Turn- und Gymnastikclub Leipzig

Spagat zwischen Liga und Show

Die TuG-Gymnastinnen Hanna Marie Hergett, Anna-Lena Bernstein, Malvina Chahyr und Anna-Lisa Haaße.

Die TuG-Gymnastinnen Hanna Marie Hergett, Anna-Lena Bernstein, Malvina Chahyr und Anna-Lisa Haaße.

Leipzig. Maskottchen Tuggy drückte fest seine plüschigen Bärentatzen fürs Comeback der Leipziger Mädchen im nationalen Turn-Betrieb. Hat geklappt. Die TuG-Mannschaft erkämpfte zum Auftakt der 3. Bundesliga in Stuttgart mit 171,75 Punkten den zweiten Platz hinter dem Turn-Team Kiehn Group Lüneburg (174,05). Dritter wurde die TG Breisgau (167,50). „Welch fantastischer und unerwarteter Einstieg für uns“, freute sich Vereins-Vizepräsidentin Kerstin Schlegel über das Sonntags-Ergebnis. Gratulation an die Mannschaft und Trainerin Irina Lukyanova, für die es zugleich ein tolles Geschenk zum 58. Geburtstag war.

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Verstärkung aus Halle und der Ukraine

Aufgrund von Verletzungspech setzt der Aufsteiger auf Hilfe vom SV Halle und von Gaststarterin Sofiia Mykytsei aus der Ukraine. Die Riege – begleitet von Lampenfieber – legte einen holprigen Start am Zittergerät Balken hin. Acht Stürze ließen Schlimmes ahnen. Doch mit starken Leistungen am Barren und Boden turnten sich die Leipzigerinnen nach vorn. Topscorerin war die aktuelle TuG-Pokalgewinnerin Sofiia Mykytsei. Aber auch Fanny Schmidt und Jolina Feige können mit ihrem Auftritt zufrieden sein. Knapp drei Wochen bleiben bis zum zweiten Wettkampftag in Waging am See. Bis dahin müssen die Übungen mit schwierigen Elementen aufgestockt und stabilisiert werden. Am 15. April geht’s nach Monheim, lange Pause, am 18. November wartet Berlin. Nur der Erstplatzierte von acht Teams steigt auf.

Parallel zur Bundesliga trat der TuG-Nachwuchs bei Athletiktests in Chemnitz und Zwickau an. Fünf Podestplätze sprangen für die Talentschule „Erika Zuchold“ heraus.

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Gymnastinnen arbeiten am Feinschliff

Für die Gymnastinnen gehört Lächeln zum Handwerk. Passend das bunte Glitzer-Trikot, der perfekte Dutt nebst geschminktem Gesicht ließen die Leipziger Grazien auf dem Wettkampfteppich im hübschen Bild erscheinen. Alles hatte Hand und Fuß bei der zweiten Vorrunde der Regionalliga Ost in der Spielhalle Leplaystraße. Wenn da nicht ein ungebetener Gast gewesen wäre, Fehlerteufel sein Name.

„Die Mädchen haben viele Punkte liegengelassen, weil es zu viele Geräteverluste gab. An der Stabilität der Übungen müssen wir weiter fleißig arbeiten“, schätzte Trainerin Jeannette Haage-Zoyke (40) ein, die zuvor im Sportbuzzer-Magazin mit Moderator Norman Baumgartner über die Faszination der Sportart und die Saison-Ziele ihrer Schützlinge sprach. „Eine sehr interessante, neue Erfahrung“, meinte die ehemalige Meistergymnastin.

Der Formtest vor dem Finale in Berlin, das am 8. April stattfindet, deckte Unsicherheiten mit Reifen, Ball, Keulen und Band auf. Angetreten auf Platz eins, gemeinsam mit den Mädchen aus der Hauptstadt, belegten Anna-Lisa Haaße, Malvina Chakyr, Anna-Lena Bernstein und Hanna Marie Hergett den dritten Platz hinter den beiden Berliner Mannschaften. Immerhin: Das beste Einzelergebnis für ihr Team und überhaupt steuerte TuG-Talent Malvina bei. Verletzt fehlt auf Leipziger Seite Joline Saupe, die im Vorjahr bei den Deutschen Meisterschaften der Schülerklasse 12 mit den Keulen die Bronzemedaille holte. Zudem musste Diana Kohlmann erkrankt passen.

In Liga zwei startete ein TuG-Trio gemeinsam mit Mädchen vom Chemnitzer PSV und Hainberger SV. Die Sachsen-Auswahl kam ebenfalls auf den dritten Platz hinter Berlin und Thüringen.

Am Feinschliff für die Sachsenmeisterschaften, die am kommenden Sonnabend in Freital stattfinden und das Berliner Finale wurde im Trainingslager gearbeitet. 13 Gymnastinnen unter Trainerobhut von Jeannette Haage-Zoyke und Daniela Kötzsch übten im Sportpark Rabenberg. Nach dem intensiven Hallen-Pensum ging’s dick eingemummelt an die eiskalte, erzgebirgische Luft. Eine halbe Stunde wurde mit dem Porutscher der Haushang unsicher gemacht. Gute Laune gehörte auch da zum Handwerk.

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Nachwuchspreis fürs Feuerwerk

Dass das TuG-Team den Spagat zwischen Wettkampf und Show glänzend hinbekommt, hat es mehrfach bewiesen. Zuletzt gab es dafür eine Ehrung. Für den zauberhaften Auftritt in der Arena erhielt die Riege den Nachwuchspreis des Tournee-Veranstalters. Hinter den Siegern Green Spirits (TSG Hatten-Sandkrug) und Heats on fire (TV Uelzen) kamen die Leipziger auf Platz drei. „Eine absolut stimmige Choreografie aus Rhythmischer Sportgymnastik, Turnen und Sportakrobatik mit einzigartigen Kostümen und einer professionellen Ausrichtung“, lobte die Jury die hiesigen Spitzenkräfte und verlieh ein Preisgeld von 300 Euro. Den regionalen Part der Aura-Tournee hatten Balletttrainer Sebastian Angermaier und Sportstudentin Luise Hesselbarth sportartenübergreifend zur Bühnenreife gebracht. Ausblick: Unter dem Titel „Connected“ kommt die nächste Feuerwerk-Show am 16. Januar 2019 in die Arena. Dort trifft sich zuvor am 29./30. September die deutsche Elite zur Meisterschaft.

Von Kerstin Förster

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