Bundesliga

„Ein beschissener Start“: Stimmen zu RB Leipzigs 2:2 gegen Köln

Es war die Szene des Spiels und wurde auch nach dem Abpfiff noch heiß diskutiert: die rote Karte gegen Dominik Szoboszlai.

Es war die Szene des Spiels und wurde auch nach dem Abpfiff noch heiß diskutiert: die rote Karte gegen Dominik Szoboszlai.

Leipzig. Ein Comeback-Tor von Timo Werner und ein weiteres von Christopher Nkunku haben RB Leipzig nicht zum ersten Saisonsieg verholfen. Der Nationalstürmer erzielte bei seiner Rückkehr im Heimauftakt am Samstag gegen den 1. FC Köln zwar die Führung (36. Minute), am Ende mussten sich die Sachsen aber mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Der Pokalsieger, der nach einer roten Karten gegen Dominik Szoboszlai 45 Minuten lang nur mit zehn Mann auf dem Feld stand, hat nach zwei Spielen nur zwei Punkte auf dem Konto.

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Das sagen Spieler, Trainer und Verantwortliche:

Christopher Vivell (Technischer Direktor RB) in der Halbzeit: "Köln läuft uns sofort hoch an, David Raum und Hugo Novoa kommen immer sofort unter Druck. Wir kommen nicht richtig raus. Wir verteidigen zu viel nach hinten. Wir müssen Köln von unserem Strafraum weghalten. Unsere Restverteidigung ist nicht gut. Das ist nicht das Spiel, das wir uns wünschen. Es ist ein wildes Spiel. Die Verteidigung beim 1:1 war nicht bundesligareif." Zur roten Karte: "Die ist berechtigt. Das ist ein Fehler von Szobo."

Florian Kainz (1. FC Köln): "Es war extrem intensiv, sehr heiß. Beide Mannschaften haben extrem viel investiert. Ich denke, am Ende geht das 2:2 in Ordnung." Zur roten Karte: "Es war ein Foul von mir. Es ist auf jeden Fall auch ein Foul von Szoboszlai. Aber ich weiß nicht, ob es eine rote Karte ist. Aber es ist so entschieden worden. Leipzig hat trotzdem ein Riesenspiel gemacht, macht noch ein Tor. Ich denke, dass wir es dann aber auch wieder gut gemacht haben."

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Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): "Wir haben heute viel einstecken müssen. Aber viele Mannschaften hätten heute das Spiel verloren. Extrem bitter ist, dass das 2:2 nach einem Eckball fällt. Das war kein Eckball. Das Kontertor beim 1:1 darf so nicht fallen. Zwei von möglichen sechs Punkten: Dann ist es ein Fehlstart. In Stuttgart hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Wir müssen besser verteidigen. Aber wir haben Köln extrem viel bewegt. Der VAR hat sich die Situation mit der Rote Karte nicht noch einmal angeschaut, also ist es eine klare Sache."

Oliver Mintzlaff (Vorstandschef RB Leipzig): "Wir sind mit unserer Leistung unzufrieden. So wie wir es in der ersten Halbzeit gemacht haben, ist es zu wenig, insbesondere die Restverteidigung. Das war nicht bundesligatauglich. Wir müssen aus den Fehlern lernen. Du bekommst keine Punkte dafür, viele Chancen zu erspielen. Ich fand nicht, dass wir in der ersten Halbzeit 100 Prozent gebracht haben. Der Platzverweis darf auch nicht passieren. Das hat etwas mit Überheblichkeit zu tun. Ich bleibe objektiv dabei, dass die Rote Karte okay ist. Der Ellbogen hat da nichts zu suchen. Wir haben erwartet, dass wir besser starten, mit solch einem Kader ist das unser Anspruch. Von daher ist es natürlich ein beschissener Start. Wir wollen wieder in die Champions League, da muss man vom ersten Spieltag an punkten. Wir brechen aber auch nicht in Panik aus, es ist erst der zweite Spieltag."

Timo Werner (RB Leipzig): "Es war ein sehr emotionaler Tag. Es war sehr besonders, heute hier aufzulaufen. Im Großen und Ganzen, trotz des Ergebnisses, ist es ein schöner Tag. Ich hatte das Gefühl, dass mich die Mannschaftskollegen sehr suchen. Das war nicht so schwer für mich. Die 65 Minuten waren für mich genau richtig zum Anfang. Nächste Woche können wir die 90 anpeilen. Die Intensität heute war sehr sehr hoch. Aber so wie Köln spielt, spielen inzwischen viele Mannschaften in der Bundesliga."

Timo Werner legte einen ordentlichen Einstand hin, traf zu 1:0 und wurde von den Fans nicht nur nach seinem Treffer gefeiert.

Timo Werner legte einen ordentlichen Einstand hin, traf zu 1:0 und wurde von den Fans nicht nur nach seinem Treffer gefeiert.

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Dietmar Hamann (Sky-Experte): "Die rote Karte war eine sehr harte Entscheidung. Ich hätte sie nicht gegeben." Zum Werner-Debüt: "Ich denke nicht, dass Werner sich in der Endphase bei Chelsea getraut hätte, aus dieser Position zu schießen. Das zeigt, dass er sich wertgeschätzt fühlt."

Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln): "Es war ein sehr gutes Spiel, in der ersten Halbzeit haben wir sehr viel gut gemacht. Wir haben mutig nach vorne gespielt. Da war eine Riesen-Chance von Leipzig zum 2:0. Hut ab vor Marvin Schwäbe und der gesamten Mannschaft. Das 2:2 ist mehr als gerecht. Den Platzverweis muss jemand anderes bewerten. Der Ellbogen von Dominik Szoboszlai hat da oben nichts zu suchen, aber ich glaube, dass es keine Absicht war."

Willi Orban (RB Leipzig): "Wir hatten genügend Chancen, auch um das 2:0 zu machen. Momentan müssen wir uns vieles erarbeiten. Wir haben verpasst, dass zweite Tor zu machen, dann ist das Spiel erledigt. Momentan fehlt uns die letzte Konsequenz beim Verteidigen. Die Rote Karte war hart. Heute haben wir wieder zwei Punkte verschenkt. Wir haben immer Druck, den meisten Druck machen wir uns selbst. Ich bin optimistisch, dass wir im nächsten Spiel bei Union Berlin drei Punkte mitnehmen."

Jonas Hector (1. FC Köln): "Ich glaube wir haben es die ersten 25 bis 30 Minuten sehr gut gemacht. Wir haben natürlich Glück, dass das Tor zurückgenommen wird, das hat uns gutgetan. Wir waren gut drin, haben viel Druck gemacht. Wir stehen nach zwei Spieltagen mit vier Punkten da. Man sieht, dass wir immer wieder was von der Bank nachwerfen können." Zur roten Karte: "Für mich sah es auch im Spiel schon nach einem Schlag aus."

Von Benjamin Post und Antje Henselin-Rudolph

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