Bundesliga

RB Leipzig lacht wieder: Überlegene Vorstellung bei 4:0-Sieg gegen Bochum

Christopher Nkunku (r.) und Mohamed Simakan jubeln nach dem 2:0 per Elfmeter.

Christopher Nkunku (r.) und Mohamed Simakan jubeln nach dem 2:0 per Elfmeter.

Leipzig. Beide Teams blieben bis dato hinter den Erwartungen zurück (die Gastgeber natürlich deutlich mehr). Beide Clubs tauschten in der Folge früh in der Saison ihren Coach. Die beiden Trainer wiederum kennen sich bestens aus ihrer Salzburger Zeit, urlaubten bereits gemeinsam mit ihren Familien. Reichlich Gemeinsamkeiten also. Mehr kamen am Samstagachmittag dann allerdings nicht dazu. Denn beim hochverdienten 4:0-Erfolg (2:0) von RB Leipzig gegen den VfL Bochum hätten die Unterschiede zwischen beiden Kontrahenten kaum größer sein können.

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Doppelspitze hüben wie drüben

RB-Coach Marco Rose setzte gegen seinen alten Freund (und ehemaligen Chef) Thomas Letsch auf Offensive, brachte die Doppelspitze Timo Werner – André Silva von Beginn an. Nicht die einzige Veränderung im Vergleich zum 0:3 bei Borussia Mönchengladbach. Für Benjamin Henrichs, David Raum, Amadou Haidara und Emil Forsberg durften Mohamed Simakan, Marcel Halstenberg, Xaver Schlager und eben Werner ran. Auch Letsch schickte ein Sturmduo auf den Platz. Simon Zoller und Gerrit Holtmann sollten Leipziger Verteidiger beschäftigen.

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Von diesen beiden sollten die Fans in der Red Bull Arena in der Folge allerdings herzlich wenig sehen. Denn der VfL fand im Grunde nicht statt. In der ersten Hälfte gab es weder einen Torschuss, noch eine Ecke oder irgend eine andere Offensivaktion der Gäste. RB ging dagegen vom Anpfiff weg hochkonzentriert und variabel zu Werke. Die Bochumer kamen mit dem extrem agilen Quartett Kevin Kampl, Xaver Schlager, Dominik Szoboszlai und Christopher Nkunku hinter den beiden Angreifern so gar nicht zurecht. Zunächst traf Werner in der Anfangsphase nur den Außenpfosten (6.). Nach einer Viertelstunde enteilte er seinen Bewachern dann erfolgreich. Der Treffer zum 1:0 (15.) war das 100. Pflichtspieltor des 26-Jährigen im Trikot der Leipziger.

RB setzt Rose-Vorgaben um

Die dachten gar nicht daran, nach der Führung den Fuß vom Gas zu nehmen. Zwischenzeitlich schnürten Roses Mannen den Gegner derart in dessen Hälfte ein, wie man es sonst eher aus dem Eishockey kennt. Sobald die Hausherren das Tempo anzogen, den Pass in die Tiefe fanden, wackelte der VfL und griff nicht immer zu fairen Mitteln. Jannes Horn beispielsweise kam in der 22. Minute zu spät gegen Nkunku. Schiri Florian Badstübner zeigte zurecht auf den Punkt. Der Franzose verwandelte trocken unten links. Kurz darauf musste Letsch seinen Linksverteidiger Danilo Soares vom Platz nehmen. Der war nicht nur überfordert, sondern vor allem hochgradig gelb-rot-gefährdet. Erhan Masovic ersetzte ihn und stand gleich im Blickpunkt, als er kurz vor der Pause per Flugkopfball vor Szoboszlai klärte.

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Bochum wechselte zur Pause dreifach. Zu hilflos war die Vorstellung des VfL gegen bemerkenswert klar und zielgerichtet agierende Hausherren, die umsetzten, was ihr Trainer gefordert hatte: Intensiv agieren, füreinander da sein, nicht ruhen. Das setzten die Gastgeber auch nach Wiederbeginn fort, trafen aber zunächst auf einen Hauch mehr Widerstand als zuvor. Bochum traute sich ein Stück weit mehr zu – kassierte aber unmittelbar den nächsten Nackenschlag. Nachdem Silva zunächst nur den Pfosten getroffen hatte, stand Werner goldrichtig, schob den zurückprallenden Ball ins Netz – 3:0 (53.). Der Schwabe hatte sich den Rat seines Trainers (“Du musst auch mal schießen, Junge!“) sichtlich zu Herzen genommen.

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Nkunku vergibt zweiten Elfer

Leipzigs Offensivkräfte suchten einander, spielten direkt, hatten Freude am eigenen Tun – alles Qualitäten, die es zuletzt unter Domenico Tedesco nicht mehr gegeben hatte. Auch hinten passte es, agierten die Verteidiger um den unverwüstlichen Willi Orban aggressiv und gut abgestimmt, unterbanden früh jede Bochumer Bemühung. Für RB-Keeper Peter Gulacsi bestand die Hauptaufgabe darin, im ungemütlichen Leipziger Wetter trotz sparsamer Tätigkeit warm zu bleiben (erster VfL-Torschuss nach knapp 70, erste Ecke nach 80 Minuten). Auch mit der Szene in der 63. Minute hatte der Ungar nichts zu tun. Da stieg Cristian Gamboa Gegenspieler Marcel Halstenberg ungestüm auf den Fuß. Nkunku schritt erneut zum Punkt – und hämmerte das Leder ans Gebälk statt ins Netz. Seinen Doppelpack schnürte er dennoch, allerdings „erst“ in der Schlussphase, mustergültig bedient vom inzwischen eingewechselten Emil Forsberg (85.).

Die Statistik zum Spiel:

Leipzig: Gulacsi – Simakan (59. Henrichs), Orban, Gvardiol, Halstenberg (72. Raum) – Kampl, Schlager (72. Haidara), Szoboszlai (72. Forsberg), Nkunku –Werner (82. Novoa), Silva.

Bochum: Riemann – Oermann, Ordets, Horn (46. Antwi-Adjei) – Gamboa, Losilla, Goralski (45. Stöger), Danilo Soares (35. Masovic), Osterhage – Zoller (46. Hofmann), Holtmann.

Tore: 1:0 Werner (15.); 2:0 Nkunku (23.); 3:0 Werner (53.); 4:0 Nkunku (85.).

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Zuschauer: 44.403.

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