Trainingsstart

RB-Coach Tedesco überrascht zum Auftakt: Chance für Sörloth und Lookman

Da geht’s lang. Domenico Tedesco gibt zum RB-Trainingsauftakt die Richtung vor.

Da geht’s lang. Domenico Tedesco gibt zum RB-Trainingsauftakt die Richtung vor.

Leipzig. Während sich die Nationalspieler der Roten Bullen fragen, ob sie den Cocktail mit oder ohne Schirmchen bestellen und was sie noch so alles bis zum 4. Juli an den Stränden dieser Welt treiben, sind ihre Pokalsieger-Kollegen zurück an der Werkbank. Am Wochenende fanden die sportmedizinischen Untersuchungen statt, wurde gerannt, gesprungen, gedehnt und Blut gezapft.

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Am Montag rollte von zehn Uhr an der Ball am Cottaweg. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit, denn: Die Schar der Profis, die aktuell bzw. noch nicht das Trikot ihres Landes tragen, ist eine kleine, das Fan-Erlebnis ebenfalls. Angeliño, Marcel Halstenberg, Kevin Kampl, Nordi Mukiele und Mohamed Simakan sind zugegen. Mit Neu-Torhüter Janis Blaswich begrüßt Coach Domenico Tedesco gerade mal sechs Männer, die ihren Lebensunterhalt mit der Kickerei bestreiten.

Ziel: Im Trainingslager alle an Bord

Sechs weitere U-19-Spieler sorgen dafür, dass am Cottaweg ein Training-Light stattfinden kann. Die Talente hören auf die Namen Tim Köhler, Jonas Nickisch, Timo Schlieck, Sanoussy Ba, Bigo Atom und Pierre Weber. Das hat ausnahmslos mit temperierten, flachen Pässen in den Fuß/Lauf zu tun. Auch in der neuen Saison, die erneut internationale Weihen nach sich ziehen soll, kommt Louis van Gaals Mantra zur Anwendung: „Der Ball darf nicht hoppele.“ Weil er sonst am Schienbein oder am spitzen Knie landet und zur Flipperkugel wird.

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Nach dem Üben bittet der sichtlich erholte Tedesco zu einer Medienrunde im Schatten. Tedesco über seinen Urlaub und sein Befinden: „Es geht mir gut, ich bin bereit, war mit der Familie in Stuttgart und auf Mallorca.“ Weit weg vom Ballermann, versteht sich. Fußball spielte während der Auszeit welche Rolle? Keine kleine, so der 36-Jährige. Es gab zig Telefonate. Mit Spielern, Beratern, RB-Boss Oliver Mintzlaff.

Tedesco über die gezwungenermaßen zerstückelte Vorbereitung: „Die Gruppe ist noch klein, wir haben eben extrem viele Nationalspieler. Aber Ziel ist es, dass wir zum Trainingslager-Start alle auf einem Level haben.“ Am 10. Juli geht es in die Steiermark.

Schlager hat „bewiesen, was er kann“

Tedesco über den Verbleib von Christopher Nkunku: "Das freut mich sehr, Christo ist ein sehr wichtiger Spieler, der viele Fifty-fifty-Situationen auf unsere Seite gezogen hat. Ich hatte Christo in den letzten Monaten aufgezeigt, dass es hier nicht so schlecht ist. Seine Verlängerung ist ein Ausrufezeichen. Ich bin sehr froh, dass Olli Mintzlaff dieses große Thema so gelöst hat."

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Über Neuzugang Xaver Schlager: "Er hat über mehrere Jahre bewiesen, was er kann. In der Bundesliga und international." Der Ex-Wolfsburger sei gut am Ball und mit seiner Athletik und Mentalität ein vorzüglicher Box-to-Box-Spieler. Wir lernen: Der Mann taucht an beiden Strafräumen auf, ist permanent unterwegs.

Einer wie Konrad Laimer. Dass der RB-Österreicher zu den Bayern wechselt, ist längst nicht in Stein gemeißelt - im Gegenteil. Laimers Ausstiegsklausel ist 35 Millionen Euro schwer. Nicht zu verhandeln für RB, nicht zu stemmen für die Bayern. Es sei denn, VW-Bus-Fahrer Julian Nagelsmann karrt Marcel Sabitzer nach Rom zur AS.

Raebiger-Abgang „hat etwas geschmerzt“

Überraschung: Tedesco räumt den ausgeliehenen Rückkehrern Alexander Sörloth und Ademola Lookman Chancen auf einen Kaderplatz ein.

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Der an Ajax Amsterdam ausgeliehene Brian Brobbey? Wird wohl bei seinem Herzensverein bleiben, wenn die Niederländer ausreichend Geld rüberreichen. Tyler Adams? Steht vor einem Wechsel zu Leeds United und seinem Ex-Coach Jesse Marsch. Auch hier geht es „nur noch“ um Kohle.

Tedesco über den Verkauf von Sidney Raebiger nach Fürth: "Es hat etwas geschmerzt. Weil ich ihm eine gute Karriere zutraue, er hat gute Anlagen und ist ein guter Charakter. Wir haben versucht, ihm Perspektiven aufzuzeigen. Aber er wollte sich auch verändern und spielen. Als U19-Spieler bei uns im Kader zu stehen, ist extrem schwer." Zu spielen ist - noch - ein Ding der Unmöglichkeit.

Der neue Sportdirektor? Ist im Anflug, wird irgendwann landen.

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