Motorsport

Schwerer Unfall, kein Finale: Speedway am Cottaweg kämpft mit dem Wetter

Auf der staubigen Strecke war das Sichtfeld eingeschränkt: Fabian Wachs aus Nidda gefolgt von Mario Niedermeier vom MC Post.

Auf der staubigen Strecke war das Sichtfeld eingeschränkt: Fabian Wachs aus Nidda gefolgt von Mario Niedermeier vom MC Post.

Leipzig. Ohrenbetäubender Lärm hallt durch das Motodrom am Cottaweg. Dort, wo sich sonst Fuchs und Hase aus dem Auwald buchstäblich gute Nacht sagen, röhren am Sonnabendnachmittag die Speedway-Maschinen um die Wette. Der heimische MC Post Leipzig hat zum Paar-Cup des Deutschen Motorsportbunds geladen, zu dem Rennfahrer aus ganz Deutschland in die Anlage neben dem RB-Trainingsplatz kommen. Seit mindestens 20 Jahren habe der MC Post keinen solchen Wettbewerb ausgetragen, wie der sportliche Leiter Kay Dobeck stolz erklärt: „Das ist wie beim Fußball das DFB-Pokalfinale“.

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Die Postler hätten sich den prestigeträchtigen Wettkampf vor allem durch ihre engagierte Jugendarbeit während der Corona-Pandemie verdient, erläutert Dobeck. Statt Trübsal zu blasen, konzentrierte man sich auf die Ausbildung der Talente, die unter anderem im 250-ccm-Junioren-Titel für Bruno Thomas sowie in der 125er-Klasse für seine Schwester Frieda mündete. Ansonsten kam der Verein einigermaßen gut durch die Corona-Zeit, die Sponsoren hielten die Treue und auch die Mitglieder blieben größtenteils bei der Stange. Am Motodrom wurden zudem einige notwendige Modernisierungen wie am Sprecherturm und beim Fahrbahnbelag umgesetzt.

Am 9. Juli folgt Tag der offenen Tür

Am Sonnabend zeigt sich allerdings, wie bei einer Open-Air-Sportart das Wetter allen Plänen einen Strich durch die Rechnung machen kann. Erst ist es zu trocken, sodass beim Training zu viel Staub entsteht und der Wässerungs-LKW aus DDR-Beständen mit dem Befeuchten der Fahrbahn kaum hinterherkommt. Dann regnet es später in Strömen, was wiederum für Gefahr für die Athleten sorgt. Patricia Erhart vom MC Nordstern Stralsund stürzt schließlich und muss ins Krankenhaus gebracht werden. Der Wettkampf wird angesichts dieser Umstände verkürzt und die eigentlichen Finalläufe gestrichen. Am Ende gewinnt der MSC Cloppenburg vor Abensberg und Nidda, die Leipziger verpassen das Podest knapp.

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„Wir haben uns trotzdem über den vierten Rang unheimlich gefreut“, betont Kay Dobeck. Angesichts der Probleme sei die Platzierung für die MC-Talente Bruno Thomas, Julian Bielmeier und Mario Niedermeier mehr als in Ordnung. Und auch mit der Zuschauerzahl von rund 350 ist Dobeck zufrieden, da bei den hohen Temperaturen viele Leipziger verständlicherweise die Seen und Freibäder dem Motodrom vorzogen. Vielleicht haben die Postler ja beim nächsten Event mehr Glück mit dem Wetter, am 9. Juli geht es am Cottaweg weiter mit einem Tag der offenen Tür.

Von Christian Dittmar

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