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DFB-Pokalfinale

RB Leipzig gegen SC Freiburg: Auf diese Spieler kommt es an

Nico Schlotterbeck (li., Freiburg) und Christopher Nkunku (re., RB Leipzig) sind wichtige Pfeiler ihrer Mannschaften.

Nico Schlotterbeck (li., Freiburg) und Christopher Nkunku (re., RB Leipzig) sind wichtige Pfeiler ihrer Mannschaften.

Leipzig. Es gibt Fußballspiele, bei denen der oberste Knopf der engen Cordhose partout nicht aufspringt. Das März-1:1 zwischen den Roten Bullen und dem SC Freiburg war so eines. Vollwertkost für Taktik-Freaks, Salatblatt (welkes) für Normalos.

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Am Sonnabend sieht man sich wieder. Im Berliner Olympiastadion. Anpfiff 20 Uhr. 30.000 RB-Fans, 30.000 SC-Fans und 10.000 neutrale Zuschauer hoffen inständig, dass a: die Schlangen an den Versorgungsständen nicht bis nach Zehlendorf reichen und b: das Spiel schnell durch den Flaschenhals Taktik schlüpft und Freude spendet.

Wenn man sich die Schlüsselspieler der Duellanten genauer ansieht, spricht einiges für einen Schlagabtausch (offener) und eine Kiste (enge), die mitnichten in der regulären Spielzeit entschieden sein muss.

Willi Orban, RB Leipzig.

Willi Orban, RB Leipzig.

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Willi Orban ist 29, seit 2015 ein Roter Bulle und die Zuverlössigkeit in Person. Seine einzige Schwäche - er ist kein Sprinter a la Timo Werner - kommt im ausgeklügelten RB-System selten bis nie zum Vorschein. Vorbild Orban denkt 24/7 ans Kicken und feilt permanent an manigfaltigen Möglichkeiten, sich zu verbessern. Der Pfälzer Bub ist beliebt bei Alt und Jung, ein Zweikämpfer vor dem Herrn, wird nach der Karriere bei RB bleiben. Das wäre so ums Jahr 2033.

Emil Forsberg, RB Leipzig

Emil Forsberg, RB Leipzig

Emil Forsberg sieht jünger aus als er ist (30), hat einen Radar unter seiner Semmelmütze, weiß immer, wo sich Kameraden und Gegner befinden - und durch welche hohle Gasse der Ball muss. Forsberg ist ein Mann für wichtige Tore, mag und kann große Spiele, hat den besten ersten Kontakt der Liga. Einen Sixpack wird der schwedische Rastelli weiterhin nur in Bierform sein eigen nennen. Will bis 40 spielen und möglichst vorher endlich einen Titel holen.

Christopher Nkunku, RB Leipzig

Christopher Nkunku, RB Leipzig

Christopher Nkunku ist 24 und aktuell einer der bestem Fußballspieler unter der Sonne. In Paris schlagen sie heute noch die Hände überm Kopf zusammen und weinen bitterlich, dass sie diesen Mann 2019 aus dem Nest geworfen haben. Nkunkus Ballan- und Mitnahme ist vom Feinsten. Der Mann weiß vorm Dribbling selbst nicht, ob er links oder rechts ausbricht oder mittig durchzieht. Wie erst sollen seine Gegenspieler diesen französischen Irrwisch und Quoten-King (Tore/Vorlagen) durchschauen?

Nico Schlotterbeck, SC Freiburg

Nico Schlotterbeck, SC Freiburg

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Der Freiburger Nico Schlotterbeck ist 22 und ein Innenverteidiger modernster Prägung. Der 1,91-Meter-Hüne hat ein gutes Tempo und Auge, spielt mutige vertikale Bälle in die Freiburger Offensive, ist zudem bei Standards (eigene und gegnerische) ein Könner – und hat die Seinen zur gefährlichsten Mannschaft der Bundesliga nach eben solchen Standards gemacht. Das Gesamtpaket Schlotterbeck weist schnurstracks Richtung internationale Klasse und ist in Bälde beim BVB zu bestaunen.

Christian Günter, SC Freiburg

Christian Günter, SC Freiburg

Christian Günter ist 29, seit seinem 13. Lebenjahr beim SC Freiburg und d e r Vorzeigeprofi der Breisgauer. Das Kraftpaket marschiert auf seiner linken Seite ohne Unterlass, schlägt top Flanken, hat zudem einen Schuss wie ein Pferdle aus den Tiefen des Schwarzwaldes. Freiburgs Kapitän will, kann und darf immer (beneidenswer). Und er gibt Interviews, die alles, nur nicht langweilig sind.

Vincenzo Grifo, SC Freiburg.

Vincenzo Grifo, SC Freiburg.

Vincenzo Grifo ist 29, ein gottbegnadeter Techniker mit dem besten rechten Fuß der Bundesliga (Dominik Szoboszlai hat den zweitbesten). Der italienische Nationalspieler kann alles am Ball, ist ein exzellenter Freistoß-Schütze. Grifo hat ein Problem, das dem SC Freiburg in die Karten spielt. Der Weitgereiste ruft sein Potenzial nur beim SC ab, wird seine Karriere konsequenterweise in Freiburg beenden.

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