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Sieg im DFB-Pokalfinale

„RB entdeckte Underdoggefühle“: So kommentiert die Presse Leipzigs Erfolg

Leipzigs Torhüter Péter Gulásci jubelt nach dem gewonnen Spiel vor den Fans.

Leipzigs Torhüter Péter Gulásci jubelt nach dem gewonnen Spiel vor den Fans.

Leipzig. Voller Stolz rannten die Spieler von RB Leipzig vor die Fankurve und präsentierten ihren Anhängern die erkämpfte Trophäe. 13 Jahre nach ihrer Vereinsgründung haben die Sachsen den ersehnten ersten Titel gewonnen - für den Trainer gab es noch im Presseraum die erste Bierdusche. „Große Freude“ und „große Erleichterung“ verspürte Coach Domenico Tedesco nach dem Sieg im Elfmeterschießen gegen den SC Freiburg im DFB-Pokal-Finale am Samstag im Berliner Olympiastadion. In Unterzahl hatten sich die Leipziger gegen die drohende dritte Final-Niederlage innerhalb von vier Jahren gestemmt - und nach kämpferischer Leistung vom Punkt aus dann auch Nervenstärke gezeigt. So kommentieren die Medien das 5:3 n.E..

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Spiegel Online: "In diesen 120 Spielminuten stand nicht zuvörderst das System Red Bull gegen das Prinzip Tannenzäpfle auf dem Rasen, sondern zwei Mannschaften, die ungeachtet all dessen mit aller Leidenschaft, die sie hatten, um den ersten Pokalsieg ihrer unterschiedlich langen Klubhistorie rangen."

Zeit Online: "Der Titel des vom Brausemilliardär Dietrich Mateschitz aus dem Boden gestampften Clubs ist kein Märchen. Er ist eine Businessstory. Doch es ist auch diese Ablehnung der vielen Fußballfans, die RB Leipzig an diesem Abend gepusht zu haben scheint. Wir gegen die! Sie gegen alle. RB entdeckte Underdoggefühle für sich. Außenseiter, nicht sportlich, aber emotional."

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Frankfurter Allgemeine: "Das Spiel hatte alles, was man sich gemeinhin von einem Endspiel wünscht. Spannung, Dramatik, Torraumszenen und etliche Entscheidungen, über die man trefflich diskutieren konnte. [...] Leipzigs Sieg löste außerhalb der eigenen Anhängerschaft wenig Begeisterung aus. Abgesehen von der TSG Hoffenheim und Oliver Kahn, dem Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern, erreichte RB über soziale Netzwerke zunächst kein offizieller Glückwunsch eines anderen Vereins. Die Klubs schwiegen beim ersten Titelgewinn des erst vor 13 Jahren gegründeten und durch hohe Zuwendungen eines Getränkeherstellers alimentierten Rivalen."

Kicker: "13 Jahre nach der Gründung hat RB Leipzig damit die Sehnsucht nach dem ersten großen Titel der Vereinsgeschichte gestillt. Das werden die Verfechter von Tradition, Wettbewerbsgleichheit und Mitbestimmung als weiteren Beleg für den Verfall "ihres" Fußballs bedauern."

Süddeutsche Zeitung: "Beide Mannschaften hätten sich den Pokalsieg verdient gehabt, was allein schon die Lotterie des Elfmeterschießens ausreichend darlegt. Leipzig haderte zudem ein ums andere Mal mit einer beachtenswerten Zahl an knappen Schiedsrichterentscheidungen gegen sich: Sascha Stegemann leitete mit gewohnter Akribie und entschied zwar bei strittigen Szenen wie dem Handspiel vor der Freiburger Führung und einem nicht gegeben Elfmeter für Leipzig in der 116. Minute regelkonform - aber eben dennoch meistens gegen RB."

Mitteldeutsche Zeitung: „Mit dem Rücken zur Wand entdeckte RB zu zehnt nun plötzlich seinen Kampfgeist wieder. [...] Und auch die 27.000 mitgereisten Leipziger Fans kamen jetzt erstmals so richtig auf Touren. Das Spiel war nun packend, von beiden Teams leidenschaftlich und mit komplett offenem Visier geführt – ein Schlagabtausch, der der Größe dieses Spiels angemessen war. Die in der ersten Hälfte noch so leblose Leipziger Elf war nicht mehr wiederzuerkennen.“

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