Fußball

Reizvolle Begegnungen: Spitzenspiel in Süptitz und Kreispokal-Viertelfinale

Auf die Dahlener Abwehr kommt in Süptitz einiges zu. Hier wird Mitte Oktober der Oschatzer Torjäger Johannes Runge (halb verdeckt in weiß) von den beiden Wacker-Spielern Steve Nelde (links) und Justin Dintiu (23) erfolgreich in die Zange genommen. Dahlen siegte vor vier Wochen mit 3:1.

Auf die Dahlener Abwehr kommt in Süptitz einiges zu. Hier wird Mitte Oktober der Oschatzer Torjäger Johannes Runge (halb verdeckt in weiß) von den beiden Wacker-Spielern Steve Nelde (links) und Justin Dintiu (23) erfolgreich in die Zange genommen. Dahlen siegte vor vier Wochen mit 3:1.

Süptitz/Wermsdorf/Krostitz. Die Fußballfans in Nordsachsen können sich am Wochenende auf fünf sehr reizvolle Spiele freuen. In der Nordsachsenliga empfängt der Tabellendritte SV Süptitz (23 Pkt.) im Nachholspiel den FSV Wacker Dahlen, der mit 27 Punkten Zweiter ist. Nur vier Punkte trennen Dahlen von Spitzenreiter FSV Blau-Weiß Wermsdorf (31 Pkt.). Außerdem steht das Viertelfinale im Nordsachsenpokal auf dem Programm.

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Wacker-Trainer Thomas Patommel hofft, dass die Partie in Süptitz nicht wieder aufgrund von zu viel Regen abgesagt werden muss. „Ich fahre mit vielen jungen Spielern und viel Selbstvertrauen nach Süptitz. Natürlich wollen wir von dort etwas mitnehmen“, sagt Patommel im Vorfeld. „Wir haben diese Saison erst acht Gegentore kassiert und alle neun Punktspiele gewonnen.“

Im Gegensatz zu Wermsdorf und Süptitz, die beide schon eine Partie verloren haben. Wobei die Blau-Weißen schon zwölfmal aufgelaufen sind und der SV zehn Spiele absolviert hat. Der nächste Knaller für die Wacker-Elf steigt dann schon eine Woche später, wenn am 27. November um 14 Uhr die Hubertusburger im Dahlener Heidestadion erwartet werden.

Beim Blick auf die letzten sechs Duelle zwischen Süptitz und Dahlen fallen zwei Dinge auf. Erstens hat fünfmal die Heimmannschaft gewonnen. Am 2. Oktober 2021 gab es in Süptitz dann mal ein 3:3-Unentschieden. Und zweitens verliefen diese sechs Spiele alle sehr torreich. Mindestens vier Treffer gab es immer und zuletzt am 12. Juni dieses Jahres einen 6:2-Heimsieg der Dahlener. 2018 und 2019 siegte Süptitz in der heimischen Sportarena jeweils mit 5:2 und 4:2.

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„Das Urteil ist jetzt offiziell raus“

Allerdings muss SV-Cheftrainer Markus Kessel am Samstag ausgerechnet auf seinen Kapitän Eric Melzer verzichten. Der sah beim 2:0-Sieg in Belgern nur wenige Minuten vor dem Abpfiff nach einem Foulspiel zunächst die Gelbe Karte und beschwerte sich darüber bei Schiedsrichter Marcel Theumer. Der Referee schickte Melzer daraufhin mit Gelb-Rot vom Platz (84.). „Da hätte ich ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl erwartet“, befand Trainer Kessel nach diesem Spiel und ergänzte: „Es sind keine bösen Worte gefallen. Ärgerlich, dass er damit gegen Dahlen ausfällt.“

Dafür ist der Süptitzer Torjäger Tom Schwarzenberg im Heimspiel dabei. Er ist in der laufenden Saison mit zehn Treffern auf Platz drei der Scorerliste. Knapp dahinter taucht mit acht Toren allerdings schon der Dahlener Luis Bönisch auf.

Bleibt noch das Sportgerichtsurteil vom Nordsachsenliga-Spiel zwischen dem FV Bad Düben und dem SV Zwochau nachzutragen, das der Schiedsrichter beim Stand von 4:0 für die Gastgeber vor fast fünf Wochen – nach einem Vergehen eines Zuschauers - abgebrochen hatte. „Das Urteil ist jetzt offiziell raus, aber es kann noch Berufung eingelegt werden“, erklärte Claudia Werner, die Vorsitzende des Sportgerichts des Nordsächsischen Fußballverbandes. „Zwochau hat eine Strafe von 300 Euro erhalten und die drei Punkte gehen an Bad Düben.“

Der Beilroder Johannes Milich (vorn) ist hier schneller am Ball als der Oschatzer Kacper Artur Kordyka (Nr. 18). Beilrode ist am Samstag ab 13 Uhr im Kreispokal gegen Rackwitz gefordert.

Der Beilroder Johannes Milich (vorn) ist hier schneller am Ball als der Oschatzer Kacper Artur Kordyka (Nr. 18). Beilrode ist am Samstag ab 13 Uhr im Kreispokal gegen Rackwitz gefordert.

Nun zum Nordsachsenpokal-Viertelfinale, in dem mehrere Überraschungsteams dabei sind und Krostitz noch zwei Eisen im Feuer hat. Die Altherrenmannschaft des Landesklasse-Spitzenreiters kegelte im Achtelfinale den Kreisliga-Dritten Dommitzscher SV Grün/Weiß mit 1:0 aus dem Wettbewerb und erwartet am Sonntag um 13 Uhr den Kreisklasse-Fünften SG Zschortau II, der die Altherrenmannschaft vom TSV Rackwitz auswärts mit 6:1 bezwungen hatte.

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Die zweite Krostitzer Männermannschaft, die die Kreisliga Nordsachsen mit 31 Punkten anführt, reist bereits am Samstag um 13 Uhr bei der SpG Naundorf/Wermsdorf II/Luppa an, die in der gleichen Spielklasse derzeit Neunter ist. Beide Kreisligisten hatten im Achtelfinale zwei Nordsachsenligisten im Elfmeterschießen aus dem Pokal geworfen. Der FSV Oschatz verlor in Wermsdorf mit 3:6 und Süptitz mit 5:7 – beides waren faustdicke Überraschungen.

Spannung im Pokal

Mit dem verlustpunktfreien West-Spitzenreiter FSV Glesien ist noch ein weiterer Kreisklasse-Vertreter im Wettbewerb. Der FSV bezwang im Achtelfinale den Kreisoberligisten TSV Schildau nach Elfmeterschießen mit 6:5 und erwartet nun den SV Naundorf. Der ist derzeit Fünfter der Nordsachsenliga und erreichte das Viertelfinale durch einen 4:1-Sieg bei der SG VfL 96 Tornau/FV Bad Düben II, die in der Kreisklasse West Siebenter ist.

Spannend könnte es am Samstag beim FSV Beilrode 09 werden. Im Duell der Kreisoberligisten reist um 13 Uhr das Schlusslicht vom TSV Rackwitz an. Doch die damals noch sieglosen Rackwitzer beförderten Nordsachsenligist SV Roland Belgern völlig überraschend mit 2:1 aus dem Kreispokal, während Beilrode erwartungsgemäß mit 7:0 beim Kreisligisten SV Wölkau gewann.

Der Zschortauer René Praters (links) im Zweikampf mit Til Kurze vom TSV Rackwitz. Beide Vereine sind im Kreispokal-Viertelfinale noch dabei. Bei der SG ist es allerdings die zweite Mannschaft.

Der Zschortauer René Praters (links) im Zweikampf mit Til Kurze vom TSV Rackwitz. Beide Vereine sind im Kreispokal-Viertelfinale noch dabei. Bei der SG ist es allerdings die zweite Mannschaft.

Ein interessanter Aspekt für die SpG Naundorf/Wermsdorf II/Luppa und die Reserven von Zschortau und Krostitz: „Im Pokal können wir in der zweiten Mannschaft zwei Stammspieler aus der Ersten einsetzen und die U23-Spieler“, erklärte Jörg Büchner vom Pokalverteidiger Blau-Weiß Wermsdorf, der mit seiner ersten Vertretung schon nicht mehr dabei ist. Und Alexander Prior von der SG Zschortau bestätigte: „Wir bieten im Pokal ganz sicher auch ein gutes Team bei unserer zweiten Mannschaft auf.“ Für Spannung dürfte also gesorgt sein.

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