Fußball

Sieg gegen Lok Leipzig: ZFC Meuselwitz hat gleich zwei starke Torleute

Lok-Spieler Bogdan Rangelov im Luftduell mit ZFC Torwart Justin Fietz (2.v.r.). Der 20-Jährige zeigt eine herausragende Leistung.

Lok-Spieler Bogdan Rangelov im Luftduell mit ZFC Torwart Justin Fietz (2.v.r.). Der 20-Jährige zeigt eine herausragende Leistung.

Leipzig/Meuselwitz. „Ich weiß, wir hatten auch Glück, aber wir haben uns den Sieg heute verdient“, urteilte Trainer Heiko Weber nach dem überraschenden 1:0-Sieg seiner ZFC-Mannen beim 1. FC Lok. Leipzigs Coach Almedin Civa entgegnete zumindest dahingehend: „Unsere Niederlage war nicht verdient, wir hätten 4:0 oder 5:0 gewinnen können. Aber wir waren zu hibbelig im Strafraum. Es war bitter, aber es zählen eben nur Tore.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Und das eine Tor dieses Regionalliga-Kicks schoss Florian Hansch für die Meuselwitzer, nach Rückpass des eingewechselten Fabian Stenzel in der 82. Minute. Dagegen verhinderte entweder Unfähigkeit oder – noch häufiger – der glänzende ZFC-Torwart Justin Fietz Tore der Gastgeber. Der 20-jährige Keeper wurde – bei allem Respekt vor dessen emsig kämpfenden Vorderleuten – zum Helden der Partie, wenngleich sein Coach Weber sagt: „In der vierten Liga gibt es keine Helden.“ Die prima Leistung seines bisherigen Ersatztormanns erkannte er indes an: „Er und Jean-Marie Plath trainieren auf gleichem Niveau und Justin hat heute gezeigt, was er kann.“

Bislang hütete in dieser Punktspiel-Saison jedoch stets Plath den ZFC-Kasten. „Es entschieden nur Nuancen“, begründet Weber. Nun hatte sich der gleichfalls erst 20-jährige Plath aber verletzt. Fietz war also gefragt und sofort da. „Mental war ich schon immer stark“, bekundet der beim Chemnitzer FC ausgebildete „Goalie“ selbstbewusst. „Ich wusste, wir sind gleichwertig und meine Chance wird kommen. Heute habe ich sie mir ein Stück weit verdient. Ich denke, heute habe ich vorgelegt. Bereits in der vorigen Saison habe ich gelernt, geduldig zu bleiben, auch wenn man sich mitunter fragt, warum man nicht spielt. Da darf man den Kopf nicht hängen lassen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In der laufenden Saison war Fietz bisher nur im Pokal zum Einsatz gekommen. Heute habe er auch Glück gehabt, bekennt er. Das stimmt insofern, dass ihm die Lok-Stürmer einige Male den Ball direkt in die Arme oder auf den Körper schossen. Doch oft zeigte er einfach großartige Paraden. Sicherheit strahlte er in allen Szenen aus. Was angesichts seiner aktuell geringen Spielpraxis keineswegs selbstverständlich ist.

Spät an den Sieg geglaubt

Zu seinem Verhältnis zu Konkurrent Plath sagt er: „Wir sind professionell genug, mit der Situation umzugehen. Wir geben beide Gas und sind dabei Teamplayer. Das ist von seiner Seite genauso, wir kommen miteinander klar.“

Im Spiel bei Lok sei sein Nahziel „die Null zu halten“ gewesen. Wie das Torleute naturgemäß in jedem Spiel anstreben. „An den Sieg habe ich aber erst geglaubt, als uns die Führung in der Schlussphase gelang.“ Fietz hatte schon großen Verdienst daran, dass seine Elf nicht in Rückstand geriet, am Halten des 1:0 dann nicht minder. Nun will er natürlich weiterhin zeigen, dass er ins ZFC-Tor gehört. Für Webers Team können zwei starke Türhüter nur gut sein. Denn trotz des zweiten Überraschungserfolges hintereinander (zuvor 2:1 gegen Jena) stecken die Zipsendorfer als Tabellen-14. noch immer dick im Abstiegskampf. Am Freitag steht allerdings erstmal das Viertelfinalmatch im Thüringenpokal beim 1. FC Greiz an.

ZFC Meuselwitz: Fietz – Bock, Rehder, Miatke (73. Gildenberg), Bürger – Eckardt – Hansch, Kadric (58. Müller), Fischer (54. Stenzel) – Jacobi (73. Pistol), Trübenbach.

Tor: Hansch (82.). Zuschauer: 2810.

Mehr aus Sport in Sachsen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken