Sachsenpokal

Ziane mit Hattrick: Lok Leipzig zieht souverän ins Viertelfinale ein

Lok Leipzigs Djamal Ziane köpft den Ball zum 3:0 ins Tor.

Lok Leipzigs Djamal Ziane köpft den Ball zum 3:0 ins Tor.

Leipzig. Nach zuletzt zwei ärgerlichen Punktspiel-Niederlagen in Folge war der 1. FC Lok am Samstag im Achtelfinale des Sachsenpokals gegen die SG Handwerk Rabenstein gefordert. Nachdem das Heimrecht zugunsten der Loksche getauscht wurde, fand die Partie im Gefrierschrank Bruno-Plache-Stadion statt. Das Weiterkommen war lange ein hartes Stück Arbeit, Djamal Ziane steuerte einen Hattrick bei und sorgte schließlich für klare Verhältnisse.

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Cheftrainer Almedin Civa warf gegen das Spitzenteam der Landesliga erwartungsgemäß die Rotationsmaschine an, um einigen Akteuren Spielpraxis zu ermöglichen. So rückten etwa Linus Zimmer, David Urban, Julian Weigel, Bogdan Rangelov und Torhüter Niclas Müller in die Startelf. Die Gäste brachten eine beachtliche Anzahl an Fans mit nach Leipzig, die Stimmung im Auswärtsblock mit Luftballons und Nebelkerzen war beschwingt und farbenfroh.

Die Partie vor insgesamt 1500 Zuschauern begann etwas schläfrig, die Probstheidaer agierten im Spielaufbau bisweilen arg aufreizend und behäbig. Es bedurfte starken Einzelaktionen, um erste Torgefahr zu erzeugen. In der dritten Minute setzte sich Kapitän Sascha Pfeffer sehenswert auf rechts durch, seine Flanke fand den Kopf von Djamal Ziane - drüber. In der Folge zeichnete sich vor allem Pfeffer mit seinen Signature-Dribblings entlang der Strafraumkante für das Gros der Leipziger Chancen verantwortlich. Doch auch die Gäste verstanden ihr Handwerk, wurden oft gefährlich, denn Lok hatte im Aufbauspiel nicht die richtige Passschärfe, vertändelte durch Unkonzentriertheiten einige Bälle. Nach 20 Minuten dann das wichtige erste Tor - Linus Zimmer brach auf der rechten Seite durch und brachte den Querpass auf Farid Abderrahmane. Dessen Schuss wurde zunächst geblockt, doch Mister Zuverlässig, Djamal Ziane, konnte abstauben! Ziane entwickelte sich zum Fixpunkt der Leipziger Offensivbemühungen, überzeugte durch gutes Stellungsspiel und legte viele Bälle für die Nebenmänner ab. Mit der knappen Führung ging es in die Pause - viel zu wenig für die Hausherren, denn ein Tor Rabensteins lag durchaus im Bereich des Möglichen.

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Die zweite Hälfte begann mit zwei personellen Wechseln, die beiden ineffektiven Außenspieler Atilgan und Rangelov wurden durch Ogbidi und Dombrowa ersetzt. Doch die unerklärliche Passivität zog sich weiter durch das Leipziger Spiel, man bettelte förmlich um den Ausgleich. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff wäre es um ein Haar soweit gewesen, als Ben Colin Weigel im Strafraum drei Leute stehen ließ und frei vor Müller knapp scheiterte. Die Körpersprache passte einfach nicht - das sah auch Civa so und vollzog nach 60 Minuten bereits die Wechsel drei und vier, brachte mit Piplica und Grym für Weigel und Abderrahmane eine komplett neue Mittelfeldzentrale.

100. Pflichtspieltor für Ziane

Abseits des in Strömen fließenden Glühweins brachte nur wenig später erneut Djamal Ziane Wärme in die Herzen der blau-gelben Fans. Eine abgefälschte Flanke von Eric Voufack konnte der Torjäger am langen Pfosten zu seinem 100. Pflichtspieltor für seinen Herzensklub verwerten. Und damit nicht genug, kurz vor dem Ende stand Ziane ein drittes Mal goldrichtig und köpfte einen Freistoß von Riccardo Grym überlegt ins Netz (87.).

Das Spiel trudelte nun seinem Ende entgegen, war zeitweise schwer verdauliche Tiefkühlkost. Die Gäste schlugen sich tapfer, die drei Buden vom heutigen Alleinunterhalter Ziane reichen Lok fürs Weiterkommen. Am kommenden Dienstag wird der Gegner im Viertelfinale ausgelost, mit Dynamo Dresden, Erzgebirge Aue, FSV Zwickau und Chemnitz sind einige hochattraktive Kontrahenten mit im Lostopf.

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Djamal Ziane nach seinem Dreierpack: „Dafür bin ich da in der Box, dass ich die Dinger mache. Wir haben ein Spiel mit viel Ballbesitz erwartet und so kam es auch. Der Gegner hat dann immer zwei Leute vorne geparkt und haben gute Konter gefahren. Bei allem Respekt vor dem Gegner, aber wenn wir das in der Liga so verteidigen, dann wird es eng, dann kommen da Großchancen für den Gegner raus. Wir konnten uns heute etwas rehabilitieren für die jüngsten Niederlagen, es ging nur ums Weiterkommen und der Sieg war auch aus meiner Sicht nie gefährdet heute. Dass ich heute schon mein 100. Pflichtspieltor schießen kann, hatte ich gar nicht auf dem Schirm, freut mich aber natürlich sehr. Gegen wen ich diesen Meilenstein erreiche, ist nicht wichtig.“

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Auch Linus Zimmer ist froh über das Ergebnis: „Wir sind natürlich glücklich über das Weiterkommen, haben heute aber wieder eine Menge Chancen ungenutzt gelassen. Wir haben zu Anfang zu wenig die Seiten verlagert, da war eine Menge Platz, in der zweiten Halbzeit haben wir das besser ausgenutzt. Leider waren wir nicht immer hellwach, haben aber zum richtigen Zeitpunkt das 2:0 gemacht und ab dann war es relativ ungefährdet. Jetzt liegt der Fokus voll auf dem Berliner AK nächste Woche.“

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