Bundesliga

RB Leipzig stellt David Raum vor: „Mein Sternzeichen ist der Stier“

David Raum stand erstmals bei einem öffentlichen Training der Roten Bullen auf dem Rasen, sprach mit den Fans und verteilte Autogramme.

David Raum stand erstmals bei einem öffentlichen Training der Roten Bullen auf dem Rasen, sprach mit den Fans und verteilte Autogramme.

Leipzig. In Mainz am Rhein gab es mal einen Fußballspieler, der daheim von seinen beiden Katzen unterjocht wurde und diese Unterwürfigkeit aufs Spielfeld transportierte. Folge: Karrierchen statt Karriere, Marktwert einer Ikea-Schrankwand. Nationalspieler David Raum, der 26-Millionen-Euro-Einkauf von RB Leipzig, ist aus anderem Holz geschnitzt, lebt mit Dackel Twix zusammen. Dackel sind todesmutig, zweifeln zuallerletzt an sich, sind ausdauernd, neugierig – und laut Wikipedia "trotz kurzer Gliedmaßen enorm flink und gleichzeitig lebhaft".

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All das und noch viel mehr muss abgefärbt haben aufs (langbeinige) 24-jährige Herrchen, das sich nach dem Vormittag-Training der Roten Bullen vorstellte und einen prächtigen Eindruck hinterließ. Freundlich, auskunftsfreudig, eloquent, schnell im Kopf, selbstgewiss. Und, ja, der gebürtige Nürnberger kennt diverse Raum-Wortspiele, stellte einen in die Tiefe des Raumes: „Bei mir ist noch Raum nach oben.“ Wo wir schon dabei sind: Er zieht nicht in eine Drei-Raum-Wohnung, war in seiner Hoffenheimer Debüt-Saison in der Bundesliga mit seinem Raketenantritt ein Alp(t)raum für jeden Abwehrspieler. Und: Es wurde noch nie eine Sitzung anberaumt, die Fehlverhalten des Tugendhaften zum Inhalt hatte.

„Enorm flink und gleichzeitig lebhaft“

Raums Vita: Klein-David rennt im zarten Alter von vier Jahren für Tuspo Nürnberg Bällen hinterher. Wechselt mit acht zu Greuther Fürth, durchläuft alle Jugendmannschaften. Wird Profi, entdeckt seine Liebe für die Position des offensiven Linksverteidigers. Steigt 2021 mit Fürth unter Coach Stefan Leitl in die Bundesliga auf. Ist im selben Jahr tragende Säule im U21-Europameisterteam von Stefan Kuntz. Verändert sich zur Saison 2021/2022 in Richtung Hoffenheim, ablösefrei. Erobert mit Tempo, rasanten Flankenläufen und Flanken, die auffallend oft ankommen, Fan-Herzen und gleich zwei Stammplätze: Bei der TSG und beim DFB. Hansi Flick macht ihm am 5. September 2021 beim 6:0 gegen Armenien zum Nationalspieler (mittlerweile neun Einsätze). Kommt 2021/22 auf (t)raumhafte Werte in der Bundesliga: Platz eins bei der Anzahl der Sprints und Flanken. Platz zwei bei den intensiven Läufen. Platz fünf bei den Torvorlagen.

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Der erdverbundene Senkrechtstarter sondiert im Ibiza-Urlaub Angebote von Clubs, die den nächsten Karriereschritt bieten können. Der Umworbene bekommt inmitten des Entscheidungsprozesses prominenten Besuch. RB-Boss Oliver Mintzlaff und Coach Domenico Tedesco fliegen ein. Man muss sich das mit der Balz um den Shootingstar ungefähr so vorstellen: Die Bayern, der BVB und RB würden es gerne mit Raum tun wollen. Wie auch diverse ausländische Clubs. Wahrscheinliches Problem in München: Kahn und Co. erreichen partout den eigentlichen Entscheider, Uli Hoeneß, nicht. Papierstau im Hoeneßschen Faxgerät am Tegernsee? Kolportiertes Hemmnis in Dortmund: Der begehbare Geldschrank ist leer. Und seit wann kommt der Knochen zum Hund? fragen sich die BVB-Großkopferten.

„Verein mit Perspektive und Zukunft“

Der Schnelle vertilgt den Langsamen: RB Leipzig nutzt die Gunst des Augenblicks, chartert einen Jet. Mintzlaff/Tedesco bringen den Knochen nach Ibiza. David und Freundin Kathi sind hin und weg. "RB hat es vom ersten Kontakt an sehr gut gemacht, der Austausch war top. Dazu die Bedingungen. Ich kann hier Champions League spielen. Ein großer . RB ist perfekt für mich." Das sah auch Hansi Flick so. "Ich hatte einen engen Austausch mit dem Bundestrainer."

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Raum über seine Stärken: „Intensität, Läufe, Sprints, Flanken.“ Über ein Bullen-Tattoo: „Mein Sternzeichen ist der Stier, deswegen habe ich am Arm einen Bullen.“ Über Angeliño: „Konkurrenz belebt das Geschäft, er ist ein Super-Linksverteidiger, genießt einen hohen Stellenwert im Verein.“ Über (Noch-)Chelsea-Stürmer Timo Werner, den er von der Nationalmannschaft kennt: „Ich komme mit ihm super klar, würde mich freuen, ihn hier zu haben.“ Anderes Thema. Mehrere superreiche Superclubs sollen bei RB Vorstöße in Sachen Christopher Nkunku und Josko Gvardiol gewagt haben. Nun, es gibt vier RB-Spieler, die unverkäuflich sind. Erstens: Nkunku. Zweitens: Nkunku. Drittens: Gvardiol. Viertens: Gvardiol.

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