Handball

SC DHfK Leipzig kämpft sich zurück: Packendes 29:29-Remis in Lemgo

Luca Witzke und Co. schaffen es am Anfang nur selten durch die Deckung von Lemgo Lippe.

Luca Witzke und Co. schaffen es am Anfang nur selten durch die Deckung von Lemgo Lippe.

Lemgo. Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter: Unterschiedlicher hätte der SC DHfK Leipzig am Sonntagnachmittag die beiden Hälften der Bundesliga-Partie beim TBV Lemgo Lippe kaum gestalten können. Nach 30 Minuten zum Vergessen, drehten die sächsischen Handball-Asse im zweiten Durchgang auf, glichen einen Fünf-Tore-Rückstand in wenigen Minuten aus und hielten die Partie bis in die Schlussphase offen. Die Oberhand konnte keine Seite mehr gewinnen – doch das 29:29 (11:16)-Remis war der Punktgewinn für die Leipziger und der -verlust für die Gastgeber.

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Lemgo-Coach Florian Kehrmann ärgerte sich über die Phase nach dem Wiederanpfiff. „Wir waren mit fünf Toren vorne und holen Leipzig dann zurück ins Spiel, weil wir vorne zu viele Fehler machen. Sie haben eine sehr kompakte Abwehr gespielt und uns jedes Mal bestraft“, so das Fazit des 45-Jährigen, der dem Punkt nach diesem Spielverlauf nur äußerst wenig abgewinnen konnte.

„Immer Rückzug machen!“

Noch am Donnerstag hatten die Leipziger ein offensives Feuerwerk gezündet, kreative Lösungen gefunden und starke 32 Treffer erzielt. Doch was gegen die Deckung des HC Erlangen bestens funktionierte, sollte gegen Lemgo zunächst keinen Erfolg bringen. Nach 15 Minuten hatten die Sachsen erst fünf Tore erzielt, obwohl sie bereits zweifach in Überzahl gespielt hatten. Mehrfach scheiterten sie an Keeper Urh Kastelic oder verspielten den Angriff durch Offensiv-Fouls. So kam das Team von Cheftrainer Florian Kehrmann zu den entscheidenden Tempogegenstößen und der knappen Führung. „Immer Rückzug machen! Wir haben drei Dinger verworfen – mehr ist nicht passiert“, forderte Haber in seiner ersten Auszeit.

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Seine Sieben nahm es sich zwar zu Herzen, konnte den Rückstand aber bei weitem nicht aufholen. Zum einen war Kastelic in Topform, hielt einen Wurf nach dem nächsten – im Zweifelsfall mit dem Gesicht. Zum anderen gerieten die DHfK-Profis immer wieder in Unterzahl. Gleich zwei Zeitstrafen direkt hintereinander sorgten für bittere vier Minuten und einen wachsenden Rückstand. Mit 11:16 ging es in die Kabinen. Eine wichtige Pause für die Sachsen, die dringend neue Lösungen brauchten.

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Und wie bereits gegen Erlangen muss das Trainergespann der Grün-Weißen genau hier die richtigen Worte gewählt haben. Denn erneut waren die ersten Minuten des zweiten Durchgangs die stärksten. „Wir wissen was wir können, aber in der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht. In der zweiten haben wir uns alle in die Augen geguckt und wussten, dass jetzt etwas kommen muss“, erklärte Patrick Wiesmach später.

Eine komapkte Deckung spielte Torhüter Kristian Saeveras in die Karten und brachte Wiesmach und Lukas Binder mehrfach ins Tempospiel. Völlig frei vor dem Tor war auch Schlussmann Kastelic keine große Hürde mehr. Der Vorsprung der Gastgeber schmolz dahin, bereits in der 39. Minute gelang der 17:17-Ausgleichstreffer – wenig später die erste Führung. Diese jedoch zu halten, das stellte die Grün-Weißen vor die nächste große Aufgabe.

„Wir gehen voll ins Tempo, das ist unsere Waffe“, erklärte Haber seiner Truppe wenige Minuten später. Doch zum Einsatz dieses Instruments kamen seine Profis nur noch selten, denn Lemgo hatte nach dem ersten Schock wieder zur Ruhe gefunden, spielte seine Angriffe deutlich sicherer und lag drei Minuten vor dem Abpfiff mit zwei Treffern vorn. Die Leipziger bäumten sich mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage auf, glichen 60 Sekunden vor dem Abpfiff aus. Ein Siebenmeter auf jeder Seite stellte auf den 29:29-Endstand und den verdienten Punkt für beide Seiten. „Wenn wir so kurz vor dem Ende noch Minus-Zwei stehen, dann sind wir natürlich zufrieden mit diesem Punkt“, zog Wiesmach ein positives Fazit.

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Statistik:

TBV Lemgo Lippe: Zehnder 12/6, Schagen 5, Versteijnen 4, Suton 3, Simak 2, Brosch 1, Guardiola Villaplana 1, Hutecek 1

SC DHfK Leipzig: Kristjansson 9/3, Wiesmach 6, Binder 4, Witzke 4, Gebala 3, Ivić 1, Mamic 1, Meyer-Siebert 1

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