Neulinge abgeschlossen ist und die Gegner reihenweise über die Planke getrieben werden.

Damit die Leipziger nicht unverhofft auf Grund laufen, müssen auch die Rekonvaleszenten wieder unter Deck hervorkriechen und in der Takelage schuften. Eric Voufack wird hoffentlich nicht wieder seekrank und Sascha Pfeffer hat vorbeugend eine Flasche Rum über den dicken Fuß gegossen. Bei einem Sieg in der Ferne wird sich der Vorstand sicherlich auch nicht lumpen lassen und der blau-gelben Besatzung trotz drohender Energiekrise und damit einhergehender Einbußen zumindest einen Backfisch spendieren.

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