Bundesliga

RB-Trainer Marco Rose, die große Herausforderung und die Stürmerfrage

Engagiert im Training: Andre Silva (links) gegen Josko Gvardiol.

Engagiert im Training: Andre Silva (links) gegen Josko Gvardiol.

Leipzig. Marco Rose und sein Staff haben in diesen außergewöhnlichen Tagen genug zu tun, doch der Cheftrainer denkt an alles. Ein guter Bekannter wird bald der Chef des Cheftrainers, da will Rose behilflich sein. Blick in den Terminkalender: Kann ganz schön eng werden. Rose nimmt sich die Zeit. "Max Eberl braucht noch eine Wohnung, da kann ich ihm auch helfen", sagte Rose an diesem Donnerstag, nachdem er sich mit dem Kerngebiet auseinandergesetzt hat, seine Mannschaft. "Ich freue mich, wenn er dann da ist", so Rose über den künftigen Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig. "Eine wichtige Position für den Cheftrainer", befand Rose, der ja bekanntlich in Mönchengladbach einst gut mit Eberl am Kader und sonstigen Befindlichkeiten rund um eine internationalen Fußball-Mannschaft gearbeitet hat.

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„Ich schätze ihn sehr als Mensch“

Bis zu Eberls Inthronisation am 15. Dezember vergehen noch ein paar kühle Tage in der Messestadt, einstweilen sorgen Rose und seine Leipziger Jungs für einen heißen Herbst. „Diese Phase hatte noch niemand“, befand Rose zu den 13 Spielen in sechs Wochen bis zur WM, dass sei „eine große Herausforderung“. Rose mag Herausforderungen, sonst wäre er kein Cheftrainer in der Bundesliga geworden.

„Learning by doing“ zählt aber auch zu den Tätigkeiten eines Fußballlehrers, nicht alles gibt das Lehrbuch her. Regeneration, Ernährung, Schlaf nehmen in den kommenden Wochen die meiste Zeit ein neben all den Knallerspielen mit Klassenerhalts-Kämpfern von Bochum (1. Oktober) bis Bremen (12. November), dazwischen gibt`s einiges aus dem Feinkostladen wie den Besuch von Real Madrid oder die Reise nach Glasgow in der Champions League. „Am Samstag müssen wir gegen Bochum unser Spiel auf den Platz bringen, Energie investieren, um gut in die nächsten Wochen zu starten, denn wir haben ja einiges vor“, erklärte Rose.

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Rose hat seine Jungs seit diesem Donnerstag nach der jüngsten Länderspielpause wieder beisammen, bis auf die Langzeitverletzten Konrad Laimer, Lukas Klostermann und Dani Olmo (wohl noch eine Option dieses Jahr) und den erkrankten Yussuf Poulsen (Infekt).

Für Bochums neuen Mann macht das keinen Unterschied. „Nach den Bayern besitzt RB sicherlich die höchste individuelle Qualität in der Bundesliga“, ließ der neue Trainer Thomas Letsch vor seinem Bundesliga-Debüt verlauten. Zwiegespräche zwischen Letsch und Rose über Spieler-Qualitäten gab es in der Vergangenheit oft, beide arbeiteten einst bei RB Salzburg zusammen und wenn sie nicht arbeiteten, reisten die Beiden sogar mal zusammen in den Urlaub, „ich schätze ihn sehr als Mensch“, merkte Rose an. Beide stehen vor der Cheftrainer-Aufgabe an sich wen sie an diesem Samstag (15.30 Uhr) im Duell in der Red Bull Arena in die Aufstellung schicken.

„Junge, du musst auch mal schießen“

An dieser Stelle schauen wir auf den Cheftrainer Rose, dem Umzugshelfer und Startelfplatz-Verschaffer!? Ein schwieriger Fall: Sturm: Andre Silva (0 Tore) würde ja so gerne stürmen, ein Angreifer wie gemacht für seine Bundesliga-Elf die solche Abwehrreihen wie aus Bochum ohne Probleme den Samstagnachmittag verderben kann.

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Silva war nicht in die portugiesische Nationalmannschaft nominiert wurde (weil er für RB zu selten stürmte), zeigte aber Rose in der Länderspielpause in beschaulicher Profi-Runde, dass er ziemlich gut stürmen kann. „Wenn er so trainiert wie in den vergangenen zehn Tagen, dann muss ich ihm die Chance geben“, erklärte sein Coach, der nun ja im Nebenfach Rotation (spart Energie) tätig werden kann. Da ist ein gewisser Timo Werner, der nicht nur Bochums Hünen locker davonlaufen kann, sondern allen Verteidigern im Weltfußball.

Mit dem Toreschießen klappt es nach seiner Rückkehr nach Leipzig noch nicht so gut (1 Tor) auch bei der Nationalmannschaft legte Werner quer, statt zu schießen, das sah auch Rose. Sein Willkommensspruch an Werner nach dessen DFB-Rückkehr: „Junge, du musst auch mal schießen.“ Dass kann der Cheftrainer nicht auch noch machen.

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