Champions League

RB Leipzig meldet sich zurück: Starkes 3:1 gegen den Celtic FC

RB Leipzig jubelt nach dem hochverdienten 3:1-Erfolg gegen den Celtic FC.

RB Leipzig jubelt nach dem hochverdienten 3:1-Erfolg gegen den Celtic FC.

Leipzig. 15 Spiele, fünf Siege, zwei Unentschieden, acht Niederlagen, 1,13 Punkte pro Spiel. Marco Roses Champions-League-Bilanz hat vorm Anpfiff gegen Celtic Glasgow viel von einem Topfschnitt. Brav, wenig Spannkraft. Schneidig-freche 95 Minuten und einen 3:1-(1:0)-Sieg später gilt: Sauber die Haare geschnitten, Herr Rose!

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Roses rasante Roten Bullen feiern am dritten Spieltag in Gruppe F der Champions League den ersten Sieg, sehen nach dem 1:4 gegen Donezk und dem 0:2 in Madrid wieder Land in Sachen K.o.-Phase 2023. Der Dreier ist ein hart erkämpfter, das Spiel ein unterhaltsames, das ohne enge Badekappen und Venenstrümpfe übers mit 45.228 Fans ausverkaufte Stadion kommt. Tore, schöne: 1:0 Christopher Nkunku (27.), 1:1 Jota (48.), 2:1 und 3:1 André Silva (64./77.). RB lässt sich in einer verrückten Partie auch von zwei annullierten Treffern nicht beirren, fügt Schönheit, Kraft und Willen zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk, gewinnt hochverdient.

Gulacsi verletzt sich früh – Blaswich kommt

Bitter: Keeper Peter Gulacsi zieht sich ohne Feindeinwirkung eine Knieverletzung zu, muss in der 13. Minute vom Platz getragen werden. Später ist klar: Das Kreuzband ist gerissen. Statthalter Janis Blaswich wird mit Blick auf die brachiale Einwirkung aufs rechte Kniegelenk der Stammkraft wohl länger ran müssen. Nach dem Spiel trinken Celtic-Fans und RB-Fans erst die stadionnahen Kneipen und dann das Barfußgässchen leer. Am kommenden Dienstag steigt das Rückspiel in Schottland. Dazwischen haben die Spielplaner, die nachweislich nie in kurzen Hosen in der Sonne standen, das Liga-Spiel am Sonnabend beim FSV Mainz geklemmt.

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Ist weniger mehr? RB gegenüber dem 4:0 gegen Bochum mit nur einer Änderung: David Raum rotiert in der Viererkette, Marcel Halstenberg rotiert raus. Der von Rose zuletzt mehrfach gelobte André Silva bleibt im Team, der mit ähnlich freundlichen Worten bedachte Emil Forsberg auf der Bank. Ansonsten alles beim Alten, das offenbar rüstig unterwegs ist.

Rein ins Match. Beide Teams lieben es offensiv, kennen Querpässe nur vom Hörensagen, legen ungezügelt los. Silva und Nkunku haben sehr früh sehr gute Chancen zur Führung. Dann knickt Gulacsi weg, kommt Blaswich und zeigt sogleich eine Klasse-Parade gegen Furuhashis Kopfball, taucht kurz später erfolgreich gegen Taylor ab.

Nkunku bringt RB in Führung

Dann fällt das in Entstehung und Abschluss attraktive 1:0 durch Nkunku, das der Videokeller wegen einer minimalen Abseitsstellung kassiert. Celtic hat die Führung auf dem Fuß, im Gegenstoß opfert Xaver Schlager sein Schienbein auf dem Altar der Balleroberung, Silva passt auf Nkunku, diesmal zählt das 1:0 (27.). Es geht weiter zur Sache, man jagt einander, hat große Lust und Chancen. Pause, 1:0, geile Partie und Party. Ein berühmter Hingucker auf der VIP-Tribüne ist Bundestrainer Hansi Flick.

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In Griffweite zum Volksnahen sitzt ein anderer Volksnaher: Dominik Kaiser, 34, hält Hof. Der erste Königstransfer der RB-Geschichte kostete 2012 schlappe 100.000 Euro, glänzte bis 2018 in 167 Pflichtspielen und 12.706 Minuten. 31 Tore, 33 Vorlagen, 29 gelbe Karten, drei Aufstiege, keine Tätowierung, ein und dieselbe Frisur. Das Abschiedsspiel vom Mai 2018 war ein Abschied auf Zeit. Kaiser hat seine Karriere beendet, kehrt in Bälde zurück zu RB. Es sei denn, ein Mega-Angebot kreuzt den Weg des Mutlangers.

Jotas Ausgleich sorgt nur kurz für Ernüchterung – Silva schnürt Doppelpack

Wiederbeginn und Stimmungsdämpfer für RB. Timo Werners Direktspiel mit der Hacke misslingt, zwei Kontakte später liegt der Ball in Blaswichs Netz. 1:1, Jota (48.). RB schüttelt sich, Dominik Szoboszlai schmettert den Ball an den linken Pfosten und netzt Minuten spektakulär ein. 2:1, nein, Silva steht im Sichtfeld von Joe Hart und zudem im Abseits. Harte, aber richtige Entscheidung. Dann bockt Hart hart, dankt Silva weich, Innenpfosten, Tor. Dieses 2:1 wird aktenkundig (64.). Silva, der sein bestes Spiel für Leipzig macht, muss alsbald das 3:1 machen, Hart hält. Das Spiel erlaubt keinen Toilettenbesuch, ist ereignisschwanger, reißt mit. Dann flankt Nkunku auf Simakan, der leitet direkt weiter auf Silva, 3:1, Traumtor (77.).

Abpfiff, Kurzbesuch der Fankurve, Interviews. Danach greift ein von der Hauptabteilung „Mit rosigen Wangen und elastischen Knien bis ins hohe Alter“ erstellter Plan: Essenfassen in der Kabine, Dusche, Sauna, Kältekammer, Massage mit Franzbranntwein, Heimgang, eineinhalb Gute-Nacht-Küsse, stabile Seitenlage, Bettruhe.“ Das volle Programm soll inmitten endloser englischer Wochen den Weg ins Glück weisen. Schon am Freitag besteigen die Gestressten den Jet Richtung Mainz. Bei den beiden letzten Treffen hing das Horn der Roten Bullen im Rheinhessischen durch wie eine Bogenlampe, setzte es ein 2:3 und 0:1.

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