Bundesliga

Schmähgesänge gegen Timo Werner: „Dann musst Du vieles richtig machen“

Bei Union Berlin im Fokus: RB-Stürmer Timo Werner.

Bei Union Berlin im Fokus: RB-Stürmer Timo Werner.

Berlin. Bei manchen Äußerungen im Stadion wünscht man sich, man könnte sie überhören. Wenn Tausende etwas Unflätiges aus ihren Kehlen schreien, unmöglich. Es hat sich nichts geändert.

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Stadion An der Alten Försterei bei Union Berlin: Erstes Auswärtsspiel in dieser Saison für Stürmer Timo Werner mit dem Fußball-Bundesligisten RB Leipzig. Erste Schmähgesänge, Pfiffe bei Werners Ballkontakten. „Timo Werner ist ein …“, war von Union-Fans zu hören. Genug gehört. „Ich habe es nicht im Detail mitbekommen. Es gehört leider zum Fußball dazu, solange es überhalb der Gürtellinie bleibt. Wenn es zu viel wird, dann nicht“, erklärte RB-Trainer Domenico Tedesco auf der Pressekonferenz.

Timo Werner ist und bleibt auch nach seiner Rückkehr aus England ein Name, der polarisiert, zumindest wegen seiner Vergangenheit. Die Fans von Union mögen RB ohnehin nicht. Und Werner bekam seine persönliche Beleidigung an diesem Samstagabend ab, was ja schon in seiner ersten Bundesliga-Zeit in anderen Stadien zu hören war. "Dann musst Du vieles richtig machen, wenn die gegnerischen Fans dich nicht so mögen. Ich finde es schade, er ist ein toller Junge, ein toller Fußballer, deutscher Nationalspieler. Das ist ja nicht nur hier, sondern auch in anderen Stadien. Ich verstehe es nicht", machte Union-Trainer Urs Fischer klar.

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„Müssen dringend mal ein Spiel gewinnen“

Dann war Werner auch noch in eine strittige Elfmeterszene involviert – nach Kontakt mit Union-Kapitän Christopher Trimmel – weit weg entfernt von einer Schwalbe, aber eben für Schiedsrichter Deniz Aytekin kein klarer Elfmeter. Es gab auch keinen VAR-Einsatz.

Kein Elfer, aber Schmähungen für Werner. Das gefiel auch Gegenspieler Trimmel nicht: „Ich finde das nicht okay, das muss man ehrlich sagen. Er ist ein guter Junge. Das hat er nicht verdient. Er tut der Bundesliga gut – und wir sind alle froh, dass er jetzt wieder in der Bundesliga ist.“ Werners Pfostenschuss danach war eine verpasste Antwort auf die Stimmen seiner Kritiker.

Zurück in Leipzig sieht die Welt rund um den beliebten Rückkehrer Werner anders aus. Applaus für Werner und Co. am Sonntag beim inklusiven Fanfest mit öffentlichem Training. Auch wenn die Stimmung schon mal besser war, als nach zwei Unentschieden und der 1:2-Niederlage bei Union. Werner blickte voraus: "Ich will ja nicht sagen, dass harte Zeiten auf uns zukommen, aber ich glaube, wir müssen dringend mal ein Spiel gewinnen." Das würde die Gegner am meisten ärgern.

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